Marcus Tandler

5 Tipps für die erfolgreiche Bewerbung in einem Startup-Unternehmen

Startups sind spannend und Startups sind anders. Die Unternehmenskultur in einem Startup unterscheidet sich verglichen mit traditionellen Unternehmen teilweise erheblich, unabhängig von der Branche. Startups stehen für Innovation und Flexibilität – ein Grund, warum große Firmen zunehmend ihre Methoden und Firmenkultur imitieren. Egal, ob man von frisch von der Uni kommt oder bisher nur in klassischen Firmen gearbeitet hat: Wer sich bei einem Startup bewirbt, sollte sich einige Dinge bewusst machen. Recruiting & PR Expertin Magdalena Brämswig vom Berliner Startup Spacebase hat fünf wichtige Tipps zusammengestellt, mit denen man für die Bewerbung und den Einstieg in die Startup-Szene gut gerüstet ist.

1. Duzen vs. Siezen

Duzen ist in der Startup-Branche grundsätzlich der Status quo. Wer diese Konvention nicht kennt, wird eher befremdliche Reaktionen ernten. Ganz anders in der traditionellen Wirtschaft; hier wird es als respektlos empfunden, wenn man den Gesprächspartner gleich mit “Du” anspricht. Doch vorsicht, manchmal gibt es doch Ausnahmen. FinTech-Startups und größere Inkubator-Firmen, die nah an traditionellen Wirtschaftsbereichen arbeiten, halten sich manchmal an klassische Verhaltensvorschriften inklusive der förmlichen Sie-Anrede. Mit einem Anruf bei der für die Bewerbungen zuständigen Stelle (oder einem Blick auf die Website/den Blog des Unternehmens) lässt sich das aber bereits im Vorfeld herausbekommen. Fragt einfach, wie Firmenkultur intern gelebt wird und welche Anrede üblich ist. Grundsätzlich gilt natürlich: sensibel sein und solche Formalien antizipieren. Es kann auch hilfreich sein, einfach die Ohren offen zu halten und zu übernehmen, wie man selber angesprochen wird, damit man bei einer Bewerbung nicht unnötig Sympathien verspielt.

2.Hands-on Mentalität

Startup heißt immer auch Ärmel hochkrempeln und anpacken, egal was ansteht. Bei großen Traditionsunternehmen würden bei vielen Tätigkeiten wahrscheinlich einige Angestellte klagen, dass diese nicht in ihrer Aufgabenbeschreibung stehen oder dass sie dafür nicht studiert hätten. Studiert haben auch viele, die im Startup tätig sind. Aber die Unternehmenskultur ist hier eine andere: Konsens ist, dass Aufgaben auch über konkrete Jobbeschreibungen hinausgehen können – und das kann eine große Chance sein!

Diese Hands-on-Mentalität hat nämlich auch für den Arbeitnehmer einige Vorzüge. Denn wenn sich jeder zumindest ein bisschen für alles verantwortlich fühlt, lernt man viele neue Arbeitsbereiche kennen, die sonst eine andere Abteilung bearbeiten würde. Allrounder können in diesem Umfeld aufblühen und Spezialisten neue Talente und Interessen entdecken Nicht selten führen die Ausflüge in fremde Abteilungen auch dazu, dass man unerwartete Stärken an sich entdeckt- gerade bei Thematiken, an die man sich normalerweise ich getraut hätte. Beispielsweise habe ich als Recruiterin und PR-Expertin eigentlich nicht so viel mit Video- und Fotobearbeitung zu tun, konnte aber für unser ExperiMENTAL-Projekt in diesem Bereich selber Hand anlegen und auf meine Anfänger-Kenntnisse aufbauen.

3. Meet the Team

In Startups arbeiten meist recht kleine Teams zusammen. Daher ist eine offene und soziale Persönlichkeit zu haben immer ein Plus. Natürlich treffen auch in Startups verschiedenste Charaktere aufeinander und nicht alle haben Lust, nach dem Feierabend noch gemeinsam ein Bier trinken zu gehen. Häufig geht der Teamzusammenhalt jedoch deutlich über den in einer traditionellen Firma üblichen hinaus. Teamevents finden nicht nur zu Weihnachten statt – viele Startups organisieren regelmäßig gemeinsame Jogging-Treffen, Spieleabende und Exkursionen. So werden aus Arbeitskollegen häufig auch Freunde!

Für einen erfolgreichen Einstieg in die Szene sollte man sich also bewusst machen, dass die Persönlichkeit für Startups ein nicht zu vernachlässigender Faktor bei der Auswahl der Kandidaten ist. Kleine Teams, die viel Zeit miteinander verbringen, müssen effektiv und konstruktiv zusammenarbeiten können. Traditionelle mittelständische und große Unternehmen können dank größerer Mitarbeitergruppen Differenzen leichter kompensieren, sodass sich starke Charaktere mit unterschiedlichen Arbeitsweisen sich nicht gegenseitig behindern.

Für Startups gilt jedoch, dass neue Mitarbeiter nicht nur nach ihrer Qualifikation, sondern auch nach Kompatibilität ihrer Persönlichkeit mit dem Team eingestellt werden. Authentizität ist ein zentraler Bestandteil jedes Bewerbers und wird als positiver Beitrag zum Team gewertet.

4. Mehr als ein 9 to 5 Job!

Die Arbeitswoche geht in Startups meist nicht von 9 bis 5. Viele Startups haben flexiblere Modelle, die Homeoffice oder auch mal einen spontanen freien Nachmittag beinhalten können. Ein Trugschluss ist aber zu glauben, dass man ein leichteres Leben hat, wenn man im Startup tätig ist. Denn obwohl die Flexibilität der Arbeitszeit größer ist, die Stundenzahl ist es meist nicht. Abendveranstaltungen und Wochenendarbeit sind keine Seltenheit, wenn es in eine intensive Projektphase geht. Viele CEOs von Startups gehen davon aus, dass die Mitarbeiter im Gegenzug für die vielen Annehmlichkeiten des Arbeitsalltags bereit sind, noch einen drauf zu setzen. Idealerweise geschieht dies jedoch nicht auf Druck von oben, sondern weil man als Mitarbeiter ein Eigeninteresse entwickelt, die Firma nach vorne zu bringen und seinen Beitrag für den Erfolg zu leisten. Ein Startup lebt von den Menschen die sehen und verstehen, was getan werden muss- selbst, wenn sie keinen expliziten Auftrag erhalten. Für den Einstieg es es wichtig die Bereitschaft zu haben, mit der Firma weiter zu wachsen und nicht aufzuhören zu lernen. Man sollte sich im Vorfeld bewusst machen, ob man sich mit dem grundsätzlichen Ansatz des Geschäftsmodells identifizieren kann und hinter dem steht, was das Startup nach außen präsentiert.

5. Dress Code

Die meisten Startups haben ein digitales Geschäftsmodell. Deshalb stellen die Programmierer oder Entwickler das Rückgrat dar – die IT ist das Fundament des gesamten Geschäfts. Und wer jetzt an Steve Jobs denkt, hat schon eine ungefähre Ahnung, wie die meisten Mitarbeiter im Startup angezogen sind: Statt Anzug und Blazer dominieren Jeans, T-Shirts und lockere Kleidung das Bild. Grundsätzlich gilt: in Startups wird auf Diversität und Individualität sehr geachtet. Jeder soll sich so anziehen dürfen, wie es ihm am besten gefällt – denn so fühlt man sich beim Arbeiten am wohlsten und das führt zu höherer Produktivität.

Bei Mitarbeitern mit Kundenkontakt bzw. für Meetings mit wichtigen Partner oder Investoren gibt es natürlich gewisse Vorschriften. Aber auch hier gilt, dass grundsätzlich ein locker-legeres Outfit am besten zum Startup-Ökosystem passt. Kleiner Tipp: man kann auch gern verschiedene Stile miteinander kombinieren, sich gleichzeitig sportlich-locker oder auch schick kleiden. Der Trend zum ganz-wöchigen Casual-Friday- Look hat übrigens auch schon Einzug in die Chefetagen großer Konzerne gefunden. Daimler-Chef Dieter Zetsche hat bereits in Jeans eine Keynote gehalten und in der Axel-Springer- Chefetage sind Krawatten mittlerweile verpönt – eine Einteilung in “white color” und “blue color” gibt es in Startups einfach nicht mehr- und die wenigsten werden sie vermissen. Bevor man sich jedoch zum ersten Arbeitstag kleidet wie zu einer Fashion-Show oder einen Tag am Strand sollte man sich ein Bild machen, was intern die Erwartungen und Konventionen sind.

Fazit

Es gibt keine Anleitung, wie der Einstieg in die Startup-Szene klappen kann. Genauso wie es keine Garantie gibt, dass man in dem Job glücklich wird, selbst wenn der Einstieg gelingt. Diese fünf Punkte bieten jedoch eine grobe Orientierung zur Vorbereitung. Hauptsache ist, dass man ganz man selbst sein kann und sich nicht verbiegen muss, um mit der jeweiligen Firmenkultur klarzukommen.

Neuigkeiten aus der Jobbörsen Branche

Ein paar Lesetipps für’s Wochenende:
Scheinbar will die Medien Union das Karriereportal Experteer übernehmen. Die Medien Union ist nicht nur an mehreren deutschen Tageszeitungen beteiligt (u.a. auch die Süddeutsche Zeitung), sondern auch an Jobbörsen-Pionier Jobware. Da ich Fan beider Unternehmen bin freut mich diese Nachricht natürlich sehr – Glückwunsch an Ober-ExperTier Christian und sein Team! Spannender Move!

Einer der größten Herausforderer von Jobware und Konsorten ist ja indeed – die nun voll auf Reichweite und Branding setzen und damit SEO-mässig auf die richtige Karte setzen – der Aufstieg von indeed begründet sich ja u.a. auch in der initial hervorragend exekutierten SEO Strategie. Erst kürzlich hat sich indeed ja Eintracht Frankfurt zur Brust genommen und ist nun Trikotsponsor der SGE. Im Interview mit Sponsors plaudert Indeed DE GF Frank Hensgens ein wenig aus dem Nähkästchen – lesenswertes Interview! Mehr Brand-searches werden auch nötig sein, um nicht vom Google’schen Panda erwischt zu werden, so ist die aktuelle SEO Strategie in DE ja doch sehr aggressiv – das SEO Team fährt einen ganz schön heißen Reifen.

Lesetipps – Sommeredition

Nur ein paar schnelle Lesetipps für den Strand / Urlaub auf Balkonien:
Arbeiten in der Zukunft: Technologie vs. menschliche Arbeit
Mit Chatbots im Recruiting zur perfekten Candidate Experience
Und noch ein paar lustige Vorstellungsgespräch-Fails auf Spiegel Karriere:
Miese Vorstellungsgespräche – “Alle bekamen Wasser außer mir”
In diesem Sinne einen schönen Urlaub und viel Sonne!

Grüß Gott, der Endgegner ist da!

Ich gehe mal davon aus, dass jeder der hier mitlesenden bereits mitbekommen hat, was Google CEO Sundar Pichai höchstpersönlich auf der vergangenen Google I/O vorgestellt hat: Google Jobs – also genau das was ich bereits 2011 auf Basis eines der zugrunde liegenden Patente als den Endgegner der Jobbörsen-Industrie bezeichnet habe. Jetzt ist er endlich da, Grüß Gott!
Wird interessant zu sehen, wie sich die Branche verhält und ob man fleißig mit am eigenen Grab schaufelt und auf kurzfristigen Gain schielt, oder doch das langfristige Unternehmenswohl im Vordergrund steht. Mehr Infos gibt’s hier direkt von Google – der Henner hat schon mal tiefer recherchiert und einen klasse Artikel dazu verfasst und Grandmaster Kenk beobachtet einen aktuell noch etwas holprigen Start. Auch wenn der Start holprig ist, die Jungs wissen was sie tun und diesen Schritt ausführlichst geplant – Brace yourselves, winter is coming!

Wie Unternehmen von der Arbeit mit Digitalen Nomaden profitieren können

Wer sich mit neuen Arbeitswelten auseinandersetzt, mit den Anforderungen junger Arbeitnehmer wie den Vertretern der Generation Y und Z und mit den neuen Möglichkeiten der digitalen Tools, der kommt in der Fachpresse der letzten Monate und Jahre an einem Begriff schwer vorbei: Digitale Nomaden.

Noch sind Digitale Nomaden ein Phänomen, eine Bewegung, aber kein etabliertes Modell in der Arbeitswelt. Doch sie zeigen jetzt schon, was in Zukunft immer mehr möglich wird: eine Art zu arbeiten, die gleichzeitige Selbstverwirklichung, Freiheit, Ortsunabhängigkeit und Flexibilität in höchstem Maße erlaubt. Bei den Digitalen Nomaden gibt es kein Warten auf den Jahresurlaub, um endlich mal zu reisen, keine angestrebten Jobtitel, die einen Dienstwagen im Schlepptau haben und keine Ländergrenzen. Selbst Zeitzonen sind nur ein kleiner Punkt, den es bei Business-Meetings über Skype & Co. einzuplanen gilt.

Digitale Nomaden werfen neue Werte in den Arbeits-Ring – solche, die Fragen nach der Höhe des Gehaltes in den Hintergrund rücken. Ihnen geht es um den „Impact“ ihrer Arbeit, um persönliche Entfaltung, um Lebensqualität.
Und genau deshalb haben wir uns entschieden, Digitale Nomaden zu werden.

Die erste Jobbörse für ortsunabhängige Jobs: DNX JOBS

Wir, das sind Felicia Hargarten und Marcus Meurer. Lange Zeit arbeiteten wir als Event- bzw. Marketing-Manager – unter anderem auch bei StepStone und weiteren Startups in der Startup-Metropole Berlin. Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, die ersten Schritte in Richtung neue Arbeitswelten zu unterstützen. Deswegen haben wir die erste Jobbörse für digitale und ortsunabhängige Jobs aufgebaut, in der sich Unternehmen und Digitale Nomaden – oder solche die es werden wollen – finden können: DNX JOBS. Die Digitale Nomaden Jobbörse steht unter dem Motto „Do work you love“. Genau darum geht es uns: ortsunabhängige Jobs treffen auf die besten Talente weltweit.

„High Five“ statt 9 to 5

So sehr wir unsere Arbeit in den Startups liebten und so sehr sie uns forderte – in uns gab es immer diesen Wunsch nach Veränderung und eine große Lust zu reisen. Wir übernahmen in unseren Jobs Verantwortung, hatten aber im Gegenzug immer weniger Freizeit. Mit der Zeit merkten wir, dass uns etwas fehlte: Unabhängigkeit, Freiheit, Zeit für Dinge, die uns wichtig sind wie zum Beispiel Sport. Jeden Tag gingen wir die gleichen Wege, sprachen mit denselben Menschen, lebten Tag für Tag einen ähnlichen Rhythmus. Kurz: Wir waren nicht glücklich.

Mit einem Jobwechsel war es nicht getan – das hatten wir schon ausprobiert. Es ging uns einfach um mehr: um die Balance zwischen Verantwortung und Freiheit, Begeisterung, Sinn, um körperliches sowie seelisches Wohlbefinden. Um das zu erreichen, kündigten wir unsere Jobs und zogen los in die Welt. Unterwegs gründeten wir unser erstes Online-Business, den Reiseblog travelicia.de.

Unterwegs und online – Freiheit und Business unter einem Hut

Unsere Lernkurve als ortsunabhängige Unternehmer war von Anfang an enorm. Weil wir gleichzeitig reisten und viele Menschen und Kulturen kennenlernten, veränderten sich zusätzlich unsere bis dato konservativen Denkweisen.

Wir lernten, dass es vor allem darauf ankommt, Wissen zu teilen. Denn Informations- und Wissensfreiheit sind die absoluten Wachstumsmotoren. Wer sein Wissen immer und überall mit anderen teilt, sorgt dafür, dass dieses „frei fließt“ – und das hilft allen Beteiligten dabei, schneller zu wachsen. Niemand muss denselben Fehler machen, den andere schon hinter sich haben. Unsere Faustregel: Gib dreimal mehr als du nimmst.
Seit wir die Entscheidung getroffen haben, unsere Jobs zu kündigen, uns selbständig zu machen und um die Welt zu ziehen, sind wir als Digitale Nomaden unterwegs. Gegen kein Geld der Welt würden wir diesen besonderen Lifestyle eintauschen.

Weil wir überzeugt sind von dem, was wir tun, haben wir gemeinsam die DNX-Bewegung gestartet. Das ist eine immer größer werdende Gemeinschaft von ortsunabhängigen Online-Unternehmern, die sich gegenseitig helfen und unterstützen. Es geht darum, wieder selbst über die eigene Zeit zu entscheiden. Die Vernetzung von Gleichgesinnten durch die DNX lässt eine unglaubliche Kraft entstehen, die die DNX Community stark und produktiv macht.
Das findet größtenteils mithilfe von Online-Plattformen statt. Zusätzlich organisieren wir weltweite Events wie internationale Konferenzen auf Deutsch, Englisch oder Spanisch und Coliving- und Coworking-Camps. So bringen wir ortsunabhängige Unternehmer aus aller Welt an den schönsten Ecken der Erde zusammen – hier leben, arbeiten und helfen wir uns gegenseitig dabei, das eigene Business zu starten oder zu optimieren.

Das Digitale Nomadentum bedeutet für uns die Möglichkeit, das Leben zu leben, das wir uns wünschen. Doch auch Arbeitgeber können von dieser „Arbeitswelt“ profitieren.

Was haben Arbeitgeber von neuen Arbeitsmodellen?

Mitarbeiter, die nicht vor Ort, sondern irgendwo auf der Welt rumtingeln, und deren Werte sich stark von denen früherer Generationen unterscheiden – viele Arbeitgeber nehmen hier noch Abstand. Dabei können sie viel gewinnen, wenn sie ein bisschen gegen den Strom und in Richtung der Digitalen Nomaden schwimmen würden: loyale Mitarbeiter, die viel mehr im Gepäck haben, als nur die übliche Motivation solange die Stechuhr noch läuft.

Denn nicht nur Unternehmer mit eigenem Business reisen um die Welt, auch Freelancer leben diesen Lifestyle. Wir sind sicher: Wenn mehr Arbeitgeber ihren Mitarbeitern die Möglichkeit geben würden, remote zu arbeiten, würden viele das nutzen – und alle würden davon profitieren.

Die Zeiten für diese Art der Arbeit waren noch nie besser – es ist möglich, von überall, global vernetzt und gleichzeitig unabhängig zu arbeiten. All das geht aufgrund der Digitalisierungswelle. Gleichzeitig haben junge Menschen noch nie so wenig Wert auf Statussymbole gelegt wie heute. Es geht nicht mehr um eigene Autos oder die schicke Eigentumswohnung. Heute geht es immer mehr um Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung – auch im vertraglichen Angestelltenverhältnis. Was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr bin? Was hinterlasse ich? Was habe ich Gutes mit meinem Leben getan? Das sind die Fragen, die sich viele stellen. Jungen Arbeitnehmern ist es wichtig einen Fußabdruck zu hinterlassen – auch durch ihre Arbeit. Die Trennung von dem Arbeits-Ich und dem Freizeit-Ich wird nicht mehr gezogen.

Die Möglichkeit, zu arbeiten von wo aus ein Arbeitnehmer selbst möchte, wird nicht nur fürs Reisen genutzt. Auch auf persönliche und soziale Umstände wie Familie oder die Pflege von Angehörigen kann so reagiert werden.

Dafür haben die jungen Selbstverwirklicher einiges zu bieten: Geben Unternehmen ihren Mitarbeitern mehr Flexibilität wie zum Beispiel die Möglichkeit remote zu arbeite, ernten Sie davor hohe Motivation und viel größeren Arbeitseinsatz. Denn ein Arbeitnehmer weiß dieses Vertrauen zu schätzen – und auch das Arbeitsleben, das ihm dadurch ermöglicht wird.

Flexibel und unabhängig arbeitende Teammitglieder, die als Digitale Nomaden arbeiten, bringen zudem eine große Selbständigkeit mit und durch ihre Erfahrungen ein breites Skillset. Der Lebensstil befeuert ihre Kreativität. In der Regel kommt dazu noch ein Netzwerk an Kontakten auf der ganzen Welt. Mitarbeiter, die so aufgestellt sind bringen ständig neue Ideen, Inspirationen und frischen Wind in traditionelle Unternehmen.

Die Ortsunabhängigkeit ist für Digitale Nomaden extrem wichtig. Manche von ihnen haben nicht einmal mehr einen festen Wohnsitz. Alle Business-Angelegenheiten können digital über Tools wie Skype, Teamspeak oder Slack problemlos geregelt werden. Unternehmen, die erkennen, dass sie im „War of Talents“ neue Wege gehen müssen, bekommen dieses Vertrauen mit großer Motivation und überdurchschnittlichem Arbeitseinsatz zurückgezahlt.

Wie kommen Digitale Nomaden und traditionelle Unternehmen zusammen?

Wir geben zu: Die Chance, dass sich Digitale Nomaden und Personaler traditioneller Unternehmen zufällig treffen, ist eher gering. Digitale Nomaden reagieren weniger auf die klassischen Jobausschreibungen und viele Unternehmen haben noch nicht die Möglichkeiten im Blick, die solche Angestellte ihnen eröffnen können.

Jedoch gibt es auch hier Bewegung: Es gibt bereits erste hundertprozentig remote aufgestellte Startups wie beispielsweise Buffer. Auch Firmen wie Automattic ermöglichen ihren Angestellten volle Flexibilität in Zeit und Ort.

Special Deal: Die neue Jobbörse DNX JOBS kostenlos testen

Hier findest du alle Infos für Arbeitgeber zur neuen DNX Jobbörse.
Offene Stellen werden innerhalb kürzester Zeit neu besetzt weil die zumeist jungen Nutzer der Börse ein klares Ziel haben und unglaublich motiviert sind.
Wenn auch dein Unternehmen gerne mal die Performance dieser neuen Nischenjobbörse testen möchte, schreib uns an team@dnxjobs.de und du bekommst eine Jobausschreibung for free.

Der Endgegner steht bereits vor der Tür

Hui… nach der Google Hire Ankündigung vor zwei Wochen, hat Dan Shure am vergangenen Freitag Screenshots einer ersten Integration von Stellenangeboten direkt in die Google Suchergebnisse getwittert. Nun läuft die Gerüchteküche natürlich heiß, so orakelt SearchEngineLand, ob Google gerade seine eigene Jobsuchmaschine testet. Diesem ersten öffentlichen Test werden wohl noch viele weitere Tests folgen, aber eines scheint klar zu sein: Die direkte Integration von Stellenanzeigen in die Google Suchergebnisse wird kommen! Der Endgegner der Jobbörsen Branche steht vor der Tür!

Der Endgegner ist im Anmarsch

Der US-Suchmaschinengigant Google hat vor ein paar Tagen Google Hire vorgestellt – eine eigene cloud-basierte Bewerbermanagement-Software. Außer einer Login-Maske gibt es aktuell noch nicht so viel zu sehen, aber der Henner hat schon mal etwas genauer hingeschaut und ein wenig recherchiert, was die E-Recruiting-Branche von dieser neuen Lösung in Bälde erwarten kann. Mit der Ende des letzten Jahres gestarteten Cloud Jobs API schickt sich Google ja bereits an den Prozess der Jobsuche zu optimieren. Google greift die Jobbörsen-Branche nun also von verschiedenen Seiten an. Bereits 2011 habe ich unter der Überschrift “Der Endgegner” prognostiziert, dass Google letztendlich auch die Jobbörsen-Branche ins Visier nehmen wird – ein wahrer Endgegner für dieses Gewerbe, vor allem wegen der geringen Innovationsfähigkeit und stoischem Beharren auf Althergebrachtes. Der Ausspruch: “Disrupt yourself, or someone else will.” zeigt hier wieder seine Gültigkeit. Letztendlich gibt es bei der Jobsuche keine Loyalität gegenüber Plattformen, dem Bewerber ist jedes Mittel / jede Webseite recht um den Traumjob zu ergattern. Da Google oftmals der Startpunkt für die Jobsuche ist, besteht hier eine große Gefahr für Jobbörsen, die allzusehr auf Traffic von Google angewiesen sind. Der Endgegner kommt in großen Schritten näher – brace yourself, winter is coming…

Zurück ins Büro

IBM, ehemaliger Pionier beim Thema Homeoffice, rudert nun zurück und beordert rund 2.600 Mitarbeiter der US-Marketing-Abteilung zurück ins Büro – bzw. in eines von sechs verschiedenen Büro-Standorten. Zwar hat sich IBM über die Jahre sehr viel Geld gespart, da Bürofläche teilweise extrem verkleinert werden konnte, aber die neue Herausforderung besteht darin die Produktivität der Mitarbeiter zu steigern – hier hat IBM nämlich großen Nachholbedarf.

Zum 1. April 2017 tritt das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz in Kraft. Der Gesetzgeber greift so mit sehr strikten Regulierungen in den Zeitarbeits-Markt ein. Die Überlassungsdauer ist nun auf maximal 18 Monate begrenzt, nach 9 Monaten muss der gleiche Lohn gezahlt werden wie bei einem Stammmitarbeiter. Personaldienstleister müssen sich also auf dramatische Rückgänge bei der Zeitarbeit einrichten.

Zu guter letzt noch ein paar lustige Retro Stellenanzeigen im Recrutainment Blog. Gerade die Stellenanzeige für eine(n) “Brotzeitholer(in)” hat mich persönlich sehr angesprochen.

Facebook ermöglicht Veröffentlichen von Jobangeboten

Facebook hat in den USA und Kanada ein neues Feature gelauncht: es ist nun möglich direkt auf Facebook ein Jobangebot einzustellen. Außerdem können sich Facebook-Nutzer direkt über Facebook bewerben. Jobangebote können ganz einfach über die eigene Facebook-Seite eingestellt werden (eine Facebook-Seite ist Grundvoraussetzung für das Posting von Jobs). Bewerbungen flattern direkt ins Postfach der FB-Seite. Da dem Personaler sofort ersichtlich ist, wer die Bewerbung geschrieben hat, ist es empfehlenswert vorab die Privatsphäre-Einstellungen zu überprüfen. Wann diese Funktion in Europa an den Start gehen wird, ist bislang noch nicht bekannt. Ebenso nicht bekannt ist, ob das Einstellen von Jobangeboten dauerhaft kostenfrei bleiben wird. Allerdings glaube ich, dass das Einstellen von Jobangeboten an sich selbstverständlich kostenfrei bleiben wird (immerhin sind Jobangebote ja nur ein speziell formatierter Facebook-Post), Facebook verspricht sich sicherlich einen Uplift Ihrer Advertising-Umsätze durch die Möglichkeit Jobangebote entsprechend zu promoten. Smarter Move! Noch mehr Infos und viele Screenshots findest Du bei den Kollegen von AllFacebook.

Die Geister, die man rief

2017 wird sicherlich ein entscheidendes Jahr für einige Jobbörsen. Ein Vögelchen hat mir gezwitschert, dass der in Texas ansässige US-Jobbörsen-Star Indeedaus strategischen Gründen” demnächst keine Jobs mehr von DE Branchenprimus StepStone listen will. Nachdem Indeed dank Google wohl auch in DE mittlerweile die größte Reichweite vorzuweisen hat, wird also nun bald damit begonnen die Mitbewerber auszubluten. Der Flirt mit der Indeed-Reichweite war sicherlich verführerisch, solange mittels Indeed zusätzliche Reichweite kostengünstig gekauft werden konnte, aber damit ist nun Schluß. Natürlich nährt sich StepStone noch immer durch seinen exzellenten Brand, aber progressive HR-Abteilungen kaufen Stellenanzeigen mittlerweile nach harten KPIs ein, bei denen der Brand der Jobbörse oftmals keine Rolle mehr spielt. Indeed wird sich auf jeden Fall sehr bemühen die wichtigsten Stellenanzeigen-Kunden nun direkt zu aquirieren. Über Jahre hat man selber mitgeholfen den Endgegner richtig groß und fett zu machen, nun braucht es eine gute Strategie, die Geister die man gemeinschaftlich gerufen hat wieder loszubekommen. Viel Glück!

Damit der Beitrag nicht ganz so traurig und düster ist, hier noch eine lustige schwäbische Stellenanzeige:

(via Google+)