Marcus Tandler

Tinder für Jobs

Eine neue Job-App erobert aktuell die Herzen vieler Jobsuchenden im Sturm > truffls – quasi ein Tinder für Jobs. Ich habe die App noch nicht ausprobiert, aber das Prinzip ist eingängig & easy. Einfach via LinkedIn oder XING mit seinem eigenen Profil anmelden und schon kann man durch einfaches Wischen nach rechts oder links interessante Stellenangebote sondieren. Sobald der App-User mittels Wischer (“Swipe“) nach rechts Interesse an einer Stellenanzeige signalisiert hat, erhält der am anderen Ende der App sitzende Recruiter das Profil vorgeschlagen, was dieser wiederum mittels Daumen-Swipe als interessant oder uninteressant markieren kann. Endlich mal eine einfache und schnelle Lösung, anstatt der 100sten Jobbörsen-App, die einfach nur versucht ihre Jobbörse in das Handy-Dispay zu pressen. Ausführlichere Tests gibt´s bei Alexander von der eierlegenden Wollmilchsau, sowieso bei Eva.

Alles neu macht der Oktober

Die letzten Tage und Wochen war ja wieder einiges los in unserer schönen Jobbörsen-Branche. Das Monster erstrahlt in neuem Glanz und hat ein paar neue Produkte für Personaler im Gepäck. Leider konnte ich mir noch kein näheres Bild der neuen Attraktionen machen, aber die Eva hat sich alle neuen Features mal etwas genauer angeschaut. Die Twitter Cards sind auf jeden Fall eine schöne Sache, auch wenn diese nicht in gängigen Tools wie Hootsuite oder Tweetdeck erscheinen. Am meisten gespannt bin ich allerdings, wie das nun auch in Deutschland gestartete TalentBin ankommen wird, welches das Monster ja erst vor kurzem, im Februar diesen Jahres übernommen hat. Hier bin ich wirklich auf einen Praxistest der Job-bloggenden Zunft gespannt.

Auch die Süddeutsche hat ihren Stellenmarkt aufgehübscht – so erstrahlt auch der Süddeutsche Stellenmarkt in neuem Glanz. Wirklich schön geworden – deutlich aufgeräumter und nutzerfreundlicher als die doch etwas überladene Vorgängerversion (kann man sich bspw. via Archive.org anschauen).

Ich war letzte Woche zu Gast in Zürich bei der mittlerweile vierten RecruitingConvention im idyllisch am Zürichsee gelegenen Lake Side Hotel. War wirklich eine tolle Veranstaltung mit vielen spannenden Vorträgen und illustren Gästen aus der deutschsprachigen Jobbörsen und Recruiting-Szene. So durfte ich bspw. endlich mal den Henner vom exzellenten personalmarketing2null Blog live kennenlernen. Auch mit Recrutainment Blogger Joachim konnte ich mich etwas ausführlicher unterhalten. Immer schön wenn man sich nicht nur virtuell im Internet kuschelt, sondern sich auch hin & wieder mal persönlich gegenüber steht.

Nach der Mittagspause durfte ich die Teilnehmer dann vom Food-Koma bewahren – so habe ich mit knapp 450 Slides in 45 Minuten erzählt, wie ich mir die Zukunft der Suche und die Zukunft meiner Lieblings-Online-Marketing-Disziplin SEO vorstelle. Scheinbar habe ich auch ein paar der anwesenden Teilnehmer etwas geschockt – aber ich bin halt nie um klare Worte verlegen. Eine kurze Zusammenfassung meines Vortrags findet Ihr im Blog von Konferenzveranstalter Prospective lesen – wer eher visuell veranlagt ist, kann sich auch auf YouTube meinen TEDx Vortrag zur Future of Search anschauen – gleiches SlideGewitter Grundgerüst, aber halt 3x so lang mit mehr als doppelt so vielen Slides. Vielen Dank an Matthias und sein tolles Team für einen rundum gelungenen Event!

Torevis.de – Ein Tool zur Referenzüberprüfung bei Bewerbern

Wenn beispielsweise aus der „Diplom“ plötzlich ein „Doktor“ wird, dann handelt es sich statistisch gesehen, um eine Unwahrheit, wie sie bei knapp der Hälfte aller Bewerbungen zu finden sind.

Lügen, um einen Job zu bekommen hat Konjunktur. Statistiken besagen, dass 46 Prozent aller Bewerbungen falsche Aussagen beinhalten. Die heutige Technik macht es den Schwindlern aber auch leicht: Verbesserte Zeugnisse, qualitativ hochwertige Weiterbildungen oder andere interessante Qualifikationsnachweise können mittels Computer und einfachsten Bildbearbeitungsprogrammen in nur wenigen Handgriffen mit professioneller Optik erstellt werden, so die Bewerbungsunterlagen „aufwerten“ und als Entscheidungsgrundlage dienen.

Es gibt aber auch Technik, die den Arbeitgeber vor Entscheidungsfehlern in Bezug auf Blender schützt. Um unangenehmen Situationen vorzubeugen, befasst sich das Tool torevis.de mit der Herausforderung die Angaben auf den Wahrheitsgehalt einer Bewerbung zu überprüfen.

Durch die sogenannte Referenzauskunft kann ein Unternehmen prüfen, ob die Angaben des Bewerbers bezüglich seiner früheren Arbeitgeber und seiner Position der Wahrheit entsprechen.

Torevis bietet hierbei verschiedene Auswahlmöglichkeiten der Referenzauskunft an. Aus fünf verschiedenen Produkten können sich Entscheider genau das raussuchen, was für sie und dem Unternehmen am geeignetsten ist. Dabei ist von Basic bis individuell alles vertreten:

Referenzauskunft Basic: Hier bekommen Sie die grundlegenden Informationen, also in welchen Unternehmen hat Ihr Bewerber bereits gearbeitet, in welchem Zeitraum war er wo tätig und in welcher Position hat er seine Aufgaben erfüllt.

Referenzauskunft Professional: In diesem Angebot erfahren Sie, neben den Basic-Informationen, den spezifischen Aufgabenbereich und bekommen Bewertungen der Leistungen sowie des Verhaltens Ihres Bewerbers.

Referenzauskunft Academic: Hier werden zusätzlich zu den Informationen noch die Ausbildungsabschlüsse geprüft.

Individual Service: Gemeinsam mit Ihnen werden ganz individuell Referenzauskünfte,

Mitarbeiterbefragungen, Persönlichkeitstest, Bewertungen, Veranstaltungen geplant. Hier stehen Ihre speziellen Wünsche im Vordergrund.

Fazit:

Torevis hilft Unternehmen, Bewerberangaben neutral und unabhängig überprüfen und zertifizieren zu lassen und reduziert mit seinen Referenzauskünften die Wahrscheinlichkeit von Fehlbesetzungen deutlich. Neben standardisierten Produkten bietet Torevis auch kundenspezifische Individuallösungen, die auf die konkreten Compliance-Richtlinien des Unternehmens angepasst werden. Alle Produkte werden sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache angeboten.

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Neuer Blogger-Traumjob

Vermutlich erinnert Ihr euch noch an die Aktion “bester Job der Welt“, bei der 2009 ein Blogger gesucht wurde, der ein halbes Jahr auf einer Insel beim Great Barrier Reef wohnen und über die touristischen Attraktionen der Insel bloggen soll. Über 35.000 Leute haben sich damals um diesen Traumjob beworben!

Das Mittelrheintal sucht nun ebenfalls einen Blogger, der zwar nicht auf einer Insel wohnen darf, aber immerhin in einer schicken Burg zwischen Bingen und Bacharach. Aber nicht nur die feudale Unterkunft wird gestellt, es gibt auch 2.000 Euro Aufwandsentschädigung pro Monat oben drauf! Die Aktion ist auf 6 Monate angelegt und es gilt “das Tal, seine Menschen, seine Vorzüge und Besonderheiten, seine Chancen und Probleme kennenzulernen” und diese Erfahrungen in einem Blog mit Mittelrhein- und Burgen-Freunden zu teilen. Noch bis zum 14.September kann man sich auf diesen doch recht ungewöhnlichen Blogger-Job bewerben – viel Erfolg!

Ich habe diese Woche noch einen guten Artikel gefunden und zwar im Blog von Personalerin Sandra > “Wir machen jetzt auch Employer Branding…” – ein wirklich lesenswerter Post über ein denkwürdiges Bewerbungsgespräch.

Recruiting oder Interim Management?

Es ist eine wahre Herausforderung die richtigen Mitarbeiter, zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der richtigen Qualität zu finden. Diese Herausforderung nennt sich „Recruiting“.
Alternativ besteht die Möglichkeit Manager auf Zeit, d.h. Interim Manager, einzusetzen um den vorhandenen oder zukünftigen Engpass zu meistern. Erfahrungsgemäß werden Interim Manager zur Vakanzüberbrückung, in Projekten oder in Krisensituationen hinzugezogen. Der Markt hat laut einer Studie der AIMP (Arbeitskreis Interim Management Provider) ein Volumen von 2 Mrd. €. Besonders die Funktionen im Human Resources Management und in den klassischen Finanzfunktionen werden stark nachgefragt.  

Interim Management zur Vakanzüberbrückung – geplant und ungeplant

Eine aktuell zunehmende Art der Vakanzüberbrückung ist die Elternzeit. Auch in Führungsfunktionen nimmt diese Form der Auszeit zu. Diese Abwesenheit zu planen ist sicherlich leichter als bei einem spontanen Führungswechsel. Aufgrund der Vielschichtigkeit der Aufgaben ist eine interne Besetzung oder eine kommissarische Übernahme der Funktion schwierig. Die externe Rekrutierung ist ebenfalls herausfordernd, da besonders im mittleren Management die kurze Dauer der Vakanz als großer Nachteil betrachtet wird.
Der Interim Manager ist hingegen auf eine kurze Mandatsdauer eingestellt. Aufgrund zahlreicher Projekte kann er sich schnell und effizient in Themen einarbeiten. Möglicherweise setzt er neue Impulse oder ebnet den Weg für die rückkehrende Führungskraft.
Bei einem spontanen Führungswechsel ist es sogar ratsam Interim Management zu erwägen. Wird eine Führungskraft von seinen Aufgaben entbunden, so muss unmittelbar nachbesetzt werden. Andernfalls leidet das operative Geschäft. Auch die interne kommissarische Besetzung ist meist nur unzulänglich. Empfehlenswert ist der gleichzeitige Einsatz des Interim Managers und das Recruiting zur Nachbesetzung der vakanten Position.

Interim Management in Projekten

Interim Manager werden aus zweierlei Gründen für Projekte eingesetzt. Entweder fehlt das interne Know-How oder die notwendige Kapazität, um das Projekt gut und effizient abzuarbeiten. Einige Beispiele sollen verdeutlichen, wo der Einsatz eines Interim Managers sinnvoll ist:

  • SEPA-Einbindung in das Unternehmen
  • Aufbau Elektronische Personalakte
  • Aufbau Vertragsmanagement
  • Outplacement von Mitarbeitern nach Restrukturierung

Ein Interim Manager hat diese Themen bereits bearbeitet, findet sich schnell in neuen Umgebungen zurecht und kann einen nicht so erfahrenen Mitarbeiter parallel bei „doing“ anlernen. Die Ergebnisse aus diesen Projekten sollten so eindeutig und standardisiert sein, dass man nicht „dabei gewesen“ sein muss, um es weiter voran zu treiben.
Mögliche Nachteile durch den Einsatz von Interim Managern auf Projekten ist der befürchtete Know-How Verlust, wenn der Interim Manager das Unternehmen verlässt. Eine professionelle Übergabe des Projektes kann hier entgegenwirken. Alternativ kann ein interner (möglicherweise anzulernender Projektleiter) zur Übernahme des Projektes parallel qualifiziert werden.
Die Befürchtung vieler Unternehmen ist die Herausgabe von firmeninternen Informationen. Weshalb die Diskretion des Interim Managers vertraglich vereinbart werden sollte.

Interim Management in Krisensituationen

Immer dann, wenn ein Unternehmen vor neuen Herausforderungen steht – Krise oder Wachstumsdruck, M&A-Prozess oder Restrukturierung, Unternehmensnachfolge oder Eigentumsübergang, Change Management oder Aufbau neuer Geschäftsfelder – ist ein erfahrener Interim Manager die richtige Wahl. Er ist mit minimalen Einstellungs- und Kündigungsformalitäten kurzfristiger einsetzbar als ein Mitarbeiter für ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis und agiert gleichzeitig ergebnis- und praxisorientierter als ein klassischer Unternehmensberater. Sie haben die fachliche Tiefe und einen großen Erfahrungsschatz, um schnelle und effiziente Lösungen zu finden und vor allem umzusetzen. Interim Manager produzieren vom ersten Tag an greifbare Ergebnisse und werden an diesen gemessen. Weitere Gründe sind:

  • Interim Manager arbeiten nicht im internen Netz des Unternehmens und haben keine persönlichen Befindlichkeiten bei Übernahme der Position.
  • Interim Manager scheuen keine Konflikte, sind aber um diplomatische, gute Lösungen bemüht.
  • Der Interim Manager setzt neue Impulse in der Führung und der Führungsphilosophie.
  • Der Interim Manager kann die Führungsfunktion kurzfristig übernehmen und Änderungen in der Mannschaft einführen, aber auch im Coaching der jeweiligen Führungskraft eine Verhaltens- und Führungsstil-veränderung bewirken.

Recruiting und Interim Management

Es ist wichtig die Situationen abzuwägen, wann Interim Management sinnvoll ist und wann Recruiting notwendig ist. Wenn der richtige Mitarbeiter nicht zur Verfügung steht, wenn ein Projekt oder eine wichtige Aufgabe beginnt, dann ist es sinnvoll über die Alternative Interim Management nachzudenken. Das Projekt zu verschieben bedeutet nichts anderes als identifizierte Potenziale in Richtung Kosten oder Umsatz nicht umzusetzen. Eine Kombination ist empfehlenswert. Parallel zum Recruiting der geeigneten Führungskraft, kann der Interim Manager das Projekt starten. Eine Übergabe vom Interim Manager an den Recruiter ist jeder Zeit im Projekt möglich. So kann sichergestellt werden, dass der richtige Kandidat in der richtigen Qualität zur Verfügung steht und das Projekt zur richtigen Zeit am richtigen Ort gestartet wird.  

Wo finde ich den richtigen Interim Manager?

Der Interim Manager Markt ist in Deutschland nicht transparent. Es gibt einen anerkannten Verband DDIM (Dachgesellschaft Deutsches Interim Management), der sich als „führende nationale Plattform für professionelles Interim Management und dazugehörige Vermittlungsdienstleistungen“ versteht. Hier besteht die Möglichkeit direkt in Kontakt mit einer Auswahl von Interim Managern zu treten.

Interim Provider hingegen übernehmen die wichtige Aufgabe den richtigen Match von Interim Manager und Aufgabe zu finden. Die Interim Provider übernehmen sozusagen den „Recruiting“-Teil. Um den richtigen Interim Manager zu finden, ist es wichtig die Interim Manager zu kennen, gemeinsame Projekte umzusetzen und fachspezifische Themen weiterzuentwickeln, sagt Dr. Ivonne Feldermann von der Aurum Interim GmbH. Frau Dr. Feldermann vermittelt vor allem für den Bereich Human Resources Management geeignete und professionelle Interim Manager.
Viele Unternehmen möchten sich nicht auf eine „1-Mann / Frau“-Gesellschaft bei der Umsetzung dringlicher Projekte verlassen und arbeiten somit lieber mit Providern zusammen, die bei Ausfall der Interim Managern schnell für Ersatz und eine reibungslose Weiterbearbeitung des Projektes sorgen können.
Es gibt natürlich auch Internet-Plattformen für Interim Provider, z.B. Talentory, die Mandate veröffentlichen. Der Interim Provider stellt dann passende Profile zur Verfügung. Eine Aussage zum Erfolg dieser Plattform gibt es jedoch nicht.

3 Fragen an die Expertin

Im Rahmen eines Kurzinterviews zum Thema Recruiting und Interim Management habe ich Frau Dr. Feldermann befragt.

1. In welchen Fällen wird Interim Management am häufigsten eingesetzt?

Dr. Feldermann: Zur Zeit ist es üblich Interim Manager zur Vakanz-Überbrückung einzusetzen. Das heißt, wenn über einen definierten Zeitraum kein adäquater interner Ersatz gefunden wird.  Wir möchten hier allerdings eine andere Denkweise herbeiführen. Wir sprechen in dem Zusammenhang von  Opportunitätskosten, also entgangener Nutzen. Diese entstehen dadurch, dass die vorhandenen Möglichkeiten zur Nutzung von Ressourcen nicht wahrgenommen werden – zum Beispiel wenn ein Kostensenkungsprojekt in Teilen aufgrund fehlender Kapazitäten nicht wahrgenommen wird.

Neben der Vakanzüberbrückung werden Interim Manager ebenfalls in außergewöhnlichen Unternehmenssituationen (z.B. Neuausrichtung, Restrukturierung, Anlaufmanagement, Post-Merger Integration) und Projekten eingesetzt.  

2. In welchen Branchen werden Interim Manager am häufigsten eingesetzt?

Dr. Feldermann: Der Interim Manager Markt ist sehr diffus. Wenn man die AIMp-Studie analysiert,  erkennt man eine Marktverteilung von 50% „sonstige Branchen“ und eine detailliertere Aufteilung nach Chemie/Pharma, Telekommunikation, Maschinenbau und Automotive.  Diese Heterogenität können wir nur unterstreichen. Wir nehmen einen Zuwachs im Banken und Versicherungswesen wahr.

3. Wie findet man den optimalen Kandidaten?

Dr. Feldermann: Zunächst zuhören. Wir möchten genau verstehen, was unser Kunde sucht. Wir machen eine kurze Ist-Aufnahme der zu besetzenden Position. Dabei spielen die Anforderungen an die Position eine wichtige Rolle, aber auch das Umfeld in dem der Interim Manager sich bewegen wird. Wir stellen Fragen zu den „harten“ sowie zu den „weichen“ Anforderungen. Wir konstruieren für jede Stelle ein individuelles Profil. Der nächste Schritt ist der Abgleich mit unserem Interim Manager-Netzwerk.

Unser Interim Manager-Netzwerk ist das wichtigste Kapital. Durch unsere jahrelange Berufserfahrung konnten wir ein breites Netz an guten, professionellen Kräften aufbauen – auf allen Hierarchieebenen, in unterschiedlichen Funktionen und Branchen. Die meisten Interim Manager kennen wir aus gemeinsamer Zusammenarbeit.  So können wir besonders bei den „weichen“ Anforderungen sicher sein, dass der Interim Manager zu unserem Profil passt.

Sollten wir z.B. für Spezialisten-Funktionen keinen geeigneten Interim Manager in unserem Netzwerk haben, rekrutieren wir gerne neue Interim Manager auf Basis von Empfehlungen. Diese werden in einem mehrstufigen Verfahren auf Herz und Nieren geprüft.

Die Einholung von Referenzen ist nur ein kleiner erster Schritt.
Jeder Interim Kandidat wird vor der Vorstellung beim Kunden nochmal persönlich kontaktiert und auf Basis der Ist-Aufnahme für das Mandat geprüft.
Es kann nur einen optimalen Interim Manager für das Mandat geben – deswegen stellen wir diesen einen Interim Manager auch vor. Es ist unsere Aufgabe die Vorauswahl zu treffen.

Vielen Dank Frau Feldermann für das nette Gespräch!

Zum Schluss noch ein kurzer Blog-Tipp > für aktuelle Entwicklungen, Kommentare und Essays zum Thema Interim Management empfehle ich die beiden Blogs von Aurum, den Interim Human Resources Blog sowie den Interim Sales und Marketing Blog.

Das perfekte Anschreiben: Müssen sich Personaler fürchten?

Der Online-Stellenmarkt Jobware stellt seinen Nutzern kostenlos ein neues Bewerbungstool zur Verfügung. „In fünf Minuten zum perfekten Anschreiben“ bewirbt die Jobbörse aus Paderborn selbstbewusst ihren browserbasierten Anschreibengenerator Anschreiben2Go. Damit ergänzt Jobware sehr überraschend die Reihe innovativer Bewerbungstools, die im Netz zu finden sind.

Die Handhabung von Anschreiben2Go ist intuitiv. Eckdaten zum Anschreiben werden in Formularfelder oder direkt im Fließtext eingetragen. Daraus generiert das Tool passende Textvarianten – nicht nur für Fach- und Führungskräfte. Auch Praktikanten, Auszubildende und Absolventen erhalten sinnvolle Textvorschläge. Das Design auswählen. Drucken, als PDF oder DOCX speichern. Fertig.

Jobware macht es Bewerbern leicht, sich mit einem fehlerfreien und stilistisch ansprechenden Anschreiben auf einen Job zu bewerben. Da sei die kritische Frage aus Personalersicht gestattet: Ist das ein fauler Zauber oder eine kluge Augenwischerei? Womöglich letzteres. Denn nach Aussage von Jobware flossen Ergebnisse aus Eye-Tracking-Untersuchungen in die Entwicklung ein. Bewerber profitieren von einem perfekten Auftritt, während Personaler ein ihren Lesegewohnheiten gerechtes Anschreiben bekommen und sich auf die „harten Fakten“ konzentrieren können.

Mein Tipp: Einfach mal ausprobieren > Anschreiben2go.de

Auf nach Zürich

Am 30. September 2014 dreht sich am Zürichsee wieder alles ums Recruiting und Personalmarketing. Bereits zum vierten Mal findet die erfolgreiche Tagung recruitingconvention im Lake Side Zürich statt.

Auch ich komme dieses Jahr nach Zürich und werde dort einen meiner gefürchteten SlideGewitter Vorträge halten – ich habe 45 Minuten Zeit und über 400 Slides zur Zukunft der Suche & SEO im Gepäck!

Weitere Themen der Konferenz sind Candidate Experience, Mobile Recruiting und weitere spannende Entwicklungen im Markt – vorgetragen mit Hilfe von Praxisbeispielen erfahrener Branchenexperten, wie bspw. Judith Oldekop und Michaela Trelle von der Swisscom, Dr. Hans-Christoph Kürn von Siemens sowie Job-Blogger-Kollege Henner Knabenreich von PersonalMarketing2Null. Hier findet Ihr das ganze Programm. Die Jungs und Mädels um Matthias Mäder vom Team der Prospective haben echt wieder ein spannendes Programm auf die Beine gestellt – ich freue mich auf einen informativen Tag am Rande des Zürichsee! Wir sehn uns in Zürich!

Bewerben mit Begeisterung

Der US amerikanische Online-Shop Gigant Zappos, der ja Vorbild für die Berliner Jungs & Mädels von Zalando war, überrascht mit einem ungewöhnlichen Schritt im Bereich Recruiting > Neue freie Stellen werden in Zukunft nur noch im eigenen sozialen Netzwerk Zappos Insider veröffentlicht.

Bewerber müssen in Zukunft also genügend Begeisterung für das Unternehmen an den Tag legen und in der Zappos Insider Community aktiv sein, bevor man sich auf einen dort ausgeschriebenen Job bewirbt. Sicherlich eine mittelgroße Hürde, die lieblose Initiativbewerbungen vermeiden hilft – bei 31.000 Bewerbungen im Jahr 2013 ist ja sicherlich auch eine Menge Mist dabei, der aber ebenfalls ausgewertet und bearbeitet werden muss.

Zappos empfiehlt interessierten Bewerbern doch am besten ein kurzes Videoporträt zu publizieren bzw. auf sämtlichen Social Media Kanälen aktiv zu sein um die eigenen Chance auf Anstellung zu erhöhen.
Schon eine sportliche Erwartungshaltung, aber da Zappos als beliebter Arbeitgeber in den U.S.A. gilt, kann man wohl auch etwas cocky sein.

Oh, und natürlich nicht zu vergessen > Glückwunsch an Thomas Bachem, dessen Online-Lebenslauf-Editor Lebenslauf.com bald ein Teil des Karrierenetzwerks XING wird!

Linktipp für unentschlossene Berufseinsteiger

In der aktuellen Business Punk bin ich über einen interessanten Linktipp gestolpert > WatchaDo

Nette Idee alle möglichen Leuten ein paar Fragen über Ihren aktuellen Beruf zu stellen, um so eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, was einen wirklich erwartet.

Die Auswahl ist wirklich beeindruckend groß, so finden sich bspw. Interviews mit einem Dompfarrer, einer professionellen Snowboarderin bis hin zum Comedian.

Mittels des WatchaDo Matching Fragebogens bekommt man auch gleich Vorschläge, welcher Job wohl für den Fragebeantworter interessant sein könnte. Ebenfalls eine nette Idee, auch wenn ich nicht ganz nachvollziehen kann, dass mir im Anschluss an die Fragen das Video einer Frozen Yoghurt Verkäuferin empfohlen wurde…

Insgesamt aber eine wirklich empfehlenswerte, sehr schön gestaltete Webseite mit vielen spannenden Geschichten!

750.000 Bewerbungen in 20 Stunden

Gerade via Rudi (Danke Rudi!!) entdeckt > Ein findiger Erwerbsloser hat über seine High-Speed-Internetverbindung rund 750.000 Bewerbungen (!) in gerade mal 20 Stunden per E-Mail als PDF-Datei aus vollautomatisierter Serienbrieffunktion heraus versandt. Der Bewerbungsnachweis für das ihn betreuende Jobcenter sind insgesamt 15.000 DIN-A4 Seiten – na viel Spass beim durchschauen!

Hier könnt ihr die komplette – total abgefahrene – Geschichte lesen. Leider gibt es keine Infos darüber, wie viele Antwortschreiben generiert wurden bzw. wie viele Bewerbungsgespräche dieser kreative Herr nun wahrnehmen musste.