Marcus Tandler

Beruf Profizocker

Ich habe heute einen lustigen Artikel gefunden -> “10 Jobs We Promise Are Worse Than Yours” mit ein paar richtig fiesen Beispielen ziemlich beschissener Jobs… Ich meine – “Fische zerlegen”, und das den ganzen Tag lang… dagegen ist sogar ein Job im Außendienst bei JobScout24 ein Zuckerschlecken *hihi*

Naja, heute solls eher genau ums Gegenteil gehen, denn ich habe heute noch einen interessanten Artikel gefunden, nämlich eine Aufstellung der “5 Biggest Earner in Competitive Gaming“, also 5 Leute, die mit professionellem Zocken von Videospielen so richtig Asche machen!

Wohl der Traum einer Menge Teenager (naja, zumindestens der männlichen… die weiblichen Teens träumen wohl eher von der Karriere als Topmodel, Magersucht und Kokain-Excessen…) mit dem Spielen von Computer- und Videospielen soviel Kohle zu verdienen, dass man davon leben kann. Und ich meine nicht wie ein Eremit in der vollgemüllten Sozialbude, wie wohl so mancher World of Warcraft Süchtige, sondern halt so richtig!

In Asien, bzw. vor allem in Südkorea, ist professionelles Gaming ja schon lange ein ehrbarer Beruf, so werden große Matches von bspl. StarCraft in riesigen Arenen ausgetragen, und es gibt sogar gleich mehrere TV-Kanäle, die über diesen “Sport” rund um die Uhr berichten! Einfach mal danach auf YouTube stöbern – da finden sich einige recht imposante Setups derartiger Computerspiel-Matches.

StarCraft Mastermind Lee Jae-Dong bspl. hat einen Vertrag, der ihm $110.000 pro Jahr garantiert! Ja genau, richtig gehört -> 110.000 Mücken fürs zocken! Halo As Tom “Tsquared” Taylor kommt auf 250.000 US-Dollar für die nächsten 3 Jahre… auch kein schlechter Lohn!

Johnathan “Fatal1ty” Wendel aus den USA hat insgesamt schon über 500.000 US-Dollar mit dem Spielen von Ego-Shootern verdient, außerdem findet sich sein Moniker “Fatal1ty” mittlerweile gegen gutes Geld auf Gaming-Equipment wie bspl. Headsets. Mit Ego-Shootern? Werden damit nicht zukünftige Amokläufer ausgebildet? Zumindestens würden einige Politiker “Killerspiele-Spieler” Herrn Wendel wohl lieber in Therapie, als im Rampenlicht sehen! Aber ich will hier keine Killerspiele-Diskussion vom Zaun brechen, da haben sich einige Politiker schon lächerlich genug gemacht…

Deutsche Pro Gamer, die auf nen signifikanten Monatslohn kommen, habe ich leider bei meiner Recherche nicht gefunden, aber vielleicht hat der ein oder andere Leser ja nen Tipp?

Und klar sind das alles Sonderfälle – der durchschnittliche Pro-Gamer kann sich wohl freuen mal nen Rechner, oder Komponenten umsonst zu bekommen bzw. ein wenig Taschengeld, aber dennoch finde ich es spannend, dass in diesem Business mittlerweile soviel Kohle steckt, dass einzelne Leute bereits mehr als gut davon leben können!

4 Reaktionen zu “Beruf Profizocker”

  1. Ned schlecht, und jetzt müsste man das noch matchen mit den zockern am Pokertisch, da fliesst wohl immer noch einiges.

    Und bald wird es vielleicht noch die ‘twitter’ und social media Träumer äh Trainer in diese Gehaltsregionen vorstossen, wenn die budgets hier von Konzern Seite aufgebohrt werden :-)

    Nein, im Ernst, schon interessant, wie neue Jobs kreiert werden.

    Thomas am 24. January 2010 um 23:15 Uhr
  2. [...] Spaß beim suchen googlen Denn wer von Beruf Profizocker ist, der sollte auch vorsichtig sein, dass Ihm keiner in die Karten schaut, und genauso ist es im [...]

    Schufa Eintrag löschen ?! | Spirofrog Blog am 25. January 2010 um 23:25 Uhr
  3. Profizocker brauchen einen guten Trainer… Das wäre doch auch ein netter neuer Beruf :-D

    Die Unterhaltung wird dieses Jahr einen größeren Stellenwert haben, zumal sich einige bei einer so traurigen Realität, welche die Wirtschaftskrise brachte, in virtuelle Welten zurückziehen oder einfach nur allgemein Ablenkung wollen. Das Phänomen ist auch für Deutschland nicht neu. Ob man aber auch hierzulande mit “Zocken” großes Geld verdienen wird, bleibt abzuwarten.

    Strangerli am 26. January 2010 um 12:22 Uhr
  4. Das Problem der “Pro-Gamer” in Deutschland ist eben auch die Killerspiel-Debatte. Im Gegensatz zu Süd-Korea sind in Europa und den USA Shooter beliebter. Das einzelne Spieler hier nicht so viel verdienen liegt auch daran, dass besonders Teamspiele, wie Counter-Strike, populär sind. Dementsprechend wird auch der Gewinn geteilt, aber mehr als ein Taschengeld und ab und an mal einen Computer verdienen die Spieler schon. Auf großen Turnieren sind 30k €+ nicht ungewöhnlich, plus monatliches Gehalt, sowie Reisekostenübernahme und Hardware. Auch die Sponsoren einiger Teams können sich ziemlich sehen lassen (z.b. AMD, Intel etc.). Zur Studienfinanzierung reicht das bei den Top-Spieler auf jeden Fall.

    Christian am 26. January 2010 um 12:42 Uhr

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