Marcus Tandler

Der Weg ist das Ziel

Olaf Kolbrück, seines Zeichens con-genialer Partner vom Spießer Alfons beim excellenten off the record Blog (gehört einfach in jeden gut-sortierten Feedreader!) hat gestern über eine recht ungewöhnliche, aber doch sehr kreative Form der Bewerbung gebloggt -> I walk for Dr. Peter Figge

Who the f*** is Peter Figge” wird sich jetzt bestimmt der ein oder andere von euch fragen -> Dr. Peter Figge ist seit fast einem Jahr der Vorstandscheffe von Jung von Matt, und eben diesen versucht Marcus Brown mit seiner ausgefallenen Aktion zu beindrucken. Marcus Brown, stilecht mit 60s-Hornbrille, sieht aus wie ein typischer Werber, und würde nichts lieber tun, als sein Knowledge eben jenem Peter Figge & der gesamten JvM Crew zur Verfügung zu stellen. Klar, ein Werber, der sich mit ner Standard Bewerbung nach DIN 5008 bei ner Kreativagentur bewirbt (bzw. bei DER Kreativagentur überhaupt…), hat wahrscheinlich ähnlich schlechte Chancen, wie Mr. Sarazin´s Bewerbung als Iman einer Moschee in Berlin-Neukölln… Daher hat sich Marcus dazu entschlossen die Strecke von München nach Hamburg, immerhin satte 800 km, zu Fuß zurückzulegen, und dies auch entsprechend via Blog, Twitter & Facebook zu dokumentieren. Bei seiner Ankunft in der Elbmetropole, wird er dann hoffentlich bereits von Grandmaster Figge mit offenen Armen und einem Schreibtisch im Hamburger Jung von Matt Büro erwartet – zumindestens kann man es ihm von Herzen wünschen! Wirklich eine saugeile Idee, und ich drücke Marcus die Daumen, dass er die Jungs & Mädels von Jung von Matt nicht nur mit seiner coolen Aktion, sondern auch seinen restlichen Fähigkeiten überzeugen kann!

Bad Jobs, Green Jobs & anderes Gebrabbel

Ok, schon etwas älter, aber sehr cool, was ich da gerade ausgegraben habe -> 11 Berühmtheiten, die mit 30 noch in einem ganz anderen Job gearbeitet haben -> Wußtet ihr, dass der gerade mal 1,61m große Schauspieler Sylvester Stallone, der ja gerade mit The Expandables das Action-Kino neu belebt, mit 30 noch in einer Sandwich-Bude Stullen geschmiert hat? Oder das Mao Tse-Tung mit 30 Jahren noch Rektor einer chinesischen Grundschule war? Er war zwar bereits ein aufsteiger Stern in der Kommunistischen Partei, aber noch musste er seine Brötchen als Rektor verdienen. Oh, und dann natürlich Jesus, der mit 30 noch ein Zimmermann war, bevor er sich dann anschickte die Welt zu verändern *hihi*

Ok, schnell weitermachen – gibt ja doch ne Menge Sachen, die ich schon die ganze Woche bloggen wollte, aber einfach mal wieder nicht dazu gekommen bin…

Zuallererst herzlichen Glückwunsch an die non-profit Nischen-Jobsuchmaschine Greenjobs.de, die gestern ihren zehnten Geburtstag gefeiert hat! Gute Sache!

Obwohl, laut Bild haben ja zwei Dresdner Ärzte die Job-Börse erfunden… Doofe Headline, aber das dahintersteckende Projekt sieht echt vielversprechend aus!

Jo von und zu Karriebibel hat 10 interessante Fakten über eMails im virtuellen Blog-Angebot – wußtet ihr, dass wer mailt öfter lügt? Das gabs auf der Karrierebibel ja schon mal vor knapp 2 Jahren zu lesen. Liegt halt wohl einfach daran, dass man dem anderen nicht gegenüber sitzt, und umso unpersönlicher eine Konversation ist, desto mehr wird halt auch geflunkert… Die Königsklasse der Unpersönlichkeit sind da ja die einschlägigen Online-Dating-Plattformen, wie mein persönlicher Favourit Neu.de, wo wohl am meisten geflunkert wird… q.e.d. *hihi*

Der Jochen hat heute übrigens noch nen zweiten recht interessanten Artikel gebloggt, und zwar auf seiner alten Heimat WiWo.de -> “Ups, das war jetzt peinlich” über das Überleben im Büro-Dschungel! Lesenswert!

Ebenfalls lesenswert -> das Interview mit Jan Kirchner vom Personalberater Blog Wollmilchsau auf dem Blog von Karriere.at. Echt gutes Interview rund um das Employer Branding durch Social Media (4 Punkte beim Bullshit-Bingo *check*) – und da kennt er sich ja aus, denn gerade die Jungs von atenta sind ja recht umtriebig & aktiv auf den diversen Social Media Plattformen.

Apropos Social Media -> Absoluter Lesebefehl für den Kienbaum Artikel auf Crosswater-Systems – nette Studie zur Arbeitgeber-Präsenz in privaten sozialen Netzwerken. In der Analyse sind wir Deutschen ja immer ganz weit vorne, nur Neues einfallen will uns halt nicht *LOL*

So, letzter Linktipp für heute -> ein paar nette Ergebnisse vom Trend Report Online Recruiting Schweiz 2010 – da wollte ich eigentlich genauer drüber bloggen, aber der Schweizer Markt ist ja nicht wirklich mein Prime-Target, daher hier nur der Link.

Realitätsfernes Gebrabbel & unangebrachte Tipps fürs Gehaltsgespräch

Lieben Dank erstmal für die vielen Glückwunsch-Kommentare & -Mails zum fünften Geburtstag meines kleinen JOBlogs!

In den letzten Tagen wurde ja viel über den Gesetzentwurf der Bundesregierung diskutiert, der nicht nur die Videoüberwachung nun offiziell verbieten will, sondern auch, dass Personaler “Informationen aus sozialen Netzwerken” nicht mehr in den Bewerbungsprozess einfliessen lassen dürfen! Was ist denn das für ein totaler & hirnverbrannter Mist? XING und LinkedIn sind Ausnahmen, weil dort ja auch ein beruflicher Aspekt vorhanden ist, aber dem Gesetz nach wäre es einem Personaler verboten bspl. das Facebook-Profil eines Bewerbers anzuklicken… Wie soll man denn sowas verbieten? Ich frage mich echt, wie Politiker, mit all ihren Experten und Experten-Gremien, die ihnen so zuarbeiten (für vieeeel Steuerzahler-Kohle…), überhaupt auf solche realitätsfremden Vorschläge kommen können?!? Politiker, die so nen Unsinn verzapfen, und damit ganz klar ihre Inkompetenz öffentlich kundtun, sollte man einfach aus dem Amt befördern! Thomas hat sich ebenfalls sehr eloquent (und kein bisschen weniger schockiert) zum Thema geäußert, und auch Tobias macht sich so seine Gedanken, wie man denn ein derartiges Bewerber-Screening in sozialen Netzwerken verhindern will.

Noch lächerlicher ist das nur noch das Frauen-Hygieneprodukt “summer´s eve“, die im US-amerikanischen Women´s Day Magazine Tipps geben, wie man als Frau am besten nach einer Gehaltserhöhung fragt… Oooooook – wirklich die bescheuertste Cross-Promotion, die ich seit langem gesehen habe, aber jetzt wissen wir, dass sich Frauen als allererstes am Morgen ihren Intimbereich waschen sollten, bevor sie entsprechend später im Büro nach einer Gehaltserhöhung fragen… Ich hoffe inständig, dass die zuständige Werbeagentur mittlerweile gekickt, und außerdem auch das Office derselbigen bis auf die Grundmauern niedergebrannt wurde, so dass kein Kunde mehr derart peinliche Werbeanzeigen schalten muss… *Brrr* ist das schrecklich…

Ebenfalls lustig, aber diesmal kein peinlich berührtes Lächeln, sondern wirklich HaHa-Funny ist der neue Comic von Oatmeal -> “Why working from home is both awesome and horrible” … sehr geil *hihi*

Oh, übrigens – jemand von euch schon mit dem Google Unemployment Index gespielt? Sehr spannende Angelegenheit! Google kann ja bspl. mittlerweile Grippe-Epidemien vorhersagen – einfach indem man ein genaues Auge auf diverse Suchanfragen hat, die mit einer Grippe-Erkrankung einhergehen. Kommt es also in einer bestimmten Region zu einer vermehrten Anzahl an bestimmten Suchphrasen (“Grippe Medikamente” oder dergleichen), kann man ja davon ausgehen, dass sich dort derzeit eine Grippewelle ausbreitet. Und so funktioniert das Ganze auch beim Unemployment Index, der Begriffe wie bspl. “unemployment“, “unemployment benefits” (das Ganze funktioniert derzeit für Suchabfragen aus dem US-amerikanischen Raum) und dergleichen auf dem Radar hat. Wirklich spannende Sache!

Noch zwei weitere Linktipps, die ich euch nicht vorenthalten will -> “9 Jobs Most Men Would Die For” und “Nachwuchsgewinnung schon im Kindergarten?” im Recrutainment-Blog. Und zu guter letzt noch ein Tipp für euren RSS-Reader -> der justBlog von justHuman, einer Münchner Personal- und Unternehmensberatung, die ich gestern persönlich kennenlernen durfte. Nette Jungs & Mädels, und ein excellenter Blog – nettes Futter für jeden gutsortierten RSS-Reader!

5 Jahre JOBlog

Unglaublich, aber wahr -> mein kleiner JOBlog ist gestern 5 Jahre alt geworden! Am 22. August 2005 (!) gab´s den ersten Post hier, und dem sind bis heute 629 weitere Posts und 2.300 Kommentare gefolgt. Das ist nicht besonders viel, vor allem, wenn man die Anzahl meiner publizierten Posts, mit denen vom Bewerberblog oder auch der Karrierebibel vergleicht, aber der JOBlog ist und bleibt halt nur mein Hobby!

Mittlerweile ist die JOBlog-Familie ja auch enorm gewachsen, so betreibe ich ja seit 2008 mit Stellenanzeigen.net eine eigene Meta-Jobsuchmaschine, und außerdem noch das Bewerbungs-Portal Bewerbung.net. Auch das JOBlog Forum entwickelt sich schön, und gibt Leuten die Möglichkeit Fragen zu Bewerbung & Lebenslauf direkt zu im Forum zu stellen.

Generell finde ich es sehr schön, wie sich auch die ganze Job-, Karriere- und Personalmarketing Blogosphäre entwickelt hat, so gab es damals ja lediglich Grandmaster Kenks Crosswater-Systems, aber mittlerweile eine ganze Herscharr von Bloggern!

Das Personalberater Blog Wollmilchsau, Svenja Hofert´s Karriereblog, Bernd Schmitz´s Multimediablog, der Recrutainment Blog von Cyquest, Thorsten´s BlogAboutJob, Eva´s Online-Recruiting.net, Henner´s Personalmarketing2Null, Faktor Talent, Simone´s BerufeBilder.de, den bereits erwähnten BewerberBlog, Tom´s Spirofrog Blog, den Blog von Prospective aus der Schweiz, Digital-Employer-Branding.de, und natürlich last but not least der neue Job-Alphablogger Jo mit seiner excellenten KarriereBibel, die sowieso bestimmt jeder von euch im Feedreader hat!

Und auch die Jobbörsen bloggen mittlerweile -> Go! Jobware, Experteer, und natürlich JobScout24, auch wenn dort nur noch Belanglosigkeiten gebloggt werden, und man scheinbar nur bemüht ist das Bild aufrecht zu halten, dass bei JobScout der letzte noch nicht das Licht ausgemacht hat…

Aber wirklich schön, wie sich diese Blogger-Nische in den letzten 5 Jahren entwickelt hat! Ich bin gespannt, wie das Ganze in weiteren 5 Jahren aussieht, und hoffe, dass ich am 22.August 2015 “10 Jahre JOBlog” bloggen kann *hihi*

Lieben Dank liebe Leser, dass ihr mir nun seit 5 Jahren die Treue haltet! In diesem Sinne *Prost* auf die nächsten 5 Jahre!

Wer hat die zufriedensten Kunden?

Die Profilo Jobbörsen-Studie überrascht immer wieder mit tollen Ergebnissen, so hatten wir ja erst vor kurzem Grandmaster Kenk in einem Gastbeitrag hier im JOBlog ein paar Ergebnisse hinsichtlich der Suchqualität der diversen Online-Jobbörsen geteilt.

Heute hab ich einen neuen interessanten Happen, der am 18.Oktober erscheinenden Studie, gefunden -> eine Auswertung, wieviele Bewerber letztendlich eingeladen bzw. später eingestellt wurden, je nachdem bei welche Online-Jobbörse die Stellenanzeige geschaltet wurde >>

Profilo Übersicht

Die großen 6 Online-Jobbörsen, schenken sich wie erwartend nicht viel, nur das Sorgenkind JobScout24 hat mal wieder die eindeutig schlechtesten Werte, so wird laut der Studie gerade mal jeder fünfte über JobScout24 kommenenden Bewerber am Ende eingestellt – ein mageres Drittel gegenüber dem Wert vom Jobpiloten! Da bei dieser Studie ja Kunden der entsprechenden Online-Jobbörsen abstimmen durften, sieht man auch recht deutlich, dass weit weniger Kunden JobScout24 überhaupt bewertet haben. Es sieht so aus, als würde JobScout24 durch diesen Kundenschwung auch bald ganz aus der Top 6 rausfallen, und damit dann auch wohl ganz aus dem relevant set verschwinden…

Lustigerweise hat der Jobpilot bessere Ergebnisse als das Monster, obwohl Monster ja vor einer halben Ewigkeit bereits Jobpilot gekauft & assimiliert hat – wieso Kunden immer noch auf Jobpilot schwören, obwohl die Plattform nur noch eine mehr oder weniger schicke Landingpage ist, ist ein wenig rätselhaft, aber die Kluft zwischen Jobpilot und Monster bestand ja schon immer, so dass das Monster auch nie den Schritt vollzogen hat, den Jobpiloten komplett zu assimilieren, und auch die Marke platt zu machen!

Oh, und nicht vergessen noch beim Jobware-Gewinnspiel mitzumachen! Jobware ist nämlich nun auch ganz neumodisch auf Facebook präsent, und verlost in diesem Zuge ein niegelnagelneues iPad!

Endlich wieder Montag…

Happy Monday

Zufälle gibt´s …

Ja Ja Ja… was für ein Zufall -> am Dienstag stell ich noch die Frage, ob JobScout24 mittlerweile aufgegeben hat, und bringe als “Beweis” hierfür u.a. hervor, dass auf dem JobScout´sche Blog sein nunmehr 6 Wochen kein neuer Artikel mehr erschienen ist… Prompt gibt´s zwei Tage später nen neuen Artikel *LOL* … und sogar von niemand geringerem, als dem “Vice President Marketing and Product Management” Karten B. persönlich! Klingt toll, aber in Wirklichkeit (wie schon im vorangegangenen Artikel prognostiziert) gibt´s halt wohl niemanden, der sich sonst darum kümmern könnte… wie ein General ohne Armee steht der Herr Vice President derzeit wohl ziemlich alleine da…

Weniger traurig, aber vielmehr lustig, ist der Artikel auf BILD.de zur BND Agenten Affäre, so haben gleich mehrere ehemalige BND Agenten auf XING nach neuen Herausforderungen gesucht, und entsprechende Referenzen dort für jeden ersichtlich aufgeführt. Auch heute finden sich noch diverse ehemalige Bundesnachrichtendienstler auf XING (einfach mal nach “BND” als ehemalige Firma suchen), denen jetzt teilweise wohl harte Konsequenzen drohen. Gegen das Wikileaks Desaster (also aus Sicht diverser Regierungen) ist das natürlich nichts, aber dennoch lustig, wie unbedacht manche Leute vorgehen, obwohl man von ihnen als ehemalige BND-Mitarbeiter wohl ein diskreteres Vorgehen erwartet hätte.

Und dann noch ein abschließender Linktipp -> Der e-sourcer von den Jungs, die unsere deutsche Recruitinglandschaft bereits mit JobTweet bereichert haben. Gute Sache!

Hat JobScout24 aufgegeben?

Soooo… wieder gut erholt (dem Hexenschuß geht es schon viel besser!) & braun gebrannt musste ich bei meinem gestrigen Recap des Verpassten doch wirklich lesen, dass das Monster nun mit T-Online.de gemeinsame Sache macht, und nun nicht mehr JobScout24 die T-Online´sche Jobsuche betreibt!

Das ist schon eine mords News! Wieso? Anno 2003, da arbeitete ich selber noch bei JobScout24, wurde die gesamte Scout24-Gruppe von T-Online übernommen. Seitdem ist bei der Scout ziemlich viel passiert (so wurde ja bspl. der erfolglose ElectronicScout und TravelScout mittlerweile verramscht etc.), aber auch bei T-Online hatte man mehr und mehr das Gefühl, dass diese Aquisition damals auf dem Papier wohl deutlich besser aussah… immerhin ist die Scout-Gruppe zwar ein netter und umsatzbringender Asset, aber gegen das Access Geschäft, also das verticken von DSL-Anschlüssen, ist der Scout-Umsatz gerade mal ein zartes Pflänzchen…

Dennoch haben die einzelnen Scouts sicherlich gut von der Mutter profitiert, T-Online ist ja immerhin eine der größten & meistbesuchten Seiten im deutschen Internet, und somit genug Jobsuchende, denen man JobScout24 schmackhaft machen konnte.

Aber nun regiert dort das Monster, und bis auf einen statischen Link unter den T-Online´schen Marktplätzen (der ist natürlich nichtsdestotrotz sehr cool!), ist nix mehr von JobScout24 auf T-Online zu sehen! Wieso wird nicht die “eigene” Jobbörse promoted, sondern lieber das Monster?

Ich kann mir das eigentlich nur eine einzige Art zusammenreimen… -> Hat JobScout24 nun offiziell aufgegeben?

Das Suchmaschinen-Marketing via Google AdWords bspl. läuft ja schon seit längerem auf einem eher homöopathischen Niveau, so wurden die Ausgaben dort extrem zurückgefahren, wie ihr auf dem folgenden Graphen gut erkennen könnt ->

JobScout24 SEM Bemühungen
(via Sistrix Toolbox)

Auch auf dem JobScout24 Blog wurde seit knapp 6 Wochen (!!) nichts mehr geposted…

Aber wenn man bedenkt, wieviele Mitarbeiter in der letzten Zeit entlassen wurden, liegt der Schluß nahe, dass nun einfach niemand mehr an Bord ist, der noch ansatzweise Zeit für solche Spielereien hätte…

Bei dem Deal mit T-Online wird wohl Interactive Media, dem Vermarkter von T-Online.de, ein attraktives Angebot von Monster vorgelegen haben, was JobScout24 nicht mehr bereit war entsprechend zu matchen – und da auch Interactive Media auf seine Umsätze schauen muss, und sich nicht für solchen Online-Jobbörsen-Roadkill interessiert, wurde JobScout24 dann kurzerhand vom Portal gekickt und das Monster freudestrahlend in Empfang genommen…

Es scheint so, als würde in der Rosenheimer Straße versucht die Braut noch ein wenig aufzuhübschen, und durch knallharte Konsolidierung, Reduzierung der Mitarbeiter, und eine rigorose Sparpolitik das Ergebnis doch noch in die schwarzen Zahlen zu pushen. Wirklich keine einfache Aufgabe… und vor allem -> was dann? Gesundschrumpfen und hoffen die Krise, die mittlerweile keine mehr ist, nur irgendwie zu überstehen… ?! Durch das hervorrragende SEO, dass die letzten Jahre dort betrieben wurde, kommen ja doch noch ein paar neue Jobsuchende auf die Plattform, aber auch hier ist konsistenz angesagt, und derzeit scheint kein SEO mehr an Bord zu sein, der dem wohl mittlerweile überforderten Marketingverantwortlichen den Allerwertesten retten könnte. Gerade Online-Jobbören haben ja so gut wie keine Customer-Loyalty, und sind darauf angewiesen Tag für Tag neue Jobsuchende auf die Stellenanzeigen der Kunden zu leiten – ohne Budget wirds da schwer, und nur mit guten organischen Positionen & dem daraus resultierenden Traffic allein, wird sich auch kein Kunde mehr zufriedenstellen lassen…

Wenn also schon die Mutter, also T-Online, das scheinbar leck geschlagene Schiff nicht mehr retten will, wer dann?

Halte durch Scouty!!

Jobbörsen-Test durch Nutzer-Umfrage: Suchqualität ist noch verbesserungsfähig

Gastbeitrag von Gerhard Kenk / Crosswater-Systems

Stellensuchende beurteilen Jobbörsen und Jobsuchmaschinen nicht nur nach dem äußeren Erscheinungsbild und den umfangreichen Informationen, die für ihren nächsten Karriereschritt wichtig sind. Immer mehr legen Nutzer auch Wert auf eine hohe Qualität der Suchergebnisse. Eine qualitativ gute Trefferliste spart Stellensuchenden viel Zeit bei ihren Bewerbungskampagnen und verhindert zudem, dass angesichts vieler nicht relevanter Treffer eine gute Karrierechance übersehen werden könnte. Für Arbeitgeber steigt bei einer guten Suchqualität die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Stellenanzeige nicht im Heuhaufen vieler irrelevanten Anzeigen verborgen bleibt.

Jobbörsen haben im Laufe der Jahre ihre Suchmöglichkeiten verfeinert und ausgebaut. So ist es durchaus üblich, Stellenangebote nach differenzierten Branchen und Tätigkeiten zu suchen, die Hierarchiestufe einer Tätigkeit kann abgefragt werden ebenso wie die Arbeitsvertragsart nach einer permanenten oder zeitlich befristeten Stelle. Jobsuchmaschinen hingegen setzen oft einfache Kriterien ein: Stellenbezeichnung (was) und Arbeitsort (wo).

Entscheidend für die Qualität der Suchergebnisse ist einerseits die Präzision der exakten Suche, darüber hinaus gewinnt die semantische bzw. assoziative Suche an Bedeutung. Die exakte Suche nach Software Ingenieur bzw. Image Processing liefert nur Treffer, die diese Begriffe beinhalten. Die assoziative Suche würde darüber hinaus auch Treffer anzeigen, die auf Computer Programmierer bzw. Bildverarbeitung zutreffen. Insbesondere bei der Berufs- und Tätigkeitsbeschreibung müssen gute Jobbörsen und Jobsuchmaschinen Schwerstarbeit verrichten und in der Lage sein, Assoziationen herzustellen.

Beispiele:

  • Sommelier, Weinober
  • Maitre d‘ , Empfangschef
  • Rezeptionist, Empfangsmitarbeiter
  • Projektleiter, Immobilien-Projektentwicklung, Software-Entwicklung, Bauingenieur
  • Kaltmamsell, Sandwich Artist
  • SMS-Guru, Experte
  • Black-Belt Consultant, Organisationsberater
  • Finanzbuchhalter, Debitoren-/Kreditoren-Kontrolle
  • Devisenhändler, Foreign Exchange Trader
  • Büro-Assistentin, Girl Friday

Im Gegensatz zu einer analytischen Betrachtungsweise ist das subjektive Empfinden, die persönliche Einschätzung der Stellensuchenden über die dargebotene Suchqualität wesentlich für die Qualitätseinschätzung einer Jobbörse. Typische Kritikpunkte der Stellensuchenden bei der Beurteilung der Suchqualität sind:

  • Treffer, die im Vergleich zum Suchbegriff ungenau bzw. nicht passend sind
  • Hierarchiestufe einer gesuchten Tätigkeit stimmt nicht mit der angezeigten Stellenanzeige überein (Suche nach “Vorstand” liefert Treffer als “Sekretärin für den Vorstand”)
  • Gleiche Stellenanzeigen, die aus mehreren Quellen stammen, werden mehrfach angezeigt (keine Duplikatskontrolle)
  • Verschlagwortung einer Stellenanzeige ist ungenau (Die Postanschrift eines Arbeitgebers in der Robert-Koch-Straße hat nichts mit dem Beruf “Koch” zu tun)
  • Fehlende Assoziationen bei der Tätigkeitsbeschreibung (Astronom bzw. Gastronom, Sommelier bzw. Weinober)
  • Ungenaue geographische Zuordnung bei der Umkreissuche
  • Trennung zwischen Vollzeit-Stelle und Teilzeit-Job wird nicht berücksichtigt
  • Stellenangebote von Zeitarbeitsfirmen verwässern die Trefferliste, Kandidaten bevorzugen die direkte Nennung des Arbeitgebers
  • Aktualität der Stellenanzeige – fehlendes Publikationsdatum bzw. überalterte Stellenangebote

Einige qualitätsbewusste Jobbörsen führen vor Publikation einer Stellenanzeige eine manuelle Verschlagwortung durch. Diesen Qualitäts-Luxus können sich Jobsuchmaschinen nicht immer unbedingt leisten. Ihr Prozessmodell basiert auf dem automatischen Scannen von Stellenanzeigen auf Firmen-Karriere-Webseiten – dabei müssen die im HTML- bzw. XML-Text codierten Schlagworte ausreichen, die eventuell noch durch eigene Algorithmen der Crawler-Software aufgepeppt werden.

Im Rahmen der Online-Umfrage von Crosspro-Research.com sind in der Zeit von Oktober 2008 bis Juli 2010 über 9.000 Stellensuchende befragt worden. Ihre Einschätzung der Suchqualität von Jobbörsen und Jobsuchmaschinen ist in nachstehendem Diagramm zusammengefasst.

Die Suchqualität der Jobbörsen und Jobsuchmaschinen wurde im Durchschnitt mit 2,06 bewertet, also geringfügig unter dem Mittel der Bewertungsskala von 1 (=sehr gut) bis 4 (=überhaupt nicht gut). Auffallend ist das relativ gute Abschneiden der Jobsuchmaschinen in der subjektiven Einschätzung der Stellensuchenden: 7 Jobsuchmaschinen wurden besser als der Durchschnitt bewertet. Diesen Zahlen liegen insgesamt 9.321 Bewertungen zugrunde. Dabei sind 8.246 (=88.4%) Bewertungen für Jobbörsen und Jobsuchmaschinen berücksichtigt worden, die jeweils mindestens 30 oder mehr Bewertungen erhalten haben.

Die Jobbörsen-Nutzer-Umfrage (www.crosspro-research.com) wird als Gemeinschaftsprojekt von Crosswater Job Guide Ltd. und PROFILO Rating-Agentur GmbH durchgeführt.


Abbildung: Einschätzung der Suchqualität von Jobbörsen und Jobsuchmaschinen
(Quelle: Crosspro-Research.com Nutzer-Umfrage 2010-07)
Legende: blau = Jobbörse, orange=Jobsuchmaschine

Gerhard Kenk ist Betreiber des Portals Crosswater-Systems und langjähriger Beobachter der e-Recruiting-Branche. Vielen Dank Gerhard für Deinen Gastbeitrag!

Kreatives Luft ablassen

Da ich gestern einen kleinen Unfall hatte, und nun einen ziemlich krassen Hexenschuss habe, werde ich die Woche offline sein, um mich entsprechend horizontal wieder auszukurieren…

Dennoch will ich euch nicht vorenthalten, was passieren kann, wenn man seinen Designer ärgert *hihi* ->

Haha
(via BusinessPundit)

Click HR to find out how badly you fucked up

In diesem Sinne euch allen eine unfallfreie & erfolgreiche Woche!