Marcus Tandler

Das Vorstellungsgespräch – die häufigsten Fehler

Vielen graut es davor, aber auf dem Weg zum neuen Job ist es unvermeidbar – das Vorstellungsgespräch!
Die Personalberatung Korn/Ferry International hat unlängst eine interessante Studie zum Thema Vorstellungsgespräch veröffentlicht. In Ihrer vierteljährlich stattfindenden Umfrage, in der 212 Personalberater der weltweit größten Unternehmen sowie gemeinnützigen Organisationen befragt werden, bemängeln Sie vor allem viele vermeidbare Fehler, die sozusagen auf der Zielgeraden von den Bewerbern gemacht werden.

So geben knapp über ein Drittel der Personaler an, dass die meisten Kandidaten zuviel im Interview reden. Selbstverständlich sollte man sich nicht jede Antwort aus dem Bauch schneiden lassen, aber zuviel reden, oder gar Lobgesänge auf die eigenen Leistungen, kommen bei den Personalverantwortlichen einfach nicht so gut an.

Ebenfalls viel bemängelt wurde das fehlende Wissen über das Unternehmen, bei dem man sich bewirbt. Viele gehen immer noch ohne eine solide Recherche ins Vorstellungsgespräch, und müssen sich verblüfft die Frage stellen lassen, wieso sie sich eigentlich bei dem Unternehmen bewerben, wenn sie noch nicht einmal eine Ahnung davon haben was das Unternehmen eigentlich macht…
Klar, das ist jetzt ein wenig übertrieben, aber letztendlich hat man doch ein eigenes fundamentelles Interesse daran zu erfahren, wie das Unternehmen eigentlich tickt, und vor allem auch wie es dem Unternehmen denn geht bzw. wie es im Vergleich mit seinen Mitbewerbern abschneidet, oder?

Das ein aufgeblasenes Ego ebenfalls nicht gerade förderlich ist, muss wohl nicht extra erwähnt werden, aber scheinbar noch immer ein apparentes Problem beim Vorstellungsgespräch. Ich erinnere mich auch noch gut zurück an die New Economy Zeit, wo vom Arbeitsamt hastig umgelernte HTML-Programmierer mit abstrusen Gehaltsvorstellungen und einem Übermaß an Selbstsicherheit vor einem saßen, nach dem Motto: “Wenn Du mich nicht nimmst, dann nimmt mich schon jemand anders”, aber diese Zeiten sind glücklicherweise längst vorbei, und gerade diese Leute wohl zumeist auch wieder arbeitslos…

Es ist übrigens nicht so, dass nur Vorstellungsgespräch unerfahrene derartige Fehler begehen, sondern zumeist auch bei Kandidaten der Management-Ebene grundlegende Fehler bei der Interview-Etiquette gemacht werden. Und gerade bei derartigen Positionen können gerade solche Fehler darüber entscheiden, ob man den Job bekommt oder nicht!

Interessant fand ich noch, dass das akzeptable Minimum der Betriebszugehörigkeit regional sehr verschieden ist, so sollte man es hier in Europa, wie auch in Nordamerika, schon mindestens 2 Jahre in einem Job aushalten, bevor man sich auf eine neue Stelle bewirbt. In Asien und Südamerika reicht es da bereits gerade mal ein Jahr beim gleichen Arbeitgeber ausgeharrt zu haben. Bei uns würde das schon als Jobhopping eingestuft werden, was bestimmt etwas Erklärung seitens des Bewerbers bedarft.

Mehr Tipps fürs Vorstellungsgespräch, und die besten Antworten auf die häufigsten Fragen gibts auf Sueddeutsche.de.

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