Marcus Tandler

Die Lebenslauf-Lesebestätigung

Ich will heute mal eine etwas kreative Herangehensweise im Online-Bewerbungsprozess zur Diskussion stellen. Durch Zufall bin ich über diesen Artikel hier gestolpert -> “A naughty CV trick” – eine sehr lustige Idee!

Jeder kennt das Szenario -> wenn man seinen digitalen Lebenslauf an ein Unternehmen schickt (bspl. bei einer Initiativbewerbung), dauert es mitunter mehrere Tage oder gar Wochen, bis man überhaupt irgendein Lebenszeichen vom Unternehmen bekommt. Es wäre also recht spannend, irgendwie eine Statistik zu bekommen, ob, und von wem der Lebenslauf entsprechend angeschaut wurde. Der Blogger Alejandro hat hier eine lustige Idee -> anstatt einer schöden Word .doc Bewerbung, schickt er seinen Lebenslauf als .html Datei, dessen css-File (das Stylesheet enthält die entsprechenden Informationen, wie das .html dargestellt werden soll – also bspl. die Schriftgröße etc.) auf seinem Server gehostet wird. Sobald der Personaler also die .html Datei, und damit den Lebenslauf anschaut, wird der css-File vom Server geholt, und kann somit ein paar Daten übermitteln, wie z.B. wann der File geöffnet wurde etc, aber auch sogar Dinge wie die IP-Adresse oder spezifische Daten über den Computer, so dass man sogar erkennen kann, an wen der Lebenslauf weitergeschickt wurde etc.

Wirklich eine spannende Idee, auch wenn es wohl gerade in Deutschland wieder große datenschutzrechtliche Bedenken geben würde, gerade auch wenn man die IP-Adresse übergibt und entsprechend abspeichert. Außerdem könnte es Probleme bei größeren Unternehmen geben, bzw. Unternehmen, die eine sehr scharf eingestellte Firewall haben – da wird dann so ein Lebenslauf schnell mal als Virus geflagged, und landet am Ende nicht mal beim Personaler, sondern vielmehr im virtuellen Mülleimer…

Ich empfehle also niemanden, diesen Weg zu gehen – aber die Idee an sich ist halt wirklich sehr spannend & kreativ! Evtl. kann man das irgendwie weiterspinnen – so in Richtung Lesebestätigung bei eMails. Ich bin gespannt, was ihr zu dieser kreativen Idee dieses US-amerikanischen Bloggers sagt!

Ansonsten hab ich noch zwei schnelle Linktipps für euch ->
Der Akward Office Photo Contest, der durchaus auch in Deutschland Bait-Potential hätte, und 5 mehr oder weniger ernstzunehmende wissenschaftliche Gründe, wieso wir alle schlechte Arbeitnehmer sind – Cracked.com halt mal wieder *hihi*