Marcus Tandler

Careerbuilder Vertriebler twittert sich um Kopf und Kragen

Lustige Geschichten, wie Social Media Dienste Karrieren vernichtet haben häufen sich ja in der letzten Zeit – man erinnere sich an den Vollidiot, der sich um Kopf und Kragen zwitscherte, als er nach seinem Bewerbungsgespräch bei Cisco verlautbarte, noch nicht zu Wissen, ob er den Job annehme solle, der zwar gut bezahlt wäre, aber den er sicherlich hassen würde…

Nun gibt es wieder eine lustige Geschichte, diesmal aber gleich doppelt interessant für den JOBlog, denn bei diesem Fall hat sich niemand geringerer, als eine Vertriebstussi von Careerbuilder um ihren Job getwittert (gut, ich weiß nicht, ob die Dame mittlerweile entlassen wurde, aber ich gehe mal stark davon aus…)

Die Geschichte hab ich bei Cheezhead gefunden, der die Tweets der Dame nett zusammengefasst hat:

Tweets

Das Account von “MissAdriane” ist mittlerweile gelöscht worden, aber dank dem Google Cache kann man sich das Account anschauen ->

Twitter Profil

Dort findet sich auch ihr richtiger Name -> Adriane Maciejewski, und wenn man den bspl. bei LinkedIn sucht, kann man eindeutig sehen, dass sie auch wirklich für Careerbuilder arbeitet (bzw. wohl bald gearbeitet hat…).

LinkedIn Profile

Das lustigste an der Story ist, dass “MissAdriane” gerade mal 12 Leute gefollwed sind, sprich nur 12 Leute ihre sinnentleerten Tweets verfolgt haben. Die PR Abteilung von Careerbuilder hat aber sicherlich ne Search auf “Careerbuilder” (wie eben auch Cheezhead), so dass die ganze Sache eben aufflog.

Wirklich mal wieder eine lustige Geschichte – unglaublich, dass so viele Leute immer noch nicht kapiert haben, dass man nicht alles einfach so öffentlich im Internet diskutieren sollte… Denn nicht nur, dass sich die Dame hiermit wohl um ihren Job gezwitschert hat – diese Geschichte wird dank unzähliger Blogs, die darüber schon gebloggt haben, wohl auch auf Lebenszeit im Internet zu finden sein, was die Jobsuche wohl etwas schwierig für Adriane machen wird…

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8 Reaktionen zu “Careerbuilder Vertriebler twittert sich um Kopf und Kragen”

  1. Hi Marcus,

    tja ein gutes Beispiel, wie man es nicht machen sollte. Außerdem: Der Ton macht die Musik und nicht umgekehrt. Unsere Alma Meise hat ja schon ne Menge followers und das soll auch so bleiben, weshalb wir sicherlich nicht unbedingt den saloppen Umgang einstellen. Aber und das ist denke ich entscheidend: Die Einstellung hinterm twittern.

    Wir nutzen es um sichtbarer zu werden, Leute für unser Angebot in Sachen Beratung und Karriere zu interessieren. Das geht aber aber auf Dauer nur mit dem individuellen Kontakt zu den followern.

    Und den versuchen wir zu halten und unsere Stats in Bezug auf Conversation oder Replies beweisen, das Alma akzeptiert wird, was uns sehr freut. Durch das twittern ist sie jetzt auch in Amerika bekannt…

    Mit besten Grüßen aus Stuttgart

    johannes

    Johannes Lenz am 5. May 2009 um 13:23 Uhr
  2. Super dumm? Oder könnte man für jemanden anderen einen Twitter Account anlegen und Ihn damit diskreditieren?

    Oliver am 5. May 2009 um 13:23 Uhr
  3. Valider Punkt Oliver, aber in diesem Fall glaube ich schon, dass das die richtige Adriana war.

    Aber selbstverständlich hast Du vollkommen recht -> wäre sehr einfach sich via Twitter als jemand anders auszugeben, und dann etwas diskreditierendes zu twittern! Genau dieser Punkt wird ja auch gerade in den Medien, wie zuletzt im aktuellen SPIEGEL, immer wieder kritisiert.

    Marcus am 5. May 2009 um 16:14 Uhr
  4. Ist so ähnlich wie dieses Beispiel über Facebook. Viele Menschen unterschätzen eben wie gläsern sie doch geworden sind und vergessen oft das der Personalchef oder der Kollege auch zufällig bei Facebook, Twitter o.ä. angemeldet sein könnte…
    Grüsse aus Budapest,
    Matthias

    Matthias am 5. May 2009 um 16:40 Uhr
  5. Ganz schoen gefaehrlich, in den grossen konzernen hoere ich jedoch immer oefter, dass linkedIn, facebook und twitter gesperrt sind. online Reputation ist nicht erst seit my on id ein wichtiges Thema auch in Personal Abteilungen :-)

    Thomas Schulze am 5. May 2009 um 23:08 Uhr
  6. [...] Careerbuilder, die sich womöglich um ihren Job getwittert hat. Sie teilte der Welt unter anderem mit, von vier bezahlten Stunden nur zwei zu [...]

    „Wenn das der Chef wüsste… – Twitter als Karrierekiller“ auf karrierebibel.de – Jeden Tag mehr Erfolg! am 6. May 2009 um 07:52 Uhr
  7. [...] deren Account mittlerweile gelöscht wurde, hatte sich quasi um “Kopf und Kragen getwittert“, indem sie die Welt wissen ließ, wie es eigentlich wirklich um ihre Arbeitsmotivation [...]

    Readers Edition » “Twitter als Karrierekiller” - Ein Lesetipp am 8. May 2009 um 03:04 Uhr
  8. [...] diskutiert. Hierfür gibt es einige positive Beispiele. Aber viel mehr negative. Manch einer zwitscherte sich um Kopf und Kragen, andere unterschätzten die Macht des Retweets. Doch beim Reputationsmanagement oder beim Image [...]

    Chaim» Reputationsmanagement mit Social Media am 24. May 2009 um 20:51 Uhr

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