Marcus Tandler

Die 10 schlimmsten Karrierekiller

In Wirtschaftswoche 38 habe ich einen ganz passablen Artikel über Karrierekiller gefunden. Der Bund deutscher Unternehmensberater hat im Auftrag der Wirtschaftswoche über 500 Personal- und Outplacementberater befragt, und aus den Ergebnissen die 10 schlimmsten Karrierekiller determiniert. Diese will ich euch selbstverständlich nicht vorenthalten -> here you go:

1. Selbstüberschätzung
Die Grenze zwischen Selbstbewußtsein und Selbstüberschätzung sind meiner Meinung nach fließend, und genau darin liegt auch die Gefahr. Verbissener Ehrgeiz verbaut den Blick für die Realität und macht überheblich.

2. Spielregeln nicht durchschauen
Ein sehr wichtiger Punkt! In jeder Firma gibt es ungeschriebene Gesetze (wann kommt man, wann geht man, welche Freiheiten hat man, wie sind die Umgangsformen etc. etc.). Diese Spielregeln werden selbstverständlich nicht offen kommuniziert, so dass man sich gerade in einem neuen Job etwas zurückhalten sollte um in Ruhe die Spielregeln zu studieren.

3. Entwicklungsstillstand
Dieser Punkt bezieht sich auf Fortbildungen etc. – Bedeutet schlichtweg immer am Ball zu bleiben. Definitiv ein wichtiger Punkt! Ich erinnere mich da an einen Lehrer aus meiner Schulzeit, der jedes Jahr (für die wahrscheinlich letzten 15 Jahre) denselben Unterricht gehalten hat. Die gleichen Folien, die gleichen Unterrichtsmaterialien etc. Sogar die Schulaufgaben wiederholten sich in 3-Jahres-Rythmen 🙂

4. Netzwerke nicht beachten
Outplacementberater sehen darin den größten Karrierekiller. Wer kann mit wem? Wer zieht an welchen Strippen? Wer verliert gerade an Einfluß? Wer ist der aktuelle Kronprinz? Unglaublich wichtige Fragen, und noch viel wichtiger ist das mitspielen! Also sich in bestehende Netzwerke und Karrierekartelle einzuklinken und sie für sich zu nutzen! Marktforschen haben herausgefunden, dass 60 Prozent des beruflichen Erfolges auf das Konto von Beziehungen gehen, 30 Prozent gutes Image und Bekanntheitsgrad sind, und nur 10 Prozent die Leistung ausmacht! Selbst der gemeinsame Absacker nach Feierabend kann, sofern er mit den richtigen Leuten genossen wird, die Karriere fördern. Stichwort: Vitamin B !

5. Ziellosigkeit
Karriere wird gemacht! Das setzt aktives Handeln voraus, und damit es nicht zu blindem Aktionismus verkommt braucht es klare Ziele! Auch eine realistische Standortbestimmung ist extrem wichtig, nur wenn man weiß wo man steht kann man auch ein Ziel definieren!

6. Teamunfähigkeit
Der Begriff “Teamfähigkeit” fehlt heut in fast keiner Stellenanzeige mehr! Dennoch beurteilen 9 von 10 Unternehmern Mitarbeiter nach Einzelleistungen, und nicht als Gruppe! Weder wird ein Team Geschäftsführer noch setzt ein Team Gehaltserhöhungen durch! Schon der verstorbene Managementguru Peter Drucker wußte: “An der Spitze herrscht extremes Nicht-Teamwork” … Logo 🙂 Dennoch ist Teamfähigkeit wohl eine der entscheidensten Faktoren, wenn man in einem Unternehmen Erfolg haben will!

7. Falsche Bescheidenheit
Tu Gutes, und sprich darüber! Wer nicht wirbt, stirbt! Was für Produkte gilt, trifft auch auf die Karriere zu! Selbstverständlich verlangt gutes Selbstmarketing enormes Fingerspitzengefühl, sonst driftet es mitunter schnell in Wichtigtuerei ab.

8. Undank
Selbst der stärkste Einzelkämpfer ist auf die Hilfe anderer angewiesen! So sehr gutes Beziehungsmanagement die Karriere beflügeln kann, so schnell geht es bergab, wenn man es sich mit seinen Kontakten verscherzt!

9. Sich seiner Sache zu sicher sein
So sehr Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen als Qualifikationen für Führungskräfte gefordert werden, so fatal wirkt es sich aus, wenn sich jemand seiner Sache zu sicher ist!

10. Ungeduld
Wer nach oben strebt, der zeichnet sich gerade dadurch aus, dass er die Dinge nach vorne bringt, nicht lange fackelt, durchsetzungsstark ist. Ein Machertyp eben! Oft mangelt es diesen Menschen an der nötigen Geduld! Davon kann ich auch ein Liedchen singen, so bin ich ein extrem ungeduldiger Mensch… tja, so kann sich bestimmt jeder in einem dieser Punkte wiederfinden 🙂

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