Marcus Tandler

Jobware schnappt sich die Financial Times

Heute morgen sind mir gleich ein paar bloggenswerte Sachen über den Bildschirm gehuscht…

Zuallererst natürlich die Breaking News, dass Jobware jetzt den Stellenmarkt der Financial Times Deutschland betreibt. Dieser wurde ja zuletzt von JobScout24 betrieben, die scheinbar in der letzten Zeit immer mehr auf die Kostenbremse treten… Mit Jobware als Partner ist die Financial Times aber wohl sowieso besser beraten, da Jobware ja allgemein als the one&only Fach- & Führungskräfte Stellenmarkt wahrgenommen wird. JobScout24 hingegen, mit seiner quietschbunten Comicfigur als Lead-Testimonial, waren da wohl eher fehl am Platze…

Die Sache mit den 250 Twitter Followern als Einstellungskriterium, hat mir Thorsten leider schon vorweggebloggt, aber bzgl. Twitter hab ich nochwas lustiges gefunden -> wie erstellt man einen Lebenslauf in Twitter (und damit in gerade mal 140 Zeichen!). Ich glaube nicht, dass sich da ein Standard durchsetzen wird, dafür sind 140 Zeichen einfach viel zu wenig – ich hätte da eher eine ganz andere Idee -> ein Twitter-Lebenslauf-Quickie in der Art von TwitPic! Man verlinkt seinen “TwitCV” und garniert das ganze mit ein paar Hashtags, und ab dafür! Bewerben via Twitter ist dann zwar immer noch scheiße, und man wird bestimmt nicht des Personalers Liebling, aber manche Unternehmen geben ja was auf gehyptes web2.0 Zeuchs…

Wo wir grad bei der Bewerbung sind -> StepStone (die jetzt übrigens auch auf Twitter aktiv sind) hat vor kurzem seinen Bewerbungsreport 2009 (“Wie sich deutsche Fach- und Führungskräfte bewerben“) via PDF zum Download bereitgestellt. Nix sonderlich spannendes, geschweige denn spektakuläres. Bis auf eine Frage vielleicht -> “Befürchten Sie, dass Ihnen Ihre Einträge in sozialen Netzwerken wie z.B. XING, Facebook oder studiVZ im Vorstellungsgespräch schaden können?” – da antworteten nämlich 21,9% mit Ja, und das sie daher auch garnicht erst in solchen Netzwerken Mitglied seien. Könnte natürlich an der beschissenen Fragestellung liegen, dass soviele mit Ja antworten, und zwar bei XING aktiv sind, aber halt kein privates Profil bei bspl. Facebook unterhalten (was allerdings besser hinsichtlich des freien Zugriffs beschränkbar ist!).

Ah, wo wir grad von XING reden… Die Jobbörsen zittern ja, das XING der neue Jobbörsen Overlord werden könnte, ich frage mich indessen eher, ob XING die neue BRAVO wird -> Hier ein kleiner Screenshot
mmmhhh… Frau Stefanie K. gehört in der eben erwähnten Studie wohl eher zu den Leuten, denen Online Reputation Management egal ist…

Ebenfalls immun bzgl. Online Reputation Management ist scheinbar niemand geringerer als der neue Cheffe vom britischen Geheimdiest MI6 (ja genau – der Arbeitgeber von 007). Sir John Sawers hat nämlich eine Facebook-Poweruserin als Ehefrau, die mal schön private Urlaubsfotos (vom Frisbee spielenden Ober-Spion in Badehose ist die Rede…) bei Facebook hochgeladen hat… #FAIL

In diesem Sinne noch nen wunderschönen Tag!

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