Marcus Tandler

IT Fachkräftemangel – Die Tendenz steigt!

Fachkräftemangel – ein Terminus, der seit 2007 wie ein Damoklesschwert über der Deutschen IT-Branche hängt. Entgegen aller Unkenrufe einiger Wirtschaftsexperten handelt es sich dabei nicht um eine politische Mähr, sondern um eine unumstößliche Tatsache. Der Fachkräftemangel in der IT nimmt beharrlich zu. Grund genug, um dieses Thema etwas genauer zu durchleuchten.

Deutschland braucht IT-Fachkräfte. Punkt.

Alles im Leben hat seine zwei Seiten. So auch die Ansichtsweise des Fachkräftemangels in der Bundesrepublik. Wirtschaftsexperten und Analytiker, wie beispielsweise Gerd Bosbach und Jens Jürgen Korff, belegen in Ihrem Buch „Lügen
mit Zahlen
“, dass Unternehmensverbände und die Regierung tatsächlich mit ihren teils furchteinflößenden Prognosen bewusst irritieren möchten. Es geht darum, ausländische Fachkräfte zu niedrigeren Gehältern einzustellen, und dies unter dem Deckmantel des Fachkräftemangels zu rechtfertigen. Dagegen stehen Aussagen, wie die des Vorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit Frank-Jürgen Wiese, dass bis zum Jahr 2025 der Deutschen Wirtschaft bis zu 7 Millionen Fachkräfte fehlen werden. Das ist kein Pappenstiel! Im Falle des Fachkräftemangels in der IT belegen Satistiken und Umfragen, dass sich dieser Trend weiter verschlechtert. Laut jüngsten Nachforschungen liegt der Fachkräftebedarf in der IT mit satten 37 % unangefochten an der Spitze aller Berufszweige. Auf die Frage nach dem „Warum“ findet die BITKOM einige sehr plausible Antworten.

Ursachen für den Fachkräftemangel in der IT Brache

Die Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. – kurz: BITKOM – kann auf sehr viele und sehr fundierte Informationsquellen zurückgreifen. So basiert zum Beispiel eine Umfrage der BITKOM im vergangenen Jahr auf den Aussagen von circa 1.500 CEOs und HR-Manager von Unternehmen aus allen relevanten TECH-Brachen. Alleine 2014 fehlten auf dem Deutschen Stellenmarkt um die 41.000 IT-Experten. Die Befürchtung, dass sich dieser negative Aufwärtstrend weiter ausbaut, hat sich bewahrheitet. Der Bedarf an IT-Fachkräften ist bis jetzt 2015 um weitere 13 % angestiegen. Doch woher kommt diese Entwicklung?

Punkt 1: Zu hohe Einstellungskriterien

Das erste Argument, das in diesem Zusammenhang aufkommt, lautet „demografischer Wandel“. Doch betrachtet man den IT-Sektor separat, sind es vornehmlich andere Faktoren, die den Fachkräftemangel begünstigen. Prof. Dieter Kempf ist der Vorsitzende der BITKOM. In einem sehr aufschlussreichen Interview, das er im März 2014 der „Süddeutsche“ Zeitung gab, macht er zum Beispiel die mitunter extrem anspruchsvollen Anforderungen der einstellenden Betriebe an die IT-Kräfte verantwortlich. In einem unglaublich schnell wachsenden und wandelbaren Bereich wie die IT-Branche, sind Experten mit drei- bis fünfjähriger Berufserfahrung Mangelware! Und genau darauf beharren viele Unternehmen in deren Einstellungskriterien.

Punk 2: Anforderungen an Hochschulen

Dann führt Kempf noch die recht hohe Abbruchquote bei den IT-Studienfächern als Argument ins Feld. Eine Tatsache, die sich aber ändern lässt. „Technische Studiengänge gehören zu den schwierigsten“, so Kempf. „Zu oft aber werden zum Beispiel in Pflichtnebenfächern künstliche Hürden aufgebaut, an denen so mancher, der das Zeug zu einem guten Informatiker hat, ohne Not scheitert.

Punkt 3: Die Frauenquote

Diese sei mit gerade einmal 14 % im IT-Sektor viel zu niedrig. Allerdings können IT-Unternehmen auch nur Leute einstellen, die die richtigen Voraussetzungen mitbringen. Also eine Ausbildung als Fachinformatiker oder einen entsprechenden Hochschul- oder Universitätsabschluss. Hier ist dennoch eine sehr deutliche Steigerung gegenwärtig. Um die 11.500 Studienanfängerinnen verzeichneten Universitäten und Hochschulen 2014, was eine Verdopplung im Vergleich zu 2007 darstellt. Dennoch müsste die IT schon im Schulalter für Mädchen attraktiver gestaltet werden. Mit Initiativen wie “Erlebe IT” versucht die BITKOM genau dies zu erreichen.

In welchen IT-Bereichen herrscht der größte Fachkräftemangel?

Mit fast zwei Drittel macht der Bedarf an Software-Entwicklern den Großteil des Fachkräftemangels in der ITK aus. Die IT-Welt ist mobil geworden. Bereiche wie Social Media, Cloud Computing und Big Data sind vom IT-Fachkräftemangel besonders stark betroffen. Ebenso wie unter anderem das Programmieren von Apps, mobile Websites und Responsive Webdesign. Die gesamte Wirtschaft digitalisiert sich – das Internet der Dinge ist ein sehr anschauliches Beispiel für diese Entwicklung. Fakt ist, dass eben diese rasante Evolution in keinem Verhältnis mit der Anzahl entsprechend ausgebildeter IT-Fachleute in Deutschland steht. Doch der IT-Fachkräftemangel in Deutschland geht noch weit darüber hinaus. Renommierte Personaldienstleister, wie zum Beispiel Randstad Professionals, bekommen zahlreiche Anfragen von Unternehmen für Administratoren, IT-Beratern und – ganz besonders – IT-Sicherheitsexperten.

Konsequenzen des IT- Fachkräftemangels für die deutsche Wirtschaft

Dass der Mangel an IT-Experten drastische Folgen für Deutschland als Innovationskraft hat, liegt auf der Hand. Eine Verlagerung der Arbeit ins Ausland ist keine Zukunftsprognose, sondern Tatsache. Betrachtet man die ermittelten Daten des Fraunhofer IAO und der BITKOM, zeichnet sich ein monetärer Verlust für die deutsche Wirtschaft in Milliardenhöhe ab. Laut der Studie »Fachkräftemangel und Know-how-Sicherung in der IT-Wirtschaft« entgehen hiesigen IT-Unternehmen circa 11 Mrd. Euro jährlich durch den Wissen- und Kompetenzverlust, der mit dem Fachkräftemangel in Deutschland einhergeht. Doch selbst bei all dem gibt es eine positive Seite – IT-Experten sich mehr gefragt denn je! Man hält als IT-Fachkraft also so einige Trümpfe in der Hand, wenn man sich nach einer neuen beruflichen Herausforderung sehnt.

Sommerlicher Lesestoff

Wieder mal ein Schwung frischer Lesetipps fürs (hoffentlich sonnige) Wochenende. In der Business Punk (klasse Zeitschrift) war unlängst ein spannender Artikel über den “italienischen Zuckerberg“, seines Zeichens mittlerweile berühmter Gründer von Egomania – eine neuartige Karriere-Plattform, die Lebensläufe in Rankings verwandelt und so noch bessere Job-Matches in Aussicht stellt. Hat schon jemand von euch dieses Egomania testen können? Scheinbar braucht es auch dringend neue Plattformen, so schreibt Tobias Ortner, dass Recruiting auf XING tot ist. Spannender, unterhaltsamer Lesestoff! Eva hat auch eine Meinung zu dieser doch recht gewagten These. Die bloggende Wollmilchsau nimmt sich das Thema “People Analytics” an, und zeigt wie Google Daten für die Personalarbeit nutzt – ebenfalls sehr spannender Lesestoff! Und abschließend noch die Karrierebibel, die herausgefunden haben will, dass eine Fussballer-Karriere vom Geburtsdatum abhängt. Jetzt weiß ich endlich, wieso mir eine professionelle Fußballer-Karriere versagt geblieben ist… *hehe* In diesem Sinne euch allen ein sonniges Sommerwochenende!

Geld motiviert! Oder etwa nicht?

„Nur Bares ist Wahres!“ Geld ist und bleibt ein Motivator – daran lässt sich erstmal nichts rütteln. Doch ist es wirklich nur der „Schnöde Mammon“, der uns zu Höchstleistungen antreibt? Diese Frage lässt sich laut zahlreicher Studien mit einem ganz klaren NEIN beantworten. Welche Motivationsmittel Mitarbeiter, Geschäftsführer und Selbständige so richtig auf Touren bringen, ist ebenso erstaunlich wie einleuchtend.

In welchem Maße ist eine Gehaltserhöhung motivierend?

Erstmal vorneweg: Das liebe Geld ist der Hauptgrund, weshalb sich der Großteil aller arbeitenden Menschen morgens aus den Federn quält. Schließlich wollen die Miete bezahlt, der Kühlschrank gefüllt, das Auto getankt und die Nebenkosten
begleichen werden. Schon Maslow erkannte ganz klar, dass das Gehalt ein Existenzminimum abgleichen muss. Ein faires Grundgehalt muss als sicher sein, damit uns die Arbeit dauerhaft zufrieden stellt. Doch das Leben am Existenzminimum ist alles andere als lustig. Man möchte natürlich auch noch Spaß haben! Kino, Disko, Bowlingbahn – das alles kostet Geld. Desto mehr am Monatsende auf dem Konto hängen bleibt, desto glücklicher ist man! Ergo: Desto mehr Verdienst man in seinem Job in Aussicht gestellt bekommt, desto motivierter geht man an die Sache ran! Es ist tatsächlich so, dass die meisten Arbeitsstrukturen und Organisationen anhand der Idee agieren, dass die monetäre Entschädigung die wesentliche Motivation für Arbeitsleistung sei. Und hier kommt der Punkt, an denen viele Gelehrte den Zeigefinger heben.

Motivation ist nicht käuflich!

Umfragen haben deutlich bewiesen, dass besonders in den Führungsetagen Geld keine Motivationssteigerung hervorruft. Sei dies in Form einer Gehaltserhöhung oder als Boni, die bei entsprechender Leistung ausbezahlt werden. Im Rahmen einer Umfrage der Unternehmensberatung Hay Group gaben fast 50 % der rund 1.800 Befragten an, dass Sie eine Gehaltserhöhung nicht zusätzlich anspornen würde. Doch wie steht es mit den „Normalsterblichen“ unter der arbeitenden Bevölkerung? Atul Mitra – seines Zeichens Management-Professor an der Universität von Northern Iowa – fand heraus, dass eine Gehaltserhöhung ab 7 - 8 Prozent motiviert. Alles, was gönnerhaft unter diesem Prozentsatz gewährt wird, ist in Sachen Motivationssteigerung mit der Sättigungszeit einer halben Scheibe Toast vergleichbar. Gut, dass im Internet mittlerweile benutzerfreundliche Gehaltrechner zu finden sind, mit denen man seinem Chef genau vorrechnen kann, wie viel Prozent zum fundierten Motivations-Boost fehlen.

Noch ein paar Fakten zum Geld

Geld in Form einer leistungsbedingten Entlohnung, so die Erkenntnis dreier versierter Wissenschaftler aus Deutschland und den USA, motiviert tatsächlich nur die, die überdurchschnittlich produktiv sind. Dass diese Erkenntnis aber nur einem ziemlich geringen Prozentteil aller Arbeitnehmer entspricht, ist sicher kein Geheimnis. Geld hat viele negative Eigenschaften. So macht es beispielsweise Ziele weniger wertvoll. Dieses Phänomen ist als Korrumpierungseffekt bekannt. Ein tolles Beispiel für den Motivationskiller „sichere Entlohnung“ ist die Studie der US-Psychologin Teresa Amabile. 72 Studenten wurden aufgefordert, Gedichte zu schreiben. Ein Teil bekam eine feste monetäre Entlohnung für die „Arbeit“ in Aussicht gestellt (Festgehalt). Die anderen Teilnehmer wurden aufgefordert, nur aus Freude am kreativen Schreiben Poesie zu verfassen. Das Ergebnis war bezeichnend. Die bezahlten Studenten schrieben nicht nur deutlich weniger, sondern obendrein noch um ein Vielfaches schlechter! Es gibt eine beeindruckende Vielzahl weiterer Studien und Experimente, die aufzeigen, wie sich das Streben nach Geld negativ auf unser Leben auswirkt. In Bezug auf Zeit, Beziehung, soziale Kompetenz und vieles mehr.

Was uns wirklich motiviert

… ist nicht primär ein höherer Gehaltsscheck. Da wären unter anderen:

  • Anerkennung
    „Der Wunsch nach Anerkennung ist unermesslich!“ Geld kann niemals fehlende Anerkennung kompensieren. Einerlei, was der Mensch kreiert oder produziert – er möchte dafür wahrgenommen werden. Egal, ob vom Chef, vom Kollegen oder vom Kunden. Lob ist die wohl positivste Art der Anerkennung. Doch auch konstruktive Kritik kann durchaus motivieren. Anerkennung ist der rote Faden, der sich durch alle Motivationsbereiche zieht.
  • Eine Arbeit, die sinnvoll ist
    Das hört sich zunächst etwas seltsam an – schließlich ergibt jede berufliche Tätigkeit einen Sinn. Doch wer das Gefühl hat, sein Tun sei nur ein winziges, unbedeutendes Teil der Maschinerie, verliert auf Dauer jegliche Motivation. Jeder Mensch braucht das Gefühl, dass seine Leistung wichtig ist und etwas bewirkt. Arbeitgeber, die ihrem Team genau dies vermitteln können, sind wahre Motivatoren.
  • Teamwork
    Ja … man kann das Wort kaum noch hören. Dennoch ist das gemeinsame Schaffen, das gemeinsame Erreichen – kurz: das Miteinander – eine wesentliche Komponente des menschlichen Daseins. Gegenseitiges Feedback, Anerkennung und Ermutigung untereinander, Kooperation – Teams sind immer effektiver als Einzelspieler!
  • Autonomie
    Seinen Mitarbeitern Verantwortung zu übertragen, sie eigenständig Lösungen finden zu lassen – auch dies ist eine Art Anerkennung, die langfristig extrem motivierend sein kann. Selbstbestimmung und Freiheit im Handeln muss kein Privileg der Selbständigen sein – auch für Angestellte ist dies eine Art der Motivation, die nachhaltig greift! Abschließend lässt sich sagen, dass Geld motiviert. Punkt. Die meisten von uns arbeiten, um Geld zu verdienen. Dies sollte dennoch auf keinen Fall bedeuten, dass man lebt, um zu arbeiten … sondern viel eher arbeitet, um zu leben.

Sei dabei beim ersten HR Hackathon

In weniger als drei Wochen ist es soweit: Der erste HR Hackathon findet am 30./31. Mai in Berlin im Base_Camp statt.

Nur noch sehr wenige Tickets sind verfügbar, und mittlerweile haben wir mehr als 30 (!) Entwickler mit am Start, welche sich in den HR-Software Entwicklungsmarathon aktiv einbringen und Prototypen programmieren werden.

Zeit also, die letzten Fragen zum HR Hackathon zu klären.

Dies machen wir in Form eines FAQ – also mit Hilfe von häufig gestellten Fragen samt Antworten.

Auf geht’s:

Hier geht’s zum gesamten Beitrag

Wochenendfundstücke

Jobware feiert diesen Jahr seinen 19ten Geburtstag – herzlichen Glückwunsch! Zum Geburtstag feiert Jobware mit Fernsehpublikum, so laufen ab diesem Monat zwei TV-Spots u.a. auf Sky und N24. #HappyBirthday

Bei Grandmaster Kenk findet sich ein interessantes Interview mit dem deutschen Obermonster Bernd Kraft. Das Monster hat übrigens vor kurzem seiner Seite einen neuen Anstrich gegeben #AllesLila

Und noch ein nette Stellenanzeige – entdeckt von Jo – Breuninger sucht einen Breuni-Bär (m/w)

Arbeitszeiterfassung leichtgemacht – mit ActivateHR

Das am 01.01.2015 neu in Kraft getretene Mindestlohngesetz soll Arbeitnehmern deutschlandweit einen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde zusichern. Mit der Einführung stellt es allerdings zahlreiche Unternehmen vor neue Herausforderungen: denn es gilt die Verpflichtung zur Arbeitszeiterfassung durch den Arbeitgeber. Grund hierfür ist die Vermeidung der Mehrarbeit und der dadurch entstehenden Niedriglöhne.

Das Gesetz trägt nicht nur finanzielle Konsequenzen mit sich, sondern auch erhöhten Arbeitsaufwand. Unternehmen müssen die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter erfassen und genau dokumentieren, um für den Fall einer Betriebsprüfung und für steuerrechtliche Vorgänge vorbereitet zu sein. In Folge dessen bedarf es an personeller Unterstützung in der Personalabteilung.

Wesentlich einfacher und kosteneffizienter ist es, die Arbeitszeiterfassung sinnvoll zu automatisieren. Hierfür werden passende IT Systeme zur Zeiterfassung und Auswertung benötigt – AcitvateHR ist genau darauf spezialisiert und bietet die passende Softwarelösung.

ActivateHR sind Experten von mindsquare für den Bereich SAP Human Ressources (HR). Ihnen sind Personalprozesse und die Technik bekannt. Folglich ist es ihr Anliegen die Personalarbeit besser und kostengünstiger zu gestalten. Als Unternehmen bietet mindsquare unterschiedliche Produkte an. Mit dem Modul SAP HCM (Human Capital Management) liefert SAP eine einfache IT-Schnittstelle zur Zeiterfassung.


Quelle: activate-hr.de

Wenn SAP HCM in Ihrem Unternehmen bereits im Einsatz ist, können Sie es ganz simpel um die Employee-Self-Services (ESS) und Manager-Self-Services (MSS) erweitern und so die Zeiterfassung für Ihre Mitarbeiter verlässlich automatisieren. Somit kann Ihr Personal weiterhin effektiv für Sie arbeiten.

Ab der erfolgreichen Integration Ihrer SAP Software, stehen Ihnen zu der automatischen

Zeiterfassung zahlreiche Auswertungstools und detaillierte Datenauflistungen zur Verfügung. Eine stets aktuelle und übersichtliche Darstellung der Mitarbeiter An- und Abwesenheit ermöglicht beispielsweise eine sinnvolle Kapazitätsplanung Ihres Personals für die Urlaubsphasen. Mit dem neuen ESS/MSS Services, ist es möglich die Zeiterfassung der Mitarbeiter direkt herunterzuladen und zu archivieren.

Das gemeinsame Ziel besteht darin die Personalarbeit zu optimieren und den Unternehmenserfolg zu steigern. Zudem können auf diese Art Ihre Ressourcen optimal eingesetzt und unnötige Leerlaufphasen vermieden werden.

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Kreative Recruiting Ideen

Zwei interessante Linktipps für euch > Via Forbes – interessante Idee von Snapchat Entwickler von Uber abzuwerben.
Und noch ein eindrucksvolles Beispiel, wie man mit viel Leidenschaft aus der Masse tausender Bewerber hevorstechen kann – Nina Mufleh hat sich in Form einer recht ungewöhnlichen, mit viel Liebe erstellten Initiativbewerbung sehr ausführlich mit Möglichkeiten beschäftigt, wie airbnb mehr Traction in Ländern im Mittleren Osten bekommen könnte. Hier Ihre eigens für Ihre Bewerbung erstellte Webseite – klasse!

Who´s the Jobbörsen King?

Jobbörsen Grandmaster Kenk fragt sich wie jedes Jahr, in welcher Jobbörse man wohl am besten seinen Traumjob findet. Die aktuellen Ergebnisse findet ihr im Crosswater Job Guide – herzlichen Glückwunsch an den Generalisten-Jobbörsen Klassenprimus Jobware, der auch in diesem Jahr wieder die besten Zufriedenheitswerte vorweisen kann. Bei den Spezialbörsen liegt die Spezialisten Jobbörse für Hotellerie und Gastronomie HotelCareer vorne. Komischerweise wird JobScout24 Jobs.de als Spezialjobbörse gelistet und findet sich nicht mehr unter den Generalisten – mit der Bewertung von 4,4 wäre man immerhin bei den Generalisten noch vor der weit abgeschlagenen Arbeitsagentur, aber im Vergleich mit 22 Spezialjobbörsen gab es in dieser Umfrage nicht viel für Jobs.de zu holen.

Indeed, die im Ranking der Jobsuchmaschinen einen respektablen Platz 3 belegen scheinen nun weltweit das Maß aller Dinge zu sein – 180 Millionen unique Besucher im ersten Quartal 2015 ist schon eine deutliche Ansage und Comscore nach knapp doppelt so viel Traffic, wie das Monster weltweit auf seine Seiten locken kann. Aber Indeed ist halt auch eine Runde furchtloser wenn es darum Seiten in den Google Index zu pumpen…

Überzeugen mit Anschreiben und Lebenslauf

Zu einer Bewerbung gehören immer Anschreiben und Lebenslauf – egal, welches Medium Sie für den Unterlagenversand wählen. Das Anschreiben bildet dabei immer den Auftakt. Bei der papierenen Bewerbung liegt es lose auf der Mappe mit den übrigen Unterlagen. Bei der elektronischen Bewerbung ist es entweder der Text der Bewerbungs-Mail oder der Inhalt des Textfelds im Bewerbungssystem des Wunschunternehmens.

Wo auch immer: Das Bewerbungsanschreiben gibt vor allem Auskunft darüber,

  • welche beruflichen Erfahrungen Sie gesammelt haben,
  • ob Sie alle für die Stelle erforderlichen Fähigkeiten besitzen und
  • welchen Mehrwert Sie dem Unternehmen bieten, wenn es sich für Sie entscheidet.

Wenn Sie dem Personaler nur schildern, was Sie alles können, werden Sie ihren allerdings nicht von Ihrer Eignung überzeugen – dafür ist Papier viel zu geduldig. Besser ist, Sie beschreiben, wie Sie Ihre Aufgaben angehen, damit er sich ein Bild von Ihrer Qualifikation machen kann. Suchen Sie sich also nach konkreten Beispielen, mit denen Sie ihre Kompetenzen untermauern können – und zwar nicht nur die Fachkenntnisse, sondern gerade auch die Soft Skills.

Formale Aspekte

Damit Ihrer Bewerbung Erfolg beschieden ist, müssen ganz grundlegend die Formalia stimmen: Für professionelle Korrespondenz – und was sonst ist eine Bewerbung? – gelten die Standards der DIN 5008, die mittlerweile fast schon weltweite Gültigkeit hat. Jeder Verstoß dagegen ist – gerade in konservativen Branchen – ein schwerer Fauxpas, der Ihre Bewerbung sofort ins Aus befördert.

Den gleichen Effekt haben Rechtschreibfehler: Am besten lassen Sie Ihre Bewerbung (und zwar die kompletten Unterlagen) von einer zweiten Person gegenlesen. Oder – kleiner Trick – Sie lesen sie selber rückwärts, denn dabei fallen Ihnen Fehler schneller auf.

Das Anschreiben sollte außerdem nicht länger als zwei A4-Seiten sein. Falls Ihr Text länger ist, überlegen Sie sich bitte bei jedem Argument, ob er ihre Bewerbung wirklich unterstützt. Wenn Sie alle Redundanzen streichen und nur die besten Gründe für Ihre Einstellung anführen, überzeugen Sie den Personaler am leichtesten.

Das Hauptkriterium ist aber die Individualität, und die beginnt mit der korrekten Ansprache Ihres Ansprechpartners im Unternehmen. Wird er nicht in der Stellenanzeige genannt, recherchieren Sie ihn bitte, denn die „Sehr geehrten Damen und Herren“ sind tabu.

Zur Individualisierung zählt außerdem, dass Sie die Bewerbung wirklich aufs Unternehmen zuschneiden – also Anschreiben UND Lebenslauf für jede Stelle neu schreiben. Schließlich soll der Personaler erkennen können, warum Sie sich gerade bei ihm bewerben und was Sie für genau diese Stelle qualifiziert. Wenn Sie das nicht tun, wirkt Ihr Anschreiben beliebig – und die Absage ist programmiert.

Inhaltliche Anforderungen

Um den Personaler zu überzeugen, warum Sie der richtige Kandidat sind, schilderst Sie ihm am besten, warum Sie sich ausgerechnet für diese Position bewerben: Was Sie am Unternehmen reizt und was Sie für Ihren künftigen Arbeitgeber einzigartig und so wertvoll macht. So wecken Sie das Interesse des Personalers – und seinen Wunsch, Sie kennenzulernen.

Damit Ihr Anschreiben gelingt, sollten Sie die folgenden Zutaten verwenden:

  1. Bezug herstellen: Falls es eine konkrete Stellenanzeige gibt, nimmt der erste Absatz Bezug auf die ausgeschriebene Stelle. Lassen Sie dabei subtil einfließen, dass Sie Ihre Hausaufgaben gemacht und sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben – etwa so:

    Mich reizt die Aufgabe, beim Marktführer für Fluxkompensatoren meine Erfahrung als Leiter der Qualitätssicherung einzubringen und so mithelfen zu können, den Marktvorsprung weiter auszubauen.

    Oder Sie holen den Leser dort ab, wo Sie sich zum letzten Mal begegnet sind – beispielsweise am Stand seines Unternehmens auf einer Personalmesse:

    …sicher erinnern Sie sich an unser Gespräch am letzten Dienstag. Ihre Ausführungen haben mich in meiner Absicht bestärkt, mich bei Ihnen zu bewerben…

    Vermeiden Sie dagegen bitte Floskeln wie “Hiermit bewerbe ich mich…” oder “Ihre Stellenanzeige hat mein Interesse geweckt…” – das sind nur leere Phrasen, die das Interesse des Personalers sofort schwinden lassen.

  2. Mit Stärken punkten: Der zweite Teil ist Eigenmarketing. Hier machen Sie klar, warum sie die richtige Besetzung für die Stelle sind. Nicht zu großspurig natürlich – aber selbstbewusst dürfen Sie schon mit Ihren Erfolgen umgehen:

    In meiner aktuellen Position verantworte ich die Umsetzung des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses in der Fertigung. Durch dessen konsequente Fortschreibung konnten die Produktivität um 30 Prozent gesteigert und die Kosten um 20 Millionen Euro gesenkt werden.

    Auch Ihre Soft Skills können Sie mit Beispielen hervorragend untermauern:

    In meiner jetzigen Position koordiniere ich die Arbeit von fünf Mitarbeitern. Ich sehe mich dabei als Teamplayer, der seine Leitungsaufgaben durch Motivation wahrnimmt. Meine Vorgesetzten beschreiben mich als loyalen Mitarbeiter, der flexibel auf verschiedenste Anforderungen reagiert, stets den Überblick behält und Menschen gut motivieren kann.

    Drei kurze Sätze, die den Personaler weitaus besser von Ihren Qualifikationen überzeugen als wenn Sie “Ich bin zuverlässig, belastbar und teamfähig” schreiben.

  3. Nutzen darstellen: Im dritten Teil stellen Sie die Verbindung zum Unternehmen her: Was immer Sie erwähnen – bisherige Aufgaben, Projekte, Führungsjobs – sie müssen zum Anforderungsprofil der Stelle passen. Fokussieren Sie sich auf jene Highlights des Lebenslaufs, die Sie zum idealen Kandidaten machen:

    Ich bin mir sicher, dass mich meine fünfjährige Erfahrung im Optimieren von Abläufen in die Lage versetzt, auch in Ihrem Unternehmen zahlreiche Kosten zu sparen und die Produktion kontinuierlich zu verbessern.

    Hier zählt nicht Masse, sondern Klasse. Vermeiden sollten Sie deswegen Nullnummern wie “Ich bin überzeugt, Ihren Anforderungen zu entsprechen.”

    Selbstverständlich können Sie diesen Teil mit den beiden anderen verweben und sind nicht starr an die Reihenfolge gebunden, wichtig ist nur, dass Sie einen Spannungsbogen in Ihre Bewerbung einbauen, der den Personaler konsequent zum letzten Punkt führt.

  4. Reaktionen provozieren: Nachdem Sie aufgelistet haben, was alles für Ihre Einstellung spricht, sollten Sie den Ball zum Personaler spielen. Bedanken Sie sich für sein Interesse – und fordern ihn zum Handeln auf:

    Weitere Fragen beantworte ich Ihnen selbstverständlich gerne im persönlichen Gespräch. Ich freue mich auf Ihre Einladung.

    Wenn Sie richtig selbstbewusst sind, können Sie das Heft aber auch gern in der Hand behalten:

    Diese Themen können wir natürlich gern im persönlichen Gespräch vertiefen. Ich rufe Sie nächsten Dienstag an, um einen Termin dafür zu vereinbaren.

    Hauptsache, Sie lassen sich nicht zu müden Formulierungen wie “Ich würde mich freuen, wenn Sie mich zum Vorstellungsgespräch einladen.” hinreißen.

Das gehört in den Lebenslauf

Der tabellarische Lebenslauf hat sich mittlerweile fast in der ganzen Welt durchgesetzt. In der Regel wird er nach zwei Kategorien gegliedert: Die erste ist die thematische Sortierung, die Ihre Karrierestationen etwa in Ausbildung und Berufserfahrung gliedern.

In den einzelnen Rubriken werden die Stationen dann chronologisch aufgereiht. Aktuell ist dabei die sogenannte amerikanische Gliederung üblich: Sie beginnen die Aufzählung mit der aktuellsten Position und arbeiten sich dann zeitlich bis zur Schulausbildung nach hinten durch.

Der Aufbau

Bestandteile des Lebenslaufs sind in der Regel (in dieser Reihenfolge):

  • Ihre persönlichen Daten: Geburtstag und -ort, dazu das Bewerbungsfoto. Nichts zu suchen haben hier Nationalität oder Religionszugehörigkeit. Diese Angaben sind außerdem nur im deutschsprachigen Raum und in Südeuropa notwendig. Im Rest der Welt sind sie tabu, um den Bewerber vor Diskriminierung zu schützen.
  • Eine Übersicht Ihrer Berufserfahrung: Dazu gehören Ihre bisherigen Positionen ebenso wie Praktika oder Studentenjobs, sofern Sie dort Qualifikationen für die ausgeschriebene Stelle erwerben konnten.
  • Angaben zu Ihrer Ausbildung: Dazu zählt der Schulabschluss, Ihr Hochschulexamen, eine mögliche Berufsqualifikation und etwaige Weiterbildungen. Wichtig ist, dass Letztere etwas mit der angestrebten Position zu tun haben – ansonsten sollten Sie auf deren Nennung verzichten.
  • Ihre Hobbys: Auch wenn sie nicht wirklich mit der Position zu tun haben, werden Sie von Personalern in der Regel gern gesehen. Wichtig ist auch die Nennung von Ehrenämtern – insbesondere, wenn Sie darin Erfahrungen gewannen, die Sie auch im Job nutzen können.

Bei der Lebenslaufgestaltung hat sich inzwischen durchgesetzt, dass links in der Tabelle die kalendarischen Daten der einzelnen Stationen stehen (also etwa “08/1999 – 07/2003″), rechts daneben dann die Beschreibung dessen, was Sie im jeweiligen Lebensabschnitt gemacht haben: Betonen sollten Sie dabei die Erfahrungen, die Sie besonders für die angestrebte Stelle qualifizieren, den Rest stellen Sie nur kurz dar. Bei Berufsanfängern sollte die Aufzählung der Karrierestationen eine Seite nicht überschreiten, mit zunehmender Berufserfahrung darf es gern mehr werden.

Weglassen sollten Sie allerdings keinen Karriereschritt – etwa, weil er nichts mit der künftigen Stelle zu tun hat. Gerade deutsche Personaler achten sehr darauf, dass Ihre Berufsbiografie lückenlos ist: Nicht erklärte Abschnitte wecken ihr Misstrauen und führen zu Nachfragen – oder katapultieren Sie ins Aus.

Über den Autor

Jochen Mai ist Gründer von Karrierebibel.de sowie Strategieberater und Geschäftsführer von GROWWW, einem Kölner Consulting-Unternehmen unter anderem für Social Media Excellence, Corporate Blogs und Wachstumskommunikation.

Hire me | Per Laufeinheit zum neuen Job

David Miller hat einen Traum – er würde gerne für die Fitness-Tracker Software Strava.com arbeiten. Um aus der Masse der Bewerber hervorzustechen hat er sich eine ganz besondere Aktion überlegt > er hat die Strava App genutzt um mittels einer 8,1 Meilen Laufeinheit die Worte “HIRE ME” auf die Stadtkarte von San Francisco zu “zeichnen”. Die ganze Story + Screenshot der Stadtkarte findest Du auf RunnersWorld.com. Bislang scheint sich noch niemand von Strava bei David gemeldet zu haben, aber ich gehe davon aus, dass David zumindest die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bekommen wird – Klasse Idee!