Marcus Tandler

Bitte keine Euphorie

Leider bin ich derzeit beruflich ein wenig arg eingespannt, so dass ich nicht wirklich zum schreiben komme…
Dennoch lese ich natürlich jeden Tag fleissig meine Newsquellen und gerade heute gab es wieder extrem viel interessante Sachen zu lesen, so dass ich mich heute mal an einem geradezu Blogger-Archetypischen Sammelpost versuche…

So schreibt die Netzeitung einen netten Artikel über die Warnung der Bundesagentur für Arbeit vor einer “Arbeitsmarkt Euphorie”, die die amtierende Bundesregierung ja nur allzu gerne sehen würde… Aber die BA hat auch wirklich Recht – man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, und den Aufschwung nicht vor der Mehrwertsteuererhöhung!

Auch was der Focus online über den Aufschrei von Ver.di bzgl. der desaströsen Lehrstellensituation schreibt ist empfehlens- und lesenswert.

Etwas umfangreicher ist der Frustfaktor Job Artikel in der Onlineausgabe des Spiegels – dafür aber auch umso interessanter! So belegt eine aktuelle Gallup-Studie, dass die Frustration bei den deutschen Beschäftigten stetig wächst, und nicht nur immer weniger eine emotionale Bindung zu Ihrer Firma haben, sondern vielmehr sogar in einem Fünftel aller Fälle die Interessen des Arbeitgebers sogar sabotieren! Auch der größte Anteil der Arbeitnehmer – der “nicht aktiv sabotierende”, sondern nur Dienst nach Vorschrift ableistet, ist nicht gerade der Traum eines jeden Personalers. Gerade mal 13% der Arbeitnehmer haben eine emotionale Bindung zu Ihrem Unternehmen und dürfen damit als besonders produktiv für das jeweilige Unternehmen eingeschätzt werden… nicht gerade viel.
Und diese Motivation (bzw. auch das Fehler eben dieser) zieht sich durch das ganze Spektrum hindurch, so sind Mitarbeiter mit hoher emotionaler Bindung auch weniger krank (im Durchschnitt 2,4 Tage), empfehlen die Firma auch an Freunde und Verwandte weiter bzw. stellen Ihrem Vorgesetzten auch neue Ideen fürs das unternehmerische Vorwärtskommen vor. Aber wie gesagt, diese Gruppe ist leider ziemlich unterrepräsentiert im Heer der Arbeitsbienen und Unwilligen…
In Amerika ist dies übrigens nicht anders, und in beiden Länder ist der größte Frustfaktor zumeist der direkte Vorgesetzte! Aber wem erzähl ich (bzw. Gallup) was neues?…

Oh, und für die hier mitlesenden Jobbörsen (hab ich schon mal erwähnt, dass ich gerne Logfiles lese :-)) habe ich auch noch etwas – im Nachgang zu meinem letzten Beitrag. Stellenanzeigen.de findet seine neue Corporate Identity so gut, dass sie nun sogar eine breit angelegte Anzeigenkampagne in reichweitenstarken sowie in zielgruppenspezifischen Printtiteln und Onlinemedien starten! Hab ich nicht gerade vorgestern gesagt, dass der Wind rauher werden wird? Nachzulesen gibts das bei Herrn Kenk -> also zieht euch warm an, der Winter wird kalt 🙂