Marcus Tandler

Die Mär vom Googlenden Personaler

So, endlich schaffe ich es mal auf Thorsten wirklich excellenten Social Media Report HR 2010 hinzuweisen! Leider war ich nur im Streß, und gestern auch noch Magen Darm mässig angeschlagen, so dass ich heute nur kurz die Gelegenheit ergreife als letzter meiner JOBloggenden Kollegen (Eva scheint schon ganz genervt vor lauter Studien *hihi*) auf diese tolle Studie hinzuweisen.

32 Seiten dick offenbart die Studie allerhand interessante Facts über die Nutzung von Social Media Plattformen im Unternehmen bzw. durch Personaler, wobei gerade eine Fragestellung bzw. deren Ergebnis meine Aufmerksamkeit gewonnen hat, nämlich die Frage, ob man denn mit Hilfe von Google und diversen Social Media Plattformen schon mal den Ruf eines Bewerbers überprüft habe… Dies haben 2009 nämlich gerade mal 59% der über 600 befragten Personaler gemacht, also gerade mal knapp über die Hälfte! Johannes vom Bewerberblog ist das auch aufgefallen, und die Erklärung ist auch recht schlüssig -> es sind halt ne Menge Bewerbungen, die tagtäglich auf den Personaler einprasseln, da hat man kaum Zeit sich intensiv um jeden einzelnen zu kümmern. Aber wenn ein Bewerber schon im engeren Kreis ist, wieso wird nicht mal dann ein kurzer virtueller Background-Check gemacht? Oder übernimmt dies dann vielmehr der spätere Vorgesetzte, der ja auch im entsprechenden Bewerbungsgespräch dabei ist…?! Auf jeden Fall recht lustig, denn gerade diese Mär vom Googlenden Personaler, der auch wirklich jedes noch so peinliche Foto auf Facebook oder dergleichen findet, wird ja immer wieder gerne von Journalisten hergenommen, wenn es um die Gefahren von Social Media geht…

Also nix wie hin zum Jacobsmühlen, und die Studie holen!

Ansonsten gibt´s noch ein anderes lustiges Thema, das gerade etwas hochgekocht ist – nämlich dank dem Spießer, dem sowieso in keinem gut sortierten RSS-Reader fehlen sollte -> “Es hat Xing gemacht, wozu der Spießer lauthals lacht!” …

Lustigerweise kenn ich einen der dort abgebildeten Personen, und wußte selbstverständlich auch von dessen Tätigkeit für XING, daher hat mich das Ganze jetz nicht sooo überrascht… aber mir war halt auch net bewußt, dass XING angekündigt hatte für seine Testimonial Kampagne zufriedene XING-Nutzer (und halt nicht zufriedene Mitarbeiter) zu nutzen… Klar, dass ein Mitarbeiter einen recht persönlichen XING-Moment hat – bzw. halt jeden Monatsersten wenns den Gehaltscheck gibt *hihi*

XING ist mittlerweile ganz hochoffiziell zurückgerudert, was nun fast noch mehr einen schalen Geschmack hinterlässt, und auch im Interview auf BasicThinking klingt das Ganze auf einmal gaaaanz anders… Wie gesagt, vorher ist mir das ziemlich am Allerwertesten vorbeigegangen, aber nun… ach egal… mir geht´s immer noch am Arsch vorbei…