Marcus Tandler

Der Endgegner

Google und SEO sind ja normalerweise eher Themen für meinen privaten Blog, aber Google hat vor kurzem ein Patent genehmigt bekommen, welches das Potential hat, die gesamte Online-Jobbörsen Landschaft auf den Kopf zu stellen!

Nur kurz, um euch gedanklich abzuholen -> Google liebt strukturierte Daten! Eben jene strukturierten Daten finden sich auch immer mehr in der organischen Suche wieder, in Form sogenannter OneBoxen. Google versucht vertikale Suchlogiken innerhalb der herkömmlichen Suchergebnisse zu integrieren. Google´s neue Rezepte-Suche ist ein schönes Beispiel, wie man eine schöne vertikale, facettenreiche Suchlogik mit Hilfe strukturierter Daten auf die Beine stellen kann.

Oder noch besser -> ein Paradebeispiel ist hier Google´s Product Search, die, den strukturierten Daten der dort angeschlossenen Shops sei Dank, immer mehr zu einer eigenen Preissuchmaschine wird. Das unlängst ein paar Preisvergleicher beim Panda Update schwere Verluste einstecken mussten, wirkt weniger wie ein Zufall, als vielmehr ausgeklügelte Strategie, schon im Vorfeld zukünftiger Entwicklungen in diesem Bereich etwaige Konkurrenz zu eliminieren.

Natürlich kann mich hier meine Nase auch täuschen, aber eine aufgemotzte Product Search, auf Basis der strukturierten Daten mit ein-eindeutigen Produkten inkl. Preisvergleich und cost-per-order Vergütungslogik – welcher Suchmaschinen CEO schnalzt da nicht mit der Zunge?

Wieso sollte Google nicht dasselbe (extrem erfolgreiche) Geschäftsmodell fahren (dürfen), wie andere Unternehmen in diesem Bereich? Wieso noch Traffic für lau garantieren, wenn man doch bereits alle Daten in strukturierter Form vorliegen hat, und eine weit bessere Product Search Logik anbieten kann, wie alles bislang im Netz ansurfbare.

Don´t be evil hin oder her -> am Ende ist Google immer noch ein börsennotiertes Unternehmen, das am Ende eines jeden Quartals idealerweise steigende Umsatzzahlen präsentieren muss. Und wer ein gutes Produkt anbietet, der muss damit auch Geld verdienen dürfen!

Die unlängst veröffentlichten neuen Feed-Spezifikationen für Produktfeeds müssen ja bis zum 22.September umgestellt werden, um nicht Gefahr zu laufen ganz gesperrt zu werden. Ein Vorbote?

Google macht ja derzeit auch schon erste Gehversuche als Affiliate, wie bspl. via Google Advisor, mit dessen Hilfe man Immobilienkredite, Kreditkarten, Konten, und weitere Finanzprodukte vergleichen kann ->

Google Advisor Screenshot

Diese Spezialsuchen werden sich wohl auch irgendwann in der “normalen” Suche wiederfinden.

Auch Google´s Übernahme von ITA, ein auf die Verwaltung von Fluginformationen spezialisiertes Unternehmen, lässt ein Travel Search Produkt am Horizont erahnen, mit dem man dem Suchenden bei Eingabe einer relevanten Sucheingabe (bspl. “Flug Mallorca“) direkt Flugpreise und Flugrouten zum Vergleich anbieten könnte, und bei der Buchung eben dieser entsprechend auf Affiliate-Basis mitverdient.

Evil hin oder her – da die meisten Flugpreisvergleicher sowieso mit mehr oder weniger der gleichen Datenbasis arbeiten, und Google durch die Technologie von ITA ein mindestens gleichwertiges Produkt auf die Beine stellen kann, macht es ja sehr viel Sinn, dem User das gewünschte Ergebnis direkt nach der Sucheingabe zu präsentieren, ohne ihn einen weiteren Click, zu einer der diversen dort rankenden Flugpreisvergleicher, weiterschicken zu müssen. Am Ende geht es Google ja immer darum, den Suchenden maximal glücklich zu machen, und wenn man dem User ein besseres (oder zumindestens eben gleichwertiges) Ergebnis, einen Click “näher” liefern kann, dann ist schon viel gewonnen!

So, ich hoffe, ich habe euch thematisch einigermassen gut abgeholt, so dass wir jetzt mit dem oben bereits erwähnten Patent weitermachen können.

Der Endgegner der Online-Jobbören Branche

Das Patent lautet “Unified Search Interface“, und enthält einige spannende Aspekte, die u.a. auch eine dezidierte Jobsuche bei Google am Horizont erkennen lassen.

Der Job Bereich ist sehr interessanter vertikaler Markt für Google, und auch hier gibt es eine Menge leckere strukturierte Daten, die Google nur zu gerne vorliegen hätte ->

  • Das den Job ausschreibende Unternehmen
  • Der Arbeitsort
  • Der (möglichst uniforme) Job Titel
  • Das Level (Praktikum, Trainee etc.)
  • Die Branche, in der das Unternehmen tätig ist
  • Das Tätigkeitsfeld

etc. etc. I think you get the point.

Und wo glaubt ihr kann sich Google genau diese Daten sehr bald wunderschön abholen? Genau -> via Google+

Google verlangt ja den realen Namen bei einer Anmeldung bei Google+, und außerdem wurde bislang noch nicht bekannt, wie in Abgrenzung zu eben jenen persönlichen Profilen, die Unternehmensprofile aussehen werden.

Was wäre also, wenn Google Unternehmen die Möglichkeit anbieten würde, ihre offenen Stellenangebote direkt auch in ihrem Unternehmensprofil zu veröffentlichen. Am besten mit einer einfachen standadisierten Schnittstelle, so dass die Stellenanzeigen schön strukturiert täglich frisch per Feed bei Google landen.

Damit alleine lassen sich schon ein paar nette Features in der Google Suche realisieren, so könnten eben jene Jobs direkt in einer OneBox erscheinen, wenn jemand bspl. nach dem Keywords “Jobs” in Verbindung mit einem Unternehmen sucht (“Jobs Siemens” etc.). Natürlich kann man sich auch direkt dort mit einem simplen Tastendruck und dem eigenen Google+ Profil bewerben – die Einführung von Circles, und das damit einhergehende clustern der eigenen Kontakte schreit ja geradezu danach, dass es irgendwann einmal verschiedene Profile geben wird, je nachdem, ob man mit einer Person connected ist, oder eben auch nicht. So sieht ein Personaler ein aufgeräumtes Profil mit adrettem Profilbild und ohne reputationsgefährdende Partyfotos, und die Freunde statt diesem Mr. Hyde halt eben Jekyll, so wie sie ihn kennen *hehe*

Natürlich würde ich als Google zuerst auch den Online-Jobbörsen anbieten, ihre Stellenanzeigen-Feeds dieser Job-Search-Schnittstelle anzupassen – ein adäquates Lockmittel, weil immerhin gibt´s ja Traffic for free – zumindestens am Anfang, bis Google stark genug aufgestellt ist, das Thema auch allein zu wuppen.

Nicht überzeugt? Darf ich kurz daran erinnern, dass vor kurzem noch Bewertungen von u.a. Qype in Google Maps / Places verwendet wurden, was dann auf einmal einfach abgeschaltet wurde – auch wenn man es etwas euphorischer verkündet hat. Oh, und was für ein Zufall, dass Google jetzt auch noch Zagat gekauft hat – tatatataaa

Online-Jobbörsen syndizieren ihre Stellenanzeigen ja auf diversen Meta-Jobsuchmaschinen, wie bspl. auch auf meiner Stellenanzeigen.net, wieso nicht auch Google diese Daten geben, und den (vorerst) kostenlosen Job-Search Traffic mitnehmen? Relevanter, kostenloser Traffic? Welcher Online-Jobbörsen CEO sagt da schon nein?

Aber mal ehrlich – was muss man schon groß anfüttern, wenn sich sowieso jedes Unternehmen sofort zu Google ins Bett legt, sobald sie sehen, wie schön die Stellenanzeigen anderer Unternehmen in der Google Suche erscheinen! Ich sage ja auch nicht, dass das schlecht sein muss -> eine integrierte Jobs Suchlogik innerhalb der normalen Suche macht doch hochgradig Sinn, und sofern die Datenbasis stimmt, erhält der User auch ein exzellentes Ergebnis.

Das neue Patent ist deswegen so interessant, weil es quasi Unter-Suchlogiken anteasert, als man einen anderen Algo triggern kann, wenn man bestimmte Keys bei seiner Suche verwendet. Jede Suche mit “Job” / “Jobs” am Anfang würde dann eben jene vertikale Suche triggern, die die entsprechenden Jobs für das eingegebene Zweitkey holen (“Marketing“, “IT“, “München” etc. etc.).

Im Patent ist das folgende Bild hinterlegt, das dieses Vorgehen recht gut illustriert ->

Google Jobsuche Screenshot

Spannend ist hier auch der Punkt “Map view” – macht ja auch Sinn, diese Ergebnisse mit Google Maps zu verknüpfen, und die offenen Stelle auch auf eine Karte anzuzeigen.

Auf jeden Fall kann Google so eine sehr effiziente und userfreundliche Suche anbieten – wer braucht da noch Online-Jobbörsen? Klar, die mögen exklusive Kunden haben, aber wohl fast jedes Unternehmen schreibt ja seine offenen Stellenangebote auf der eigenen Unternehmenswebseite aus, was diese somit sowieso schon für Google auffindbar machen – den einen Schritt weiter, also diese Jobs über ne einfache Schnittstelle, oder auch via Google+ Unternehmensprofil in Google´s Suchlogik zu feeden, ist ja nicht wirklich groß. Vor allem da ja relevanter & kostenloser Traffic lockt!

Wenn eine derartige Suchlogik dann entsprechend prominent auf der Suchergebnisseite angeteasert wird, werden wohl nur noch die wenigsten User auf das organische Suchergebnis einer Online-Jobbörse klicken (wieso auch?) – die diversen Universal Search Integrationen via OneBox haben ja schon in diversen anderen Bereichen den Real Estate organischer Suchresultate erheblich verringert, und in vielen Fällen sogar aus dem besonders begehrten “above the fold” Bereich, also der Bereich, der ohne scrollen sichtbar ist, verdrängt. Somit können sich dann die Online-Jobbörsen nicht nur ihre exklusiven Kunden in die Haare schmieren, sondern außerdem auch den organischen Traffic… quasi das perfide Gegenteil von Win-Win

Ich habe in der Vergangenheit schon mehrfach orakelt, dass Google das Monster kaufen könnte – diese Meinung muss ich heute revidieren -> wenn Google mit einer solchen Jobsuche online geht, dann machen sie auf kurz oder lang das Monster einfach platt… R.I.P. Online Jobbörsen Branche – wir hatten eine schöne Zeit…

14 Reaktionen zu “Der Endgegner”

  1. Gute Nacht! Aber hoffentlich dauert es noch ein paar Quartale. :-) Der Gedankengang klingt schlüssig, erst recht wenn man weiss, dass die Flug Branche und auch teilweise die product/affiliate Branche vor Google schon länger zittert!

    Schulze, Thomas am 8. September 2011 um 18:54 Uhr
  2. ja Markus, ich gebe Dir Recht,
    ohne wenn und aber,
    ich gebe mir regelmäßig die Patente von G und offenbar bin ich aber in zuwenig großen Kreisen, um da auch mal Austausch zu haben,
    zuoft hör ich, dass ist alles Quatsch und ich überspekulier und alles wird überbewertet,
    wie oft habe ich da schon mit Leuten diskutiert, die “aggregierten Datenausschub” – so nenn ich das “Lieben” und alle WebDesigner verfluchen, die da nicht sofort aufspringen,

    so ein “MedizinProjekt” ging ja in die Hosen, (merk mir die Namen schlecht von solchen Dingen) => aber bei Jobs gehts gut, bei Rezepten, Flugdaten,

    Immobilienmarkt wie Du richtig erwähnst, den kanns dann vollends an den Kragen gehen,

    sie kaufen und beantragen zur Zeit jede Menge an Patenten, die vordergründig nichts mit Suchmaschine am Hut haben,

    +++++++++++++++++

    Deine und meine Inhalte sind Produkte für Google,
    was ich mich frage und darauf habe ich noch keine schlüssige Antwort gefunden:
    was, wenn die “Produkte” aufhören zu produzieren, weil sie ja selbst keinen Profit mehr machen?

    In den Staaten steigt Google ins Webhosting und WebDesign Geschäft voll ein

    Monika am 8. September 2011 um 19:08 Uhr
  3. Bis vor kurzem konnte man sogar noch über das Merchant Center Jobs an Google übermitteln. Das scheint ja aktuell nicht mehr zu gehen.

    Thomas Wagner am 8. September 2011 um 19:49 Uhr
  4. Interessante Sichtweise und gut geschrieben – wer die Beziehung von Daten in eine semantisch richtige Reihenfolge bringen kann, hat die Nase vorn!

    Sebastian Schneider am 9. September 2011 um 01:00 Uhr
  5. Monika hat die eine Frage, die mich seit längerem schon beschäftigt, in ihrem Kommentar gestellt:
    Was passiert, wenn die Betreiber von Webseiten aufhören, ihre Angebote online zu stellen, weil es nicht mehr profitabel ist? Ist G dann irgendwann das Internet? Oder können nur noch für Google irrelevante Nischenmärkte überleben?

    Carlos am 9. September 2011 um 07:30 Uhr
  6. Hallo Marcus, eine ganz interessante These. Vor einiger Zeit hat Google genau damit experimentiert und unter “Google Base” eine Art Kleinanzeigen-Markt auf die Beine gestellt – für Jobs, Autos, Immobilien usw. Was ist daraus geworden? Die Idee wurde das Opfer des Spaghetti-Prinzips (Google: wir prüfen neue Ideen wie beim Spaghetti-Kochen und werfen eine Handvoll Spaghetti an die Wand. Was kleben bleibt wird gemacht, was runterfällt – na ja…..)

    Zugegeben, ein ernsthafter Versuch von Google Jobs würde in erster Linie die Jobsuchmaschinen á la Kimeta, iCjobs, jobrapido, Career Jet und Co treffen – allerdings müsste Google da noch einige Hausarbeiten machen: Wie erkennt ein Google Spider Jobsynonyme (Sommelier, Weinober, Kaltmamsell, Sandwich Artist, Bilanzbuchhalter, Controller, Key Account Manager, Vertriebsleiter – um nur einige wenige zu nennen). Und bei der oft genutzten Umkreissuche steckt der Teufel auch im Detail: Die Suche nach “Vertriebsmitarbeiter Neustadt ” dürfte auch für Google eine harte Nuß werden, selbst Monster liefert bei dieser Suchkonstellation – ohne eine nähere Spezifikation welches “Neustadt” oder das amerikanische Equivalent “Madison” gemeint ist.
    Ausserdem bieten die klassischen Jobbörsen neben der eigentlichen Jobsuche noch eine ganze Reihe von Add-on-Services rund um die Themen Lebenslauf, Bewerbung, Gehaltsanalysen, Arbeitgeber-Informationen usw. an, die nicht zum Kerngeschäft von Google gehören.

    Und als Trostpflaster noch etwas Theorie: Der kanadische Kommunikationswissenschafter Marshal McLuhan (“The medium is the message”) postuliert auch die These, dass kein neues Kommunikationsmedium ein bestehendes Medium komplett und sofort ablösen werde.

    Gerhard Kenk am 9. September 2011 um 08:36 Uhr
  7. Ja Marcus für guten gratis Traffic tun wir doch fast alles und graben uns so in vielen Bereichen selbst unser Grab.

    Sven am 9. September 2011 um 08:50 Uhr
  8. @ Gerhard -> Da greifst Du ein paar exzellente Punkte auf! Natürlich hab ich bewußt etwas überspitzt losgebloggt (Du kennst mich ja), mir ist ja bewußt, dass das Ganze weit nicht so trivial ist. Evtl. könnte da ein Zukauf Abhilfe leisten – vielleicht nicht gerade das Monster, sondern irgendeine technologiegetriebenere Bude, die sich etwas näher mit diesen Problemstellungen auseinandergesetzt hat.

    Marcus am 9. September 2011 um 09:08 Uhr
  9. Geil! Da können sich manche Jobbörsen ja auf eine dunkle Zeit vorbereiten. Ich rechne zwar noch mit ein paar Jahren bis zur Implementierung aber danach könnte es für manche sehr hart werden.

    Axel Metayer am 9. September 2011 um 10:19 Uhr
  10. Wow, das klingt interessant und beängstigend zugleich! Google allmächtig! Allerdings ist ja auch das Unternehmen aus Mountain View schon ein paar mal auf die Nase geflogen.
    Google+ kiregt nach nur wenigen Wochen auch schon negative Presse…also muss man sehen, wo es hingeht.
    Manches können “Nischenanbieter” einfach besser, als große Global-Player.

    Polle am 9. September 2011 um 10:32 Uhr
  11. Grundsätzlich ein richtiger Gedanke und eine schöne Theorie, nur glaube ich nicht an die prognostizierte Geschwindigkeit dieses Vorgangs. Nehmen wir an Du bist mindestens genau so smart wie die Jungs und Mädels bei google, dann werden die ähnliche Ideen auch schon gehabt haben (spätestens jetzt hast Du sie ja drauf gestossen). Aber die Unternehmen müssen dann ja auch mitmachen wollen/können. Google wird sicher irgendwann eine neue Form der Jobsuchmaschine anbieten und die Idee direkt vom Firmenprofil auf strukturierte Daten von Stellenanzeigen zugreifen zu können klingt verlockend. Wie üblich werden auch alle Großen (Siemens, Bosch, Bahn, Allianz, you name it) + die KPMGs, PWCs dieser Welt dabei sein. Aber der gepflegte Mittelständler braucht da noch was um dort hin zu kommen. Und strukturierte Daten von anderen Jobbörsen um Klicks zu erzeugen, da sag ich besser nichts zu…

    Noch sind die Jobbörsen und Jobsuchmaschinen nicht verloren. Solange Jobpilot bei dem Zufriedenheitsbefragungen noch vor Monster liegt mache ich mir um schnellen Wandel wenig Sorgen :-)

    calceola am 9. September 2011 um 15:29 Uhr
  12. Hallo Marcus, ich finde es gut das du das Thema auch aufgreifst. Du hast es allerdings deutlich besser erklärt als ich.

    Das mit ITA hatte ich mal gehört haber nicht mehr auf dem Schirm. Danke für den Hinweis. An Jobboersen hatte ich überhaupt nicht gedacht. Bin in dem Bereich allerdings auch nicht wirklich unterwegs.

    Es bleibt spannend. Auch was Google in welcher Zeit umsetzen kann.

    bjoernschaller am 9. September 2011 um 18:46 Uhr
  13. Dass es für Stellenausschreibungen in Google-Richtung gehen wird, ist klar.

    Google hat ja soeben ihre erste Job-Börse aufgeschaltet und das XML-Format für Stellenausschreibungen publiziert (amerika-typisch ist dort natürlich auch der Lohn enthalten ;-)

    Firmen werden diesen voraussichtlich erst mal kostenlosen neuen Kanal von Google nutzen. Müssen sie ja, nur schon um in Google’s Trefferlisten weiter oben gelistet zu werden.

    Online Stellenbörsen werden dadurch aber nicht von einem Tag auf den andern obsolet: Sie bieten den Kunden auf ihre Corporate Identity zugeschnittene Stelleninserate mit diversen Nebendienstleistungen.

    Auch bedarf es auf Kundenseite eines innovativen Ansatzes und gewisser technischer Fingerfertigkeiten, bis die Stellen gut strukturiert bei Google landen. Dass dies nicht selbstverständlich ist, zeigt die Situation heute bei vielen Firmen: KMUs und manchmal sogar recht grosse HR-Dienstleister sind nicht ohne weiteres in der Lage, ihre Stellenausschreibungen ins richtige XML-Format zu bringen.

    D.h. die Ablösung durch Google wird gestaffelt verlaufen, so dass Online Stellenbörsen noch ein bis zwei Jahre Zeit haben, sich auf neue Nischen einzustellen.

    Walter Schärer am 9. November 2011 um 19:53 Uhr
  14. [...] zu prognostizieren wie Google wohl in Zukunft die Jobbörsen-Branche platt machen könnte -> Der Endgegner Würde mich nicht wundern, wenn Google irgendwann Unternehmen dazu animiert doch Ihre [...]

    Nette Stats & Facts zum Suchverhalten von Jobsuchenden | JOBlog - der Job & Karriere Blog am 2. May 2013 um 16:26 Uhr

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