Marcus Tandler

Job dank Bombendrohung

Gerade bei Focus Online entdeckt… sach ma, geht´s noch?? Im Sommer 2003 legte eine damals 27jährige Studentin den gesamten Düsseldorfer Flughafen (sowie die umliegenden Straßen etc) für über 6 Stunden lahm! Und wieso? Weil sie nicht mit Ihrem Freund in Urlaub fliegen wollte… Bitte was?? Wie kommt man denn auf so eine Schnappsidee?? … naja, wie auch immer – auf jeden Fall wurde die mittlerweile 31jährige Anfang diesen Monats dazu verurteilt die 200.000 Euro enstandenen Schaden als Schadensersatz zu entrichten.

Und jetz kommt der eigentliche Hammer -> Die Julius Cronenberg oH (heißt das nicht eigentlich oHG?), Hersteller von Fahnenmasten, Zäunen, Wegsperren, Türdichtungen für den Fachgroßhandel und was weiß ich noch alles, hat nun eben dieser Bombendroherin einen Job angeboten!! Und das mit der simplen Begründung:

Sich eine Bombendrohung zu überlegen, um nicht mit dem Freund in Urlaub fahren zu müssen, ist durchaus kreativ

Das meint zumindestens der Firmenchef… Kreativ?? Ich würde dieses Verhalten ganz sicher nicht als Kreativ einstufen, sondern eher als Egoistisch, Verantwortungslos oder gar Geistesgestört! Nur um nicht mit dem Freund in Urlaub fliegen “zu müssen” eine Bombendrohung fingieren? Auf so ne Idee kann man doch ohne Drogen oder zumindestens eine ausgeprägte soziopathische Neigung garnicht kommen, oder?

Naja, was weiß ich, was bei dieser Firma für persönliche Werte gefragt sind – vielleicht braucht es auch einfach eine derartig makabere Kreativität um Türdichtungen für den Fachgroßhandel herzustellen…? Herzlichen Glückwunsch auf jeden Fall an diese Firma für die wohl dümmste PR-Aktion dieses Jahres!

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6 Reaktionen zu “Job dank Bombendrohung”

  1. Hallo Marcus

    Diese Geschichte mit der Verurteilung habe ich auch in einer Sendung verfolgt und das beste kommt erst noch. Die Schulden sollen bis zu 400000 € betragen und Sie kann diese nicht in einem privatem Insolvenzverfahren loswerden, da es sich hierbei um eine Straftat handelt und daher es nicht möglich ist, diese Schulden wieder loszuwerden. Ich glaube, da muss Sie 30 Jahre warten und wenn Sie jetzt einen Job bekommt, muss Sie eh alles über 950 € pfänden lassen. Je nachdem wie hoch Ihre Pfändungsgrenze liegt. Echt zu doll das Ganze.

    Klixi am 18. June 2007 um 15:40 Uhr
  2. Super kreativ. Eine tolle Idee, nur an der Ausführung hapert es. Thema Rufnummerübermittlung… Ich fände es besser, wenn sie die nächsten 30 Jahre auf dem Flughafen den Boden putzen dürfte!

    Markus am 18. June 2007 um 23:05 Uhr
  3. Der Firma ging es sicher nicht um die Dame, sondern nur um die eigene PR. Naja, wie will man sonst auch mit Fahnenmasten und Türgummis in die Schlagzeilen kommen… Der Plan schein ja geklappt zu haben.

    Marek am 19. June 2007 um 14:33 Uhr
  4. >>Auf so ne Idee kann man doch ohne Drogen oder zumindestens eine ausgeprägte soziopathische Neigung garnicht kommen, oder?

    corny am 23. June 2007 um 23:09 Uhr
  5. Aha, und deswegen soll die Frau jetzt verhungern, oder was? Auf ner Firma rumtrampeln, die so jemand eine Chance zur Resozalisierung gibt, ist tiefstes BLÖD-Zeitungs-Niveau.

    Joachim Fuchsberger am 25. June 2007 um 08:40 Uhr
  6. Ich finde es geschmacklos.

    Wo bleibt hier Ethik und Moral?

    Ganz sicher sollten irgendwo bei jedem Menschen natürlich Grenzen gezogen sein, aber sollte so etwas nicht in der Kinderstube vermittel worden sein?

    Ganz sicher in diesem Fall nicht.

    Nachzuholen ist so ein Defizit ganz sicher nicht.

    Schade. Schade, dass so etwas nicht geht.

    Schade für die Menschheit.

    Liebe Grüße!

    Andreas Herrmann am 13. November 2007 um 01:40 Uhr

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