Marcus Tandler

AdWords für… ähh… von Anfängern

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich ja offen die Frage gestellt, ob JobScout24 mittlerweile aufgegeben hat, und habe als Hinweis unter anderem angeführt, dass JobScout24 kaum noch AdWords Werbung schaltet. Wieso PPC so wichtig für eine Jobbörse ist? Ganz einfach -> es gibt kaum Loyalty einer Online-Jobbörse gegenüber, man sucht halt nur dann nach Stellenangeboten, wenn man auch wirklich auf Jobsuche ist – that´s it! Die einzig loyalen Besucher wiederum sind eher “nicht so attraktive” Nutzer, wie bspl. die Herrschar arbeitsloser Kraftfahrer, die verzweifelt auf jeder Online-Jobbörse aktiv sind, aber für die es nun einmal kaum Stellenangebote gibt…

Man muss also Tag für Tag neue Besucher auf die Plattform bekommen, und das das geht einfach am besten mit Pay-per-Click Marketing! Vor allem, weil man so auch ganz genau steuern kann, welche Art Jobsuchenden man letztendlich auf die Plattform locken will. Und damit wären wir auch schon beim Thema -> JobScout24 hat nämlich endlich wieder seine Traffic-Maschinerie angeworfen, und bucht mittlerweile wieder auf dem Niveau vom Juli letzten Jahres! Aber wie halt… schauen wir doch einmal kurz, was JobSocut24 denn so für Jobs anbietet ->

LOL … toll gemacht Jobscout! Das muss aber nicht heißen, dass JobScout explizit die Keyword-Kombo “Jobs Putzfrau” eingebucht hat, sondern wie´s aussieht, wird hier vielmehr “Jobs” in broad-match gebucht – sprich jedwede Kombination von “Jobs” – ein Segen für Google, denn hier verdienen sie am schnellsten das meiste Geld, aber eigentlich ein absolutes No-Go versierter Online-Marketer, denn der Streuverlust ist einfach viel zu groß! Eigentlich sollte man ja nur Keyword-Kombinationen buchen, wo auch am meisten Stellenanzeigen vorhanden sind, bzw. Kunden, die umbedingt zufriedengestellt werden wollen! Aber kein Problem bei JobScout, denn Dilettantismus geht noch weiter, so werden nämlich sämtliche Clicks auf die Startseite geleitet! Eine Weiterleitung direkt auf die entsprechende Suchergebnisseite wäre ja bestimmt weit besser, auch wenn sich gerade bei einer Suche nach “Putzfrau” leider nur zwei Stellenanzeigen finden… aber dafür noch lustige Anzeigen, wie bspl. für einen Verkaufsfahrer für Eismann, oder auch für “examierte Kranken- und Intensivschwestern”. Da freut sich bestimmt auch der Kunde Eismann, das seine Stellenanzeige bei so einer Suchanfrage ausgespielt wird *hihi*

Ok ok, Monster bekleckert sich ebenfalls nicht gerade mit Ruhm bei der AdWords-Werbung, auch hier liegt der Verdacht nahe, dass nur auf broad gebucht wird, aber beim Monster ist das eher Strategie, nämlich bei jeder Suchanfrage im Bereich Jobs & Stellenangebote ganz oben zu stehen, und den Brand entsprechend breit rauszublasen! Als Marktführer darf man das schon mal, aber nicht als mittlerweile zweitklassige Jobbörse…

Wie schon öfters erwähnt, fühle ich mich der Scout-Gruppe und JobScout24 ja durchaus verbunden, aber es ist einfach traurig anzusehen, was für Auswirkungen Fehlbesetzungen in Schlüsselpositionen haben können. Ein Marketingleiter ähh… entschuldigung Vice President Irgendwas & Irgendwie, der unter seiner Marketing-Regentschaft so einen Scheiß approved dem sollte man statt Marketing-Budget lieber Monopoly Spielgeldscheine in die Hand drücken!

Ich verstehe auch nicht, wie überhaupt jemand in der Organisation so etwas durchwinken kann – man muss ja nur mal ein paar Keywords durchgehen, und durch die Bank finden sich einfach eklatante Fehler. Wie bspl. auch in der AdCopy ->

IT Anzeige

Das ist billige Dynamic-Keyword-Insertion, die gerade bei dieser Keyword-Kombo nur noch lächerlich ist…

Wie gesagt, ich würde liebend gerne mal wieder etwas positives über JobScout24 schreiben, aber die Fehltritte sind einfach immer wieder wunderschöne Anschauungsbeispiele dafür, wie man heutzutage gerade nicht vorgehen sollte…

Da lobe ich mir doch den Laufbahner, denn der ist mal ganz andere Wege gegangen, und hat eine Litfaßsäule in der Münchner Innenstadt zum Leben erweckt. Wirklich eine lustige Idee! Schaut euch eifnach mal das Video dazu auf YouTube an – sehr lustig!