Flucht aus dem Armenhaus
Erik hat mich heute morgen auf zwei nette Artikel im schweizerischen Pendant zu unserer lieben BILD Zeitung, dem Sonntags Blick aufmerksam gemacht…
Jeden Monat 2.000 Deutsche mehr
Dem Artikel zufolge ließen sich 2006 im Durchschnitt jeden Monat 2.000 Deutsche in der Schweiz nieder – satte 21% mehr also noch 2005.
Knapp 2/3 der eingewanderten Deutschen nahmen auch eine feste Arbeitsstelle in der Schweiz an – kein Wunder, wenn man den zweiten Artikel Flucht aus dem Armenhaus liest – so weiß der Blick den genauen Grund für diesen Trend:
Der Ansturm der deutschen Arbeitskräfte in die Schweiz hat vor allem einen Grund: Deutschland hat sich innerhalb weniger Jahre mutwillig zum Billiglohnland und zum Armenhaus gemacht. Selbst im «Boomjahr» 2006 gingen die Löhne weiter zurück.
Ganz schöner harter Tobak, den man da beim morgentlichen Kaffee lesen muss… und gerade von unseren doch so freundlichen Nachbarn! Die entpuppen sich plötzlich als nicht mehr ganz so freundlich – denn eine im Januar durchgeführte Umfrage brachte zu Tage, dass 66% der Schweizer der Meinung sind “Es gibt zu viele Deutsche bei uns“…
Aber jetzt mal Spaß beiseite – klingt alles etwas lustig und befremdlich, aber dennoch spricht dieser Artikel durchaus wahre Fakten an, die man so wohl nie in einer deutschen Zeitung zu lesen bekommen würde. Von demher lohnt es sich auf jeden Fall mal, sich die beiden Artikel näher zu Gemüte zu führen!









Sehr interessanter Artikel. Ich habe vorher diesen Aspekt noch gar nicht gesehen und fühle mich ehrlich bereichert.
Da ich gerade stark verunsichert ob meiner eigenen Meinung bin, frage ich nur mal:
Würde ein schlanker Staat helfen? Also, weniger Bürokratiekosten, Netto- den Bruttolöhnen angleichen? Vielleicht kann ja hier jemand mir eine Antwort geben. Danke!
Bestürzend? Bedrückend? Nein, ich denke, das ist normal, normal in einem System, das so nicht funktionieren kann. Bitte lest mal den Artikel http://www.deutschland-debatte.de/?p=106#more-106. Wir kommen immer näher an eine Sättigungsgrenze, da suchen sich einige zu Lasten anderer neue Lebensräume.
Wenn es in dem Originalartikel heißt “Die Deutschen sind hoch motiviert, und sie sprechen unsere Sprache, lobt Werner Messmer (61), Präsident des Baumeister-Verbands”, das heißt, Bürger wandern aus, weil sie in Deutschland keine Arbeit mehr finden, andererseits im “Länderranking” nicht schlecht abschneiden, dann muss sich das Ausland, auf Deutschland blickend, schon fragen: was ist da los? Was wird denn da für eine desaströse Politik gemacht? Welche Flitzpipen habt Ihr denn eigentlich?
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“schlanker Staat” klar, die Kosten sinken, wenn nicht andere Teile davon abzweigen “gegenzurechnender Aufwand”. Es könnten die Abgaben reduziert werden, es hätte zwar etliche ( frühere Staatsdiener ) mehr auf der Straße, die dann auch keine Arbeit finden müßten, sie sind ja Beamte und die sind arbeitsrechtlich besonders geschützt, aber theoretisch kann man das schon machen.
Was mich aber an solchen Gedanken besonders stört, ist, dass Arbeitsplatzabbau nicht nur individuell höchst problematisch ist, Arbeitsplatzabbau ist auch gleichzeitig ein Angriff auf die Jugend. Durch immer weniger Arbeitsplätze werden immer weniger Ausbildungsplätze bzw. Einsteiger- Arbeitsplätze angeboten.
in einem land das zunehmend lebensfeindlicher wird und in dem sich die eliten des landes einen dreck um den normalen bürger und seine sorgen und nöte scheren, dürfen wir uns nicht mehr über die abwanderung wundern.
BigBo
wir haben etliches au den Seiten was als zusätzlicher Grund reichen sollte.
Mobbing, Korruption, Dummheit und Ignoranz. Leider liest es keiner.
Wegschauen, sich raushalten ist des Michels Motto. Und dann wundern warum es auf dem Schulhof,
und nicht nur dort Tote gibt ….tzzzzzz