Marcus Tandler

Bewerbungsfoto



Ihr Bewerbungsfoto verfolgt ähnliche Ziele wie Ihr Bewerbungsanschreiben: Sie wollen zeigen, dass es lohnt Sie näher kennen zu lernen. Stellen Sie deshalb auch hohe Anforderungen an das Bewerbungsfoto. Wenn Sie ein Foto aus dem Automaten oder aus dem letzten Urlaub verwenden, dann haben Sie zwar einiges an Mühe und Kosten gespart, aber sicherlich noch keine neue Arbeitsstelle. Überschriften und Bilder sind nämlich die ersten Details, die einem Menschen beim Lesen einer Bewerbung auffallen.

Darüber hinaus kann man an Bewerbungsfotos gut erkennen, ob Sie es mit der Bewerbung ernst meinen.

Das Bewerbungsfoto vermittelt dem Betrachter einen ersten Eindruck von Ihnen. Es zeigt Ihre Persönlichkeit, die Sie nur ganz schwer hinter einer Maske verstecken können. Also zeigen Sie sich von Ihrer besten Seite. Natürlich sind Sie nicht jeden Tag in guter Stimmung. Deshalb wählen Sie für den Gang zum Fotografen einen Tag, an dem Sie mit dem richtigen Bein aufgestanden sind und somit eine positive Einstellung besitzen. Denken Sie einfach beim Fotografieren an eine lustige Begebenheit oder an ein schönes Erlebnis in Ihrem Leben. Sie werden das Ergebnis dann auf den Fotos sehen können: nämlich Ihre positive Ausstrahlung.

Verwenden Sie für das Foto Kleidung, die einen bestimmten Bezug zur Arbeit hat. Wenn Sie also Fitnesstrainer werden wollen, dann eignet sich ein Anzug mit Krawatte sicherlich weniger, als wenn Sie sich um eine Stelle in der Versicherung bewerben. Ziehen Sie am besten diejenige Kleidung an, die Sie auch bei einem Vorstellungsgespräch tragen würden. Frauen sollten auch an heißen Sommertagen keine Oberteile mit zu tiefem Ausschnitt tragen. Wenn Sie sich nicht gerade als Kellnerin beim Oktoberfest bewerben wollen, bringt dies keinerlei Vorteile.

Personalentscheider begutachten Fotos nach folgenden Kriterien

  • Ausstrahlung
  • Gesichtsausdruck
  • Kleidung
  • Qualität des Fotos
  • Format des Fotos

Folgende Dinge sollten Sie bei einem Bewerbungsfoto beachten:

  • Verwenden Sie keine Urlaubs- oder Automatenfotos. Gehen Sie zu einem professionellen Fotografen. Das kann zwar bei sehr vielen Bewerbungen teuer werden, aber oft können Sie auch angemessene Rabatte aushandeln.
  • Keine Ganzkörperfotos verwenden, sondern Fotos, die den Kopf, den Hals, die Schultern und die Brust zeigen. Gelernte Fotografen wissen eigentlich genau, wie ein Bewerbungsfoto anzufertigen ist.
  • Ihre Bewerbungsfotos sollten Passfotogröße haben, d. h. ca. 5-7 cm hoch und 4-5 cm breit.
  • Schreiben Sie auf der Rückseite des Fotos Ihren Namen. So kann es leichter zugeordnet werden, falls es sich einmal vom Untergrund löst.
  • Befestigen Sie das Foto nicht nur mit einer Heftklammer. So beschädigen Sie das Foto und außerdem sieht es einfach lustlos und unprofessionell aus.
  • Befestigen Sie das Bewerbungsfoto nicht zu stark. Verwenden Sie auf gar keinen Fall Kleber, da sich sonst das Papier verzieht und keinen schönen Eindruck macht. Außerdem muss das Foto leicht abnehmbar sein, weil das Foto der aussichtsreichsten Kandidaten oft abgetrennt und in betriebliche Unterlagen eingefügt wird. Am besten eignen sich deswegen Klebepunkte, die Sie in jedem Papierfachhandel oder Fotogeschäft bekommen.
  • Der Platz für das Bewerbungsfoto ist normalerweise oben rechts auf dem Lebenslauf. Es ergibt sich aber auch eine andere Möglichkeit: Das Bewerbungsfoto können Sie alternativ auf einem Deckblatt platzieren. (Das Deckblatt einer Bewerbung ist dabei die erste Seite einer Bewerbungsmappe. Vor der Bewerbungsmappe befindet sich nur noch das eigentliche Anschreiben.)
  • Versuchen Sie zu Lächeln, denn ein lächelnder Mensch ist sympathisch und der Bearbeiter Ihrer Bewerbung ist Ihnen gegenüber gleich positiv eingestellt.
  • Zeigen Sie sich von Ihrer besten Seite: Achten Sie auf Ihre Haare (Auch ein rot gefärbter Irokesenschnitt kann gepflegt aussehen!); verwenden Sie ggf. dezentes Make-up oder etwas Puder; und eine frische Gesichtsrasur bei den Männern wirkt Wunder. Denn wenn Sie schon mit sich selbst schlecht umgehen, wie wird es erst mit Firmendaten, Mitarbeitern oder sogar Kunden sein?