Marcus Tandler

Inhouse Consulting: Karrieresprungbrett für den Beraternachwuchs

Heute mal ein kleiner Gastbeitrag hier im JOBlog von Anne Motz, PR-Beraterin bei Publicis Consultants zum Thema Inhouse Consulting. Finde das Thema ganz spannend (hatte ich bisher noch überhaupt garnicht auf dem Radar…), und Anne hat sich netterweise die Mühe gemacht, dass Thema mal ein wenig näher für euch zu beleuchten -> danke Anne!

Seit 2001 lasst sich in der Beraterbranche ein neuer Trend zu beobachten: Immer mehr Unternehmen stützen sich auf Berater aus den eigenen Reihen und bauen interne Unternehmensberatungen auf, die externe Beratungen entweder ergänzen oder ersetzen sollen. Mittlerweile beschäftigen rund zwei Drittel aller DAX 30-Unternehmen eigene Berater. In Deutschland gibt es bis zu 150 Inhouse Consulting-Einheiten, in denen circa 2.000 bis 2.600 Berater arbeiten, so das Ergebnis der ersten deutschen Studie zum Inhouse Consulting-Markt.

Inhouse Consulting-Einheiten werden gegründet, um interne Strategien zu entwickeln und Kosten zu reduzieren. Die Vorteile hierbei sind, dass interne Berater im Vergleich zu Externen das Unternehmen besser kennen und eine höhere Akzeptanz bei den Mitarbeitern haben. Folglich stellen Inhouse Consulting-Einheiten eine rasche, umsetzungsstarke Eingreiftruppe dar, die Projekte schneller und besser umsetzen können. So werden interne Berater vor allem bei strategischen und kurzfristigen Projekten bevorzugt, während externe Berater eher bei sensiblen Spezialthemen wie Restrukturierungen oder bei ressourcenintensiven Projekten eingesetzt werden. Ein Vorurteil, dem interne Beratungen häufig begegnen, ist die Betriebsblindheit, da Außenstehende kritisieren, dass interne Berater im Arbeitsalltag teilweise zu fokussiert auf ihr eigenes Unternehmen seien und externe Anreize verpassen.

Inhouse Consulting hat sich innerhalb der letzten Jahre zu einer Talentschmiede für den Managementnachwuchs entwickelt – neun von zehn Inhouse Consultants wechseln in den Mutterkonzern! Die Prognosen für die Entwicklung des Inhouse Consulting in den nächsten Jahren sind positiv: So wird sich der Trend in den nächsten Jahren fortsetzen und damit vielfältige Chancen für Absolventen oder erfahrene Unternehmensberater bieten.

Diese und weitere Erkenntnisse können in der ersten Studie zum deutschen Inhouse Consulting-Mark, erhoben von Bayer Business Services und der European Business School (ebs), unter Inhouse-Consulting.de nachgelesen und heruntergeladen werden.

Die Autorin:
Anne Motz
Anne Motz
PR-Beraterin bei Publicis Consultants Deutschland

Eine Reaktion zu “Inhouse Consulting: Karrieresprungbrett für den Beraternachwuchs”

  1. Diese Taktik verfolgen Casinos in Las Vegas bereits seit knapp 40 Jahren. Auch dort wird neben externen Beratern und Observern auch – unabhängig voneinander – eine interne Beratermannschaft beschäftigt.
    Genau wie in obigem Beispiel der DAX-Unternehmen ist auch im Casinobereich die “zweite Meinung” unerlässlich.
    Es gibt so machen internen Observer der schon sämtliche Biometrie-Scanner der teuren externen Firmen ausgestochen hat.

    Sorry wenns ein wenig am Thema vorbei ist, aber genau dieser Sachverhalt ist mir nach dem Lesen des Artikels sofort eingefallen :-)

    Schöne Grüße,
    Sascha

    Whoopster am 4. March 2009 um 17:07 Uhr

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