Marcus Tandler

Sei dabei beim ersten HR Hackathon

In weniger als drei Wochen ist es soweit: Der erste HR Hackathon findet am 30./31. Mai in Berlin im Base_Camp statt.

Nur noch sehr wenige Tickets sind verfügbar, und mittlerweile haben wir mehr als 30 (!) Entwickler mit am Start, welche sich in den HR-Software Entwicklungsmarathon aktiv einbringen und Prototypen programmieren werden.

Zeit also, die letzten Fragen zum HR Hackathon zu klären.

Dies machen wir in Form eines FAQ – also mit Hilfe von häufig gestellten Fragen samt Antworten.

Auf geht’s:

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Wochenendfundstücke

Jobware feiert diesen Jahr seinen 19ten Geburtstag – herzlichen Glückwunsch! Zum Geburtstag feiert Jobware mit Fernsehpublikum, so laufen ab diesem Monat zwei TV-Spots u.a. auf Sky und N24. #HappyBirthday

Bei Grandmaster Kenk findet sich ein interessantes Interview mit dem deutschen Obermonster Bernd Kraft. Das Monster hat übrigens vor kurzem seiner Seite einen neuen Anstrich gegeben #AllesLila

Und noch ein nette Stellenanzeige – entdeckt von Jo – Breuninger sucht einen Breuni-Bär (m/w)

Arbeitszeiterfassung leichtgemacht – mit ActivateHR

Das am 01.01.2015 neu in Kraft getretene Mindestlohngesetz soll Arbeitnehmern deutschlandweit einen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde zusichern. Mit der Einführung stellt es allerdings zahlreiche Unternehmen vor neue Herausforderungen: denn es gilt die Verpflichtung zur Arbeitszeiterfassung durch den Arbeitgeber. Grund hierfür ist die Vermeidung der Mehrarbeit und der dadurch entstehenden Niedriglöhne.

Das Gesetz trägt nicht nur finanzielle Konsequenzen mit sich, sondern auch erhöhten Arbeitsaufwand. Unternehmen müssen die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter erfassen und genau dokumentieren, um für den Fall einer Betriebsprüfung und für steuerrechtliche Vorgänge vorbereitet zu sein. In Folge dessen bedarf es an personeller Unterstützung in der Personalabteilung.

Wesentlich einfacher und kosteneffizienter ist es, die Arbeitszeiterfassung sinnvoll zu automatisieren. Hierfür werden passende IT Systeme zur Zeiterfassung und Auswertung benötigt – AcitvateHR ist genau darauf spezialisiert und bietet die passende Softwarelösung.

ActivateHR sind Experten von mindsquare für den Bereich SAP Human Ressources (HR). Ihnen sind Personalprozesse und die Technik bekannt. Folglich ist es ihr Anliegen die Personalarbeit besser und kostengünstiger zu gestalten. Als Unternehmen bietet mindsquare unterschiedliche Produkte an. Mit dem Modul SAP HCM (Human Capital Management) liefert SAP eine einfache IT-Schnittstelle zur Zeiterfassung.


Quelle: activate-hr.de

Wenn SAP HCM in Ihrem Unternehmen bereits im Einsatz ist, können Sie es ganz simpel um die Employee-Self-Services (ESS) und Manager-Self-Services (MSS) erweitern und so die Zeiterfassung für Ihre Mitarbeiter verlässlich automatisieren. Somit kann Ihr Personal weiterhin effektiv für Sie arbeiten.

Ab der erfolgreichen Integration Ihrer SAP Software, stehen Ihnen zu der automatischen

Zeiterfassung zahlreiche Auswertungstools und detaillierte Datenauflistungen zur Verfügung. Eine stets aktuelle und übersichtliche Darstellung der Mitarbeiter An- und Abwesenheit ermöglicht beispielsweise eine sinnvolle Kapazitätsplanung Ihres Personals für die Urlaubsphasen. Mit dem neuen ESS/MSS Services, ist es möglich die Zeiterfassung der Mitarbeiter direkt herunterzuladen und zu archivieren.

Das gemeinsame Ziel besteht darin die Personalarbeit zu optimieren und den Unternehmenserfolg zu steigern. Zudem können auf diese Art Ihre Ressourcen optimal eingesetzt und unnötige Leerlaufphasen vermieden werden.

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Kreative Recruiting Ideen

Zwei interessante Linktipps für euch > Via Forbes – interessante Idee von Snapchat Entwickler von Uber abzuwerben.
Und noch ein eindrucksvolles Beispiel, wie man mit viel Leidenschaft aus der Masse tausender Bewerber hevorstechen kann – Nina Mufleh hat sich in Form einer recht ungewöhnlichen, mit viel Liebe erstellten Initiativbewerbung sehr ausführlich mit Möglichkeiten beschäftigt, wie airbnb mehr Traction in Ländern im Mittleren Osten bekommen könnte. Hier Ihre eigens für Ihre Bewerbung erstellte Webseite – klasse!

Who´s the Jobbörsen King?

Jobbörsen Grandmaster Kenk fragt sich wie jedes Jahr, in welcher Jobbörse man wohl am besten seinen Traumjob findet. Die aktuellen Ergebnisse findet ihr im Crosswater Job Guide – herzlichen Glückwunsch an den Generalisten-Jobbörsen Klassenprimus Jobware, der auch in diesem Jahr wieder die besten Zufriedenheitswerte vorweisen kann. Bei den Spezialbörsen liegt die Spezialisten Jobbörse für Hotellerie und Gastronomie HotelCareer vorne. Komischerweise wird JobScout24 Jobs.de als Spezialjobbörse gelistet und findet sich nicht mehr unter den Generalisten – mit der Bewertung von 4,4 wäre man immerhin bei den Generalisten noch vor der weit abgeschlagenen Arbeitsagentur, aber im Vergleich mit 22 Spezialjobbörsen gab es in dieser Umfrage nicht viel für Jobs.de zu holen.

Indeed, die im Ranking der Jobsuchmaschinen einen respektablen Platz 3 belegen scheinen nun weltweit das Maß aller Dinge zu sein – 180 Millionen unique Besucher im ersten Quartal 2015 ist schon eine deutliche Ansage und Comscore nach knapp doppelt so viel Traffic, wie das Monster weltweit auf seine Seiten locken kann. Aber Indeed ist halt auch eine Runde furchtloser wenn es darum Seiten in den Google Index zu pumpen…

Überzeugen mit Anschreiben und Lebenslauf

Zu einer Bewerbung gehören immer Anschreiben und Lebenslauf – egal, welches Medium Sie für den Unterlagenversand wählen. Das Anschreiben bildet dabei immer den Auftakt. Bei der papierenen Bewerbung liegt es lose auf der Mappe mit den übrigen Unterlagen. Bei der elektronischen Bewerbung ist es entweder der Text der Bewerbungs-Mail oder der Inhalt des Textfelds im Bewerbungssystem des Wunschunternehmens.

Wo auch immer: Das Bewerbungsanschreiben gibt vor allem Auskunft darüber,

  • welche beruflichen Erfahrungen Sie gesammelt haben,
  • ob Sie alle für die Stelle erforderlichen Fähigkeiten besitzen und
  • welchen Mehrwert Sie dem Unternehmen bieten, wenn es sich für Sie entscheidet.

Wenn Sie dem Personaler nur schildern, was Sie alles können, werden Sie ihren allerdings nicht von Ihrer Eignung überzeugen – dafür ist Papier viel zu geduldig. Besser ist, Sie beschreiben, wie Sie Ihre Aufgaben angehen, damit er sich ein Bild von Ihrer Qualifikation machen kann. Suchen Sie sich also nach konkreten Beispielen, mit denen Sie ihre Kompetenzen untermauern können – und zwar nicht nur die Fachkenntnisse, sondern gerade auch die Soft Skills.

Formale Aspekte

Damit Ihrer Bewerbung Erfolg beschieden ist, müssen ganz grundlegend die Formalia stimmen: Für professionelle Korrespondenz – und was sonst ist eine Bewerbung? – gelten die Standards der DIN 5008, die mittlerweile fast schon weltweite Gültigkeit hat. Jeder Verstoß dagegen ist – gerade in konservativen Branchen – ein schwerer Fauxpas, der Ihre Bewerbung sofort ins Aus befördert.

Den gleichen Effekt haben Rechtschreibfehler: Am besten lassen Sie Ihre Bewerbung (und zwar die kompletten Unterlagen) von einer zweiten Person gegenlesen. Oder – kleiner Trick – Sie lesen sie selber rückwärts, denn dabei fallen Ihnen Fehler schneller auf.

Das Anschreiben sollte außerdem nicht länger als zwei A4-Seiten sein. Falls Ihr Text länger ist, überlegen Sie sich bitte bei jedem Argument, ob er ihre Bewerbung wirklich unterstützt. Wenn Sie alle Redundanzen streichen und nur die besten Gründe für Ihre Einstellung anführen, überzeugen Sie den Personaler am leichtesten.

Das Hauptkriterium ist aber die Individualität, und die beginnt mit der korrekten Ansprache Ihres Ansprechpartners im Unternehmen. Wird er nicht in der Stellenanzeige genannt, recherchieren Sie ihn bitte, denn die „Sehr geehrten Damen und Herren“ sind tabu.

Zur Individualisierung zählt außerdem, dass Sie die Bewerbung wirklich aufs Unternehmen zuschneiden – also Anschreiben UND Lebenslauf für jede Stelle neu schreiben. Schließlich soll der Personaler erkennen können, warum Sie sich gerade bei ihm bewerben und was Sie für genau diese Stelle qualifiziert. Wenn Sie das nicht tun, wirkt Ihr Anschreiben beliebig – und die Absage ist programmiert.

Inhaltliche Anforderungen

Um den Personaler zu überzeugen, warum Sie der richtige Kandidat sind, schilderst Sie ihm am besten, warum Sie sich ausgerechnet für diese Position bewerben: Was Sie am Unternehmen reizt und was Sie für Ihren künftigen Arbeitgeber einzigartig und so wertvoll macht. So wecken Sie das Interesse des Personalers – und seinen Wunsch, Sie kennenzulernen.

Damit Ihr Anschreiben gelingt, sollten Sie die folgenden Zutaten verwenden:

  1. Bezug herstellen: Falls es eine konkrete Stellenanzeige gibt, nimmt der erste Absatz Bezug auf die ausgeschriebene Stelle. Lassen Sie dabei subtil einfließen, dass Sie Ihre Hausaufgaben gemacht und sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben – etwa so:

    Mich reizt die Aufgabe, beim Marktführer für Fluxkompensatoren meine Erfahrung als Leiter der Qualitätssicherung einzubringen und so mithelfen zu können, den Marktvorsprung weiter auszubauen.

    Oder Sie holen den Leser dort ab, wo Sie sich zum letzten Mal begegnet sind – beispielsweise am Stand seines Unternehmens auf einer Personalmesse:

    …sicher erinnern Sie sich an unser Gespräch am letzten Dienstag. Ihre Ausführungen haben mich in meiner Absicht bestärkt, mich bei Ihnen zu bewerben…

    Vermeiden Sie dagegen bitte Floskeln wie “Hiermit bewerbe ich mich…” oder “Ihre Stellenanzeige hat mein Interesse geweckt…” – das sind nur leere Phrasen, die das Interesse des Personalers sofort schwinden lassen.

  2. Mit Stärken punkten: Der zweite Teil ist Eigenmarketing. Hier machen Sie klar, warum sie die richtige Besetzung für die Stelle sind. Nicht zu großspurig natürlich – aber selbstbewusst dürfen Sie schon mit Ihren Erfolgen umgehen:

    In meiner aktuellen Position verantworte ich die Umsetzung des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses in der Fertigung. Durch dessen konsequente Fortschreibung konnten die Produktivität um 30 Prozent gesteigert und die Kosten um 20 Millionen Euro gesenkt werden.

    Auch Ihre Soft Skills können Sie mit Beispielen hervorragend untermauern:

    In meiner jetzigen Position koordiniere ich die Arbeit von fünf Mitarbeitern. Ich sehe mich dabei als Teamplayer, der seine Leitungsaufgaben durch Motivation wahrnimmt. Meine Vorgesetzten beschreiben mich als loyalen Mitarbeiter, der flexibel auf verschiedenste Anforderungen reagiert, stets den Überblick behält und Menschen gut motivieren kann.

    Drei kurze Sätze, die den Personaler weitaus besser von Ihren Qualifikationen überzeugen als wenn Sie “Ich bin zuverlässig, belastbar und teamfähig” schreiben.

  3. Nutzen darstellen: Im dritten Teil stellen Sie die Verbindung zum Unternehmen her: Was immer Sie erwähnen – bisherige Aufgaben, Projekte, Führungsjobs – sie müssen zum Anforderungsprofil der Stelle passen. Fokussieren Sie sich auf jene Highlights des Lebenslaufs, die Sie zum idealen Kandidaten machen:

    Ich bin mir sicher, dass mich meine fünfjährige Erfahrung im Optimieren von Abläufen in die Lage versetzt, auch in Ihrem Unternehmen zahlreiche Kosten zu sparen und die Produktion kontinuierlich zu verbessern.

    Hier zählt nicht Masse, sondern Klasse. Vermeiden sollten Sie deswegen Nullnummern wie “Ich bin überzeugt, Ihren Anforderungen zu entsprechen.”

    Selbstverständlich können Sie diesen Teil mit den beiden anderen verweben und sind nicht starr an die Reihenfolge gebunden, wichtig ist nur, dass Sie einen Spannungsbogen in Ihre Bewerbung einbauen, der den Personaler konsequent zum letzten Punkt führt.

  4. Reaktionen provozieren: Nachdem Sie aufgelistet haben, was alles für Ihre Einstellung spricht, sollten Sie den Ball zum Personaler spielen. Bedanken Sie sich für sein Interesse – und fordern ihn zum Handeln auf:

    Weitere Fragen beantworte ich Ihnen selbstverständlich gerne im persönlichen Gespräch. Ich freue mich auf Ihre Einladung.

    Wenn Sie richtig selbstbewusst sind, können Sie das Heft aber auch gern in der Hand behalten:

    Diese Themen können wir natürlich gern im persönlichen Gespräch vertiefen. Ich rufe Sie nächsten Dienstag an, um einen Termin dafür zu vereinbaren.

    Hauptsache, Sie lassen sich nicht zu müden Formulierungen wie “Ich würde mich freuen, wenn Sie mich zum Vorstellungsgespräch einladen.” hinreißen.

Das gehört in den Lebenslauf

Der tabellarische Lebenslauf hat sich mittlerweile fast in der ganzen Welt durchgesetzt. In der Regel wird er nach zwei Kategorien gegliedert: Die erste ist die thematische Sortierung, die Ihre Karrierestationen etwa in Ausbildung und Berufserfahrung gliedern.

In den einzelnen Rubriken werden die Stationen dann chronologisch aufgereiht. Aktuell ist dabei die sogenannte amerikanische Gliederung üblich: Sie beginnen die Aufzählung mit der aktuellsten Position und arbeiten sich dann zeitlich bis zur Schulausbildung nach hinten durch.

Der Aufbau

Bestandteile des Lebenslaufs sind in der Regel (in dieser Reihenfolge):

  • Ihre persönlichen Daten: Geburtstag und -ort, dazu das Bewerbungsfoto. Nichts zu suchen haben hier Nationalität oder Religionszugehörigkeit. Diese Angaben sind außerdem nur im deutschsprachigen Raum und in Südeuropa notwendig. Im Rest der Welt sind sie tabu, um den Bewerber vor Diskriminierung zu schützen.
  • Eine Übersicht Ihrer Berufserfahrung: Dazu gehören Ihre bisherigen Positionen ebenso wie Praktika oder Studentenjobs, sofern Sie dort Qualifikationen für die ausgeschriebene Stelle erwerben konnten.
  • Angaben zu Ihrer Ausbildung: Dazu zählt der Schulabschluss, Ihr Hochschulexamen, eine mögliche Berufsqualifikation und etwaige Weiterbildungen. Wichtig ist, dass Letztere etwas mit der angestrebten Position zu tun haben – ansonsten sollten Sie auf deren Nennung verzichten.
  • Ihre Hobbys: Auch wenn sie nicht wirklich mit der Position zu tun haben, werden Sie von Personalern in der Regel gern gesehen. Wichtig ist auch die Nennung von Ehrenämtern – insbesondere, wenn Sie darin Erfahrungen gewannen, die Sie auch im Job nutzen können.

Bei der Lebenslaufgestaltung hat sich inzwischen durchgesetzt, dass links in der Tabelle die kalendarischen Daten der einzelnen Stationen stehen (also etwa “08/1999 – 07/2003″), rechts daneben dann die Beschreibung dessen, was Sie im jeweiligen Lebensabschnitt gemacht haben: Betonen sollten Sie dabei die Erfahrungen, die Sie besonders für die angestrebte Stelle qualifizieren, den Rest stellen Sie nur kurz dar. Bei Berufsanfängern sollte die Aufzählung der Karrierestationen eine Seite nicht überschreiten, mit zunehmender Berufserfahrung darf es gern mehr werden.

Weglassen sollten Sie allerdings keinen Karriereschritt – etwa, weil er nichts mit der künftigen Stelle zu tun hat. Gerade deutsche Personaler achten sehr darauf, dass Ihre Berufsbiografie lückenlos ist: Nicht erklärte Abschnitte wecken ihr Misstrauen und führen zu Nachfragen – oder katapultieren Sie ins Aus.

Über den Autor

Jochen Mai ist Gründer von Karrierebibel.de sowie Strategieberater und Geschäftsführer von GROWWW, einem Kölner Consulting-Unternehmen unter anderem für Social Media Excellence, Corporate Blogs und Wachstumskommunikation.

Hire me | Per Laufeinheit zum neuen Job

David Miller hat einen Traum – er würde gerne für die Fitness-Tracker Software Strava.com arbeiten. Um aus der Masse der Bewerber hervorzustechen hat er sich eine ganz besondere Aktion überlegt > er hat die Strava App genutzt um mittels einer 8,1 Meilen Laufeinheit die Worte “HIRE ME” auf die Stadtkarte von San Francisco zu “zeichnen”. Die ganze Story + Screenshot der Stadtkarte findest Du auf RunnersWorld.com. Bislang scheint sich noch niemand von Strava bei David gemeldet zu haben, aber ich gehe davon aus, dass David zumindest die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bekommen wird – Klasse Idee!

Der verkorkste Glassdoor Deutschland-Start

Die kalifornische Job-Community Glassdoor hat Ende letzter Woche eine deutsche Plattform gelauncht. Neben Stellenangeboten ist der besondere Twist an Glassdoor die Möglichkeit der Bewertung von Unternehmen, sowie die Aggregation von Gehältern, die Community-Mitglieder anonym auf der Plattform offenbaren können.

Glassdoor ist geradezu feudal finanziert, so haben 7 Investoren (u.a. Google und Benchmark) in satten 6 Finanzierungsrunden über 160 Millionen Dollar für das Wachstum der 2007 gegründeten Firma bereitgestellt.

Das Blog- & Medienecho für den Deutschlandstart fällt eher ernüchternd aus – Henner, Jan, Marcus, Eva und vor allem Stefan malen allesamt recht düstere Szenarien. Aber auch zurecht, so ist das offenlegen von Gehältern in Deutschland ja geradezu verpönt und kann flächendeckend ausgerollt einen wahren Flächenbrand verursachen. Wer liest schon gerne, dass das eigene Gehalt deutlich niedriger als das geschätzter Kollegen ist?

Ob das Ganze in Deutschland so gut wie in anderen Ländern funktioniert – I guess only time will tell… Ich glaube, dass GD es schwer haben wird gegen das sympathische Team von Kununu, die vor ziemlich genau zwei Jahren von XING gekauft worden und dort bereits vielerortens integriert sind. Bei der (möglichst objektiven) Bewertung von Unternehmen ist das wichtigste Kriterium ja immer noch die Anzahl entsprechender Bewertungen und die muss GD erstmal mühsam aufbauen.

Die deutsche Glassdoor Seite lädt auch nicht gerade zu übermässiger Interaktion ein. Teilweise dilettantisch lokalisiert und unendlich viel Schrott unter den dargebotenen Stellenangeboten. Mal schnell ne XML Schnittstelle andocken macht halt noch keine Jobbörse. Gerade die vielen fehlerhaft integrierten Jobs und Weiterleitungen auf Portale, die das Anschauen der Stellenanzeige erst nach Anmeldung erlauben, vermiesen den Spaß an der Jobsuche und vergraulen neugierige Jobsuchende.

Insgesamt ist man einfach ohne viel Liebe zu Werke gegangen – bis hin zu den AdWords Anzeigen, die bei einer Brand-Search nach “Glassdoor” den Titel “Glassdoor.de Offiziellen” haben… aha… auch die Anzeigen sind also wohl nur schnell-schnell lokalisiert worden.

Nicht umsonst fragt Eva, ob GD den Deutschlandstart nicht bereits total vermasselt hat. Meiner Meinung nach ein eindeutiges Ja – lieblose Lokalisierung, billig hingerotzte aggregierte Stellenanzeigen – mit so vielen Millionen hätte man das sicherlich sauberer exekutieren können. Das aktuelle GD braucht kein Mensch.

Kurzfilm-Tipp zum Jahreswechsel

Letzer Post für´s Jahr 2014 – abgefahren, dass dieser Blog 2015 das 10jährige (!) Jubiläum feiern darf! Ist zwar noch etwas hin – der erste Blogpost war 2005 Mitte August, aber ich hätte nie gedacht, dass dieser Blog jemals ein 10jähriges Jubiläum feiern würde.

Als letzten Post in diesem Jahr will ich auf einen grandiosen Kurzfilm hinweisen > Das Vorstellungsgespräch – surft rüber zur bloggenden Wollmilchsau und schaut euch diesen phänomenalen Film kurz an – dauert nur knapp 12 Minuten – lohnt sich in jedem Fall! Euch allen einen guten Rutsch und einen phänomenalen Start in ein erfolgreiches neues Jahr 2015!

Die goldenen Runkelrüben des Jahres

Die “Gewinner” der Goldenen Runkelrübe 2014 stehen fest. Herzlichen Glückwunsch an das Europäische Patentamt für ihr Stellengesuch nach einem “Direktor (m/w) Personaleinstellung und -entwicklung” – man beachte die Ironie #lol

Auch der dilettantische Versuch eines hippen Karriere-Videos der Volksbank Franken ist der Jury eine Würdigung wert gewesen. Sehr sehenswert für Bewegtbild-affine Personaler, die sehen wollen, wie man es am besten nicht machen sollte.