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Thema: Sollte man Hartz IV ganz abschaffen?

  1. #1

    Karlos Karlos ist offline

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    Sollte man Hartz IV ganz abschaffen?

    Die Einen sind am meckern, es sei zu wenig, die Anderen beschweren sich, dass die Empfänger alles Schmarotzer sind. Fakt ist Hartz IV erfüllt seinen Sinn nicht. Das Geld sollte ursprünglich dazu dienen die Menschen vor dem sozialen Abstieg zu schützen. Mittlerweile steigt man aber gerade dadurch ab, dass man Hartz IV Empfänger ist.

    Sollte man es also abschaffen um den Steuerzahler zu beruhigen (obwohl ich mich frage was daran beruhigend sein soll zu wissen dass man direkt auf der Straße landet wenn man seinen Job verliert), oder sollte man den Satz erhöhen, damit man nicht mehr als assozial eingestuft wird? Welcher Betrag währe angemessen? Oder würde man auch noch mit einem Hartz IV- Gehalt von 2000 € als assozialer gelten, weil man Almosen annimmt?

  2. #2

    Golum Golum ist offline

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    Hartz IV wäre dann eher angemessen, wenn man eine schnelle Chance auf einen neuen Job hätte. Eine möglichst geringe soziale Leistung soll ja verhindern, das Menschen sich in die soziale Hängematte fallen lassen und liegenbleiben. Das mag ja auch sinnvoll sein - nur das ungerechte an der Sache ist, das man bei sovielen Mitbewerbern und zuwenig adäquaten Arbeitsplätzen nicht so schnell aus der Kiste wieder aussteigen kann, und mit diesem geringen Einkommensmittel monatelang (über-) leben muss.
    Dabei gibt es durchaus arbeitswillige, die sich immer weiter runterwirtschaften, indem sie schlechter bezahlte Jobs annehmen - und bei der nächsten Arbeitslosigkeit noch weniger Anspruch auf Leistungen haben. Ich wurde z.B. bei dieser Gelegenheit 4 x als "überqualifiziert" rundheraus von Arbeitgebern abgelehnt - man kann also nicht selbst entscheiden, ob man einen minder qualifizierten Job annimmt - das machen noch immer die Arbeitgeber.
    Eine staatliche Finanzierung von erwerblosen Zeiten, die über dem durchschnittlichen Verdienst eines Arbeitnehmers liegt, würde wohl noch fataleren Sozialneid durch die Arbeitenden nach sich ziehen, als die paar Hatz IV-Kröten - damit wäre keiner glücklich.
    Vielleicht sollte man sich nach dem dänischen Prinzip orientieren: Arbeitslosengeld auf Netto-Lohn Level, Arbeitgeber können ohne Hürde feuern - aber auch einstellen und man findet sich für sein Leben damit ab, dass man nicht 20 Jahre im gleichen Betrieb, sondern alle paar Monate oder Jahre in einem neuen Betrieb arbeitet. In Dänemark klappt das.

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