Marcus Tandler

Arbeit tötet! Jedes Jahr 2 Millionen Tote!

Ich habe gestern ein ziemlich lustiges Flugblatt der APPD (Anarchistische Pogo Partei Deutschlands) in die Hände gedrückt bekommen… Ich habe mich derart amüsiert, dass ich euch den Inhalt nicht vorenthalten will! Wirklich interessante Thesen, die die APPD hier aufstellt :-)

Die APPD warnt schon seit Jahrzehnten unermüdlich vor den fatalen Folgen des Arbeitswahns. Nun hat auch die internationale Arbeitsorganisation (ILO) bestätigt: Arbeit tötet!

Jedes Jahr sterben nach Angaben der ILO weltweit rund zwei Millionen ArbeitnehmerInnen allein durch arbeitsbedingte Unfälle und Krankheiten – das sind mehr als 5.000 Todesopfer pro Tag! Zum Vergleich: bei den Anschlägen auf das World-Trade-Center am 11.September 2001 in New York starben insgesamt rund 3.000 Menschen. Obwohl arbeit also täglich wesentlich mehr Todesopfer fordert als schlimmste Terroranschläge, ist sie in Deutschland – anders als etwa Schwarzfahren oder Falschparken – nach wie vor völlig legal.
Neben riseigen Leichenbergen produziert die Arbeit aber auch ein Millionenheer von Kranken und Schwerverletzten – von den immensen Belastungen für unsere Krankenhäuser und unser Gesundheitssystem ganz zu schweigen. Jedes Jahr werden bei der Arbeit mehr Menschen verwundet als in den schlimmsten Bürgerkriegsgebieten.

Rund 270 Millionen ArbeitnehmerInnen erleiden jährlich Arbeitsunfälle – das entspricht in etwa der Einwohnerzahl der USA.

Besonders schlimm: Die tödlichen Folgen der Arbeit treffen bereits unsere Allerkleinsten. Nach Angaben der ILO sterben jedes Jahr 12.000 Kinder an den Folgen von Arbeit – davon viele in den sogenannten “Entwicklungsländern”. Doch auch in Deutschland sieht die Situation nicht viel besser aus: pro Jahr gibt es hier rund eine Million Arbeitsunfälle, davon circa 20.000 mit besonders schweren Verletzungen, und bis zu 1.000 weitere enden sogar tödlich. – Zum Vergleich: aufgrund Aids sterben in Deutschland jedes Jahr nach offiziellen Angaben rund 500 Menschen. Selbst an Aids sterben also wesentlich weniger Menschen als an Arbeit!

Für den Heidelberger APPD-Gesundheitspolitiker Erik Vogel, der bei der Bundeswehr und bei seinem Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein eine fundierte, erstklassige medizinische Ausbildung genossen hat, sind diese alarmierenden, erschreckenden Zahlen eine klare Bestätigung der pogo-anarchistischen Arbeits- und Gesundheitspolitik.

Arbeit ist kein harmloses Freizeitvergnügen!

Arbeit ist keineswegs eine harmlose Freizeitbeschäftigung, wie viele Leute immer noch meinen und wie uns das die BRD-Staatspropaganda immer wieder weismachen will – Arbeit ist Scheiße, denn Arbeit tötet! Arbeit bringt seit jeher Tod, Leid und Elend über die Menschheit. Ohne Arbeit müßten pro Jahr 2 Millionen Menschen weniger sterben. Das ist kein Pappenstil!

Und eine Million weniger Arbeitsunfälle in Deutschland würde außerdem auch noch ganz nebenbei unser angeschlagenes Gesundheitswesen praktisch über Nacht sanieren. Denn wer keine Arbeit hat – kann logischerweise auch keine Arbeitsunfälle haben. Und fällt damit auch nicht mehr unnötig unserem Gesundheitssystem zur Last!

Nächste Bundestagswahl: APPD wird Arbeitsterror radikal bekämpfen!

Allein die APPD habe dies klar erkannt und wird die Arbeit deshalb nach der nächsten erfolgreichen Bundestagswahl offiziell abschaffen – dann werden nur noch diejenigen Menschen weiter arbeiten, die dies auch wirklich ausdrücklich wünschen. Die bereit sind, für ihre Arbeit auch ihr Leben zu geben und auf dem Schlachtfeld ihres Arbeitsplatzes den Heldentod zu sterben. Für sie werden wir eigens den traditionsreichen DDR-Ehrenorden “Held der Arbeit” wieder einführen, sowie offizielle Staatsbegräbnisse und ergreifende Trauerfeiern für die Hinterbliebenen organisieren.

… ohne Worte :-)

Mehr? -> APPD München

7 Reaktionen zu “Arbeit tötet! Jedes Jahr 2 Millionen Tote!”

  1. Das ist ja ein Hammer Pampfleht. Hab mich gerade hier schlapp gelacht.

    Gruß

    Baynado

    baynado am 9. February 2007 um 17:16 Uhr
  2. “…ein ziemlich lustiges Flugblatt der APPD (Anarchistische Pogo Partei Deutschlands) in die Hände gedrückt bekommen…” vom Bierhändler wahrscheinlich ;-)

    coins am 9. February 2007 um 19:02 Uhr
  3. …kann ich nur unterstützen diese haltung :-)

    stereophone am 10. February 2007 um 00:53 Uhr
  4. Tatsächlich wäre die Reduzierung der Arbeitszeit eine wichtige Sache. Ob aber das für die APPD eine Lösung wäre….?

    TanjaK am 14. February 2007 um 11:26 Uhr
  5. Arbeit wird doch von jedem als etwas eher negatives empfunden – und nicht wenige werden durch Arbeit krank – also warum nicht politisch dagegen vorgehen und versuchen die Arbeit abzuschaffen?

    Ich bin da ganz APPDler – Ich mag keine Arbeit sondern eher Freizeit!

    Super Partei – die sprechen aus wozu machn anderer zu feige ist

    Tom am 9. May 2007 um 15:37 Uhr
  6. Hallo

    Menschen die einer gesundheitlich nicht belastenden Arbeit nachgehen, werden den Kopf schütteln, doch wenn man in einem belastenden Job arbeitet ist es die Hölle auf Erden.
    Und das schlimmste ist das niemand einem
    glaubt das dies so ist. (Ach so etwas gibt es in Deutschland doch nicht.)
    Menschen sind in einem Abhängigkeitsverhältnis
    zu ihrem Arbeitgeber,ohne Arbeit kein Leben.
    (Grob formuliert). Man wird gezwungen sich selbst zu foltern und zu verstümmeln.
    (Mord auf raten) Und ich weiss wovon ich rede
    ich arbeite seit 10 Jahren bei der DEUTSCHEN POST (Postbote)bin 30 Jahre alt habe ne kaputte Hüfte, und ne kaputte halswirbelsäule wenn das so weitergeht kann ich mit 60 oder früher getrost in die Kiste hüpfen. Es gibt zwar
    gesundheitsunterstützende Maßnahmen wie z.b.
    Kurse für gesundes Heben, Rückenschule usw…
    Diese ändern aber nichts an der Tatsache das die Prokopf Arbeitsleistung einfach zu hoch dosiert ist und die normalen Belastungsgrenzen WEIT überschritten werden. Ich komme mir manchmal vor wie im Arbeitslager. Und das ist jetzt wirklich kein phantasieren oder Rumgespinne. Und für mich hat das wenig mit Demokratie,Freiheit,oder Menschenrechten zu tun.
    Sondern ist einfach nur Ausbeutung.
    Man wird dafür bezahlt das man sich langsam umbringt oder zumindest seine Lebensqualität
    erheblich verringert. Das schlimmste ist das all
    dies, auch in anderen Jobs, sich immernoch in einer Grauzone abspielt. Es entsteht eine gewisse Ohnmacht,hilflosigkeit,Wut.
    Und das geht bestimmt nicht nur mir so.
    Puhh Das mußte jetzt mal raus. :-(

    Björn

    Björn am 29. July 2007 um 23:28 Uhr
  7. [...] tsbedingte Unfälle und Krankheiten – das sind mehr als 5.000 Todesopfer pro Tag! ” (secretsites) “Lärm tötet nach vorläufigen Erkenntnissen der Weltgesundheitsorgan [...]

    fleißig der Tod, emsig das Leben, derbe das Sein « Worte,Zeichen,Bilder am 8. January 2008 um 00:39 Uhr

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