Marcus Tandler

Anschreiben

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Ein Anschreiben dient dazu, dass der Bearbeiter einen ersten Eindruck von Ihnen bekommt. Sie müssen sich klar machen, dass die Aufgabe des Bearbeiters darin besteht, durch verschiedene Kriterien eine Bewerbung nach der anderen auszusortieren. Soll Ihre Bewerbung nicht im Papierkorb landen, darf das Anschreiben keine förmlichen Fehler aufweisen. Die folgenden Angaben gehören unbedingt in ein Anschreiben:

  • Komplette Absenderangaben, möglichst mit Telefonnummer
  • Anschrift des Unternehmens oder der Institution, die Ihre Bewerbung erhalten soll
  • Datumsangabe
  • Betreffzeile
  • Bewerbungstext
  • Eigenhändige Unterschrift
  • Anlagenvermerk

Vermeiden Sie Rechtschreib- und andere Fehler!

Das gesamte Anschreiben darf keine Rechtschreibfehler enthalten. Bemühen Sie Erstens die Rechtschreibprüfung Ihres Textverarbeitungsprogrammes. Zweitens sollten Sie Freunde und Bekannte um Hilfe fragen, die mit dem nötigen Abstand Fehler besser erkennen.

Eine professionelle Beratung wäre die Dritte Möglichkeit. Hier haben Sie entweder die Möglichkeit den zuständigen Berater im Arbeitsamt zu fragen, oder síe engagieren einen Externen Bewerbungsberater.

Vermeiden Sie komplizierte Formulierungen und drücken Sie sich verständlich aus. Niemand hat die Zeit lange zu überlegen, was ein bestimmter Satz bedeuten könnte. Ebenso vermeiden Sie es vom Thema anzuschweifen. Ihr Ziel ist es zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Formulieren Sie lieber zwei Sätze, als das Sie lange verschachtelte Nebensatzkonstrukte verwenden.

Erregen Sie Aufmerksamkeit

Schreiben Sie den Mitarbeiter, der Ihre Bewerbung erhalten soll direkt an, sofern er in der Stellenanzeige angegeben ist. Anderenfalls können Sie sich direkt darüber informieren. Sollte die Webseite des Unternehmes keine Auskunft geben, versuchen Sie es doch telefonisch. Hierdurch haben Sie den psychologischen Vorteil, dass Sie dann schon bekannt sind. In der Bewerbung können Sie sich dann auf das Telefongespräch beziehen.

Viele Anschreiben beginnen mit “Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit bewerbe ich mich um …”. Unterschätzen Sie nicht die Wichtigkeit des Einleitungssatzes. Sätze wie den vorhergehenden Lesen Personalmanager jeden Tag. Damit können Sie niemanden beeindrucken. Heben Sie gleich beim ersten Satz Ihre Stärken hervor!

Machen Sie gleich klar, warum Sie sich bewerben und warum Sie für die Stelle besonders geeignet sind. Bewerbungen von der Stange lassen Individualität vermissen. Versuchen Sie Informationen über das Unternehmen Ihrer Wahl zu finden.

Hier ein Beispiel für einen Individuell gestalteten Einleitungssatz: “…durch den enormen Erfolg Ihres Produkts XY sind Sie angewiesen auf Mitarbeiter, die kundenorientiert und kreativ sind. Da ich mir diese Eigenschaften in meiner Ausbildung zum … gut aneignen konnte, bewerbe ich mich bei Ihnen um die Stelle als …”

Lügen werden immer entlarvt!

Schreiben Sie in einer Bewerbung nur positive Eigenschaften und Fähigkeiten , die Sie auch wirklich beherrschen. Spätesten wenn Sie eingestellt wurden fällt mangelndes Wissen auf. Wie wollen Sie sich dann noch rechtfertigen. Es können auch rechtliche Konsequenzen drohen. Wenn Sie z. B. eine Fremdsprache aus der Schulzeit beherrschen, dann schreiben Sie lieber: “Meine in der Schulzeit erworbenen Englischkenntnisse würde ich gerne in die Arbeit mit einfließen lassen und erweitern.”

Damit machen Sie den Eindruck, dass Sie Kenntnisse der englischen Sprache und zum anderen motiviert sind sich weiterzubilden. Verzichten Sie aber auf obengenannten Satz, wenn Ihnen diese Motivation fehlt.

Verwenden Sie keine Formulierungen, die allgemein gehalten sind und gar nicht zu Ihren Kenntnissen passen. Finden Sie vorher gezielt Ihre Stärken und Schwächen raus. Freunde und Bekannte können Ihnen auch hier helfen. Eine weitere Möglichkeit ist es alte Arbeitszeugnisse oder Nachweise auszuwerten und zu überprüfen, welche Eigenschaften Ihnen zugesprochen werden.

Eine individuelle Bewerbung ist der Schritt zum Erfolg!

Heben Sie Stärken besonders hervor, die mit den Anforderungen des Stellenprofils übereinstimmen. Wenn Sie dann allgemeine Wörter verwenden, dann fällt dies bei einer übermäßigen Verwendung dem Bearbeiter sicherlich auf. Ein Hinweis auf Ihre teamorientierheit ist wenig sinnvoll, wenn Sie sich um eine Stelle im Außendienst bewerben.

Begründen Sie die Behauptungen, die Sie aufstellen. Eine Formulierung, wie “Ich bin kundenorientiert und kann durch mein freundliches Wesen überzeugen.” können Sie dann durch den folgenden Satz ersetzen: “Durch ein Seminar in ‚Verkaufspsychologie’ konnte ich mein kundenorientiertes Verhalten noch verbessern.”

Fordern Sie zum Handeln auf!

Fordern Sie den Bearbeiter im Abschlusssatz auf eine Aktion auszuführen. Sei es nun eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch oder eine Einordnung in die Bewerberkartei. Weichen Sie auch hier vom üblichen Standard “Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen.” ab. Besser wäre: “In einem Vorstellungsgespräch können Sie sich persönlich über meine Stärken einen Eindruck verschaffen. Über eine Einladung von Ihrem Unternehmen freue ich mich daher ganz besonders.”

Jetzt haben sie noch einmal einen kurzen Überblick über sehr wichtige Faktoren eines Anschreibens gewonnen. Nehmen Sie die beschriebenen Faktoren ernst, denn sie sind oft ausschlaggebend im Kampf um einen Arbeitsplatz.