Kandidatensuche via Twitter?
Grad was interessantes beim Cheezhead gefunden -> hiring managers prefer linkedin – LinkedIn wird also am meisten von Personalern genutzt (immerhin 75%), danach Facebook mit 26% und letztendlich Twitter (!). Bitte was? Twitter? Personaler schauen sich also erstmal auch das getwitterte genauer an? Gut, macht evtl. Sinn um nen Bewerber zu scannen, aber jetz kommts -> die Personaler nutzen diese Networks nicht nur zum scannen, sondern auch zur Kandidatensuche! Und immerhin 16% aller befragten Personaler gaben an, dass sie Twitter auch zur Kandidatensuche nutzen würden! Wie krass ist das denn bitte? Personaler streunen also über Twitter Profile, um geeignete Kandidaten zu finden? Find ich schon etwas arg abgefahren… Ich meine, wie geht man denn da als Personaler vor? Wie sucht man via Twitter potentielle Kandidaten? Was meint Ihr dazu?







Hi Marcus,
in der Tat ist das krass, hängt aber vielleicht auch mit dem Hype zusammen, der gerade um Twitter besteht.
Aber wenn es mit jobtweet.de, twitterjobsearch uvm. ein leichtes für Bewerber ist, sich zu präsentieren und auf sich aufmerksam zu machen, gilt dies umgekehrt für Personaler auch. Ein Blick in das aktuelle JobSpezial von alma mater, die Karrierebibel, das Bewerberblog, das blogaboutjob, das online-recruiting.net oder den personalberaterblog wollmilchsau zeigt, daß das Personalwesen mit Recruiting 2.0 (Facebook, Linkedin, Xing oder eben Twitter) durchaus was anfangen kann.
Aber: Für Personaler ist der Faktor Zeit entscheidend! Neben den inzwischen berghohen Stapeln an Bewerbungen müssen sie eben auch im Netz nach Kandidaten schauen und diese finden. Da es um Twitter inzwischen jede Menge Tools gibt, wird dies erleichtert. Kostenlos ist der Service ohnehin und er läßt sich prima mit anderen Social Media Tools verknüpfen.
Schließlich: Twitter bietet eine Suche an, die durchaus schnell zum Erfolg führen kann, wenn man die richtigen Schlagwörter eingibt…
Fazit: Da aktuell wohl nicht mal 100.000 User in Deutschland Twitter nutzen, es aber einen hohen Bekanntheitsgrad genießt, könnte man es noch als Geheimtipp für Personaler bezeichnen, aber in einer Phase, in der Personaler immer mehr Bewerbungen in die Hand bekommen, aber deren Qualität nicht der gewünschten entspricht, liegt es auf der Hand, alternative Werkzeuge zum Recruiten zu nutzen. Und: Wer nach It-Spezialisten, medienaffinen und ingenieurswissenschaftlichen Absolventen sucht, sollte sich sputen, bei Twitter vorbeizuschauen…
Beste Grüße aus Stuttgart
Johannes
Funktioniert sogar ganz gut. Mit twellow.com kannst Du gezielt suchen. Nicht nur nach Stichworten, sondern Twellow selbst kategorisiert immer mehr Twitter User. So gibt es z.B.mittlerweile die Katalogsuche, wo sogar nach Branchenzugehörigkeit unterschieden wird. Der Ansatz ist nicht schlecht.
Hi Marcus,
ich kann den beiden nur zustimmen. Auch wenn Deutschland (noch) nicht zu den Twitter-starken Ländern gehört, gibt es bereits einige Unternehmen, die das Potenzial erkannt haben und dort z.B. ihre Hochschulmarketing Aktivitäten zwitschern (z.B. Bayer). Eine Liste mit deutschen Marken, die twittern, gibt es hier: http://www.talkabout.de/twitter-rankings/deutsche-marken-auf-twitter/
Ich denke, dass sich dieses Medium momentan noch nicht stark zur Personalsuche eignet, aber wie sagen die Angelsachsen: The early bird catches the worm. Also nix wie ran!
Viele Grüsse, Eva
Hi Marcus,
genau darüber reden wir nächste Woche auf Einladung von @l_altmann auf der Internet World.
Fakt ist, manche Firmen und Eva sagte es schon richtig nutzen es aktiv um auf Jobs und Karriere Events hinzuweisen, auch wir haben öfters Anfragen von Bewerbern und jetzt langsam auch firmen über Twitter.
Es ist in der IT und Internet Welt schon trendy einen Twitter Account zu haben, und da auch diese Leute gerade auf der “Twitterstrasse” stehen macht es auch Sinn über Twitter in Kontakt zu treten. Klar ist danach mail und ein kurzes Gespräch vonnöten, um den Kandidaten Tipps geben zu können.
Aktiv twittern ausser den Herrschaften, die vorher schon kommentiert haben
@almameise
@eva_zils
@jacobsmuehlen
@Mediadonis
@karrierebibel
@spirofrog
@bayer und @schmitz
@Hr_markus
@bertelsmannjobs @bertelsmannCYOC
@otto_jobs
und wer es auch schön macht ist @DBkarriere
und einige mehr!
Agenturen versuchen gerade aktiv diesen Markt für sich zu besetzen
manchmal mit noch wenig Erfolg. Weil einer muss es dezidiert machen ! –
Vor allem weil Twitter per se ein ” Live und 24 h / 24h Medium ” ist.
Wird man sehen, wie es sich entwickelt, auch ICQ wurde mal so gehypt!
In D. wuchs Twitter von der cebit im März bis heute von 25.000 auf ca. 100.000 aktuell, das ist noch nicht wirklich gross!
Aus meiner Sicht eignet sich das Medium noch nicht so sehr zur aktiven Suche nach geeigneten Profilen. Von Seiten der DB nutzen wir es explizit um den Viralen-Effekt zu nutzen, den das Medium twitter für mich besser Verkörpert als jedes andere Medium. Das schönste daran ist, dass twitter komplett transparent ist und es bereits ausreichend Tools gibt, um tweets zu monitoren.
Früher oder später muss man doch dem Controlling vorrechnen, was twitter bringt und ob es die Zeit wert ist.
Meiner Meinung nach definitiv ja. Ein Fehler wäre sicherlich nur auf twitter zu setzen, aber das tut sicherlich niemand. Im Rahmen einer geeignete Social Media/ Web 2.0 Strategie ist twitter allerdings meiner Meinung nach das stärkste Element.
Viele Grüße
@Thomas Schulze: Danke fürs Kompliment:-)
Twitter ist nur ein Bestandteil in einer sich verändernden Recruitingwelt. Bayer ist ein innovatives Unternehmen und bietet den Dialog dort, wo sich unsere Zielgruppe aufhält.
[...] Genau unser Thema: Gerade gefunden im Jobblog http://www.secretsites.de/joblog/?p=550 [...]
Als Unternehmen twittern – ja, schön und gut, damit man “da ist wo die Zielgruppe sich aufhält”. Aber in Twitter Kandidaten screenen, auf so eine Idee bin ich in meiner bisherigen Recruiting Karriere noch nicht gekommen. Da lerne ich die Leute doch lieber persönlich kennen….und mal ganz ehrlich, welcher Chef trinkt nicht auch mal einen über den Durst und zeigt die Bilder dann seinen Freunden
Die jungen Leute machen das halt lieber online. Das einzige was ich mir vielleicht mal von einem Kandidaten angucke ist sein Xing Profil um zu sehen mit wem er so vernetzt ist
Hallo Marcus,
wir haben auch erst vor kurzem JobTweet für uns entdeckt und können so zumindest unsere Profile posten. Zur Kandidatensuche haben wir es bisher noch nicht genutzt, aber ganz abwegig ist diese Überlegung wirklich nicht… Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wir das gerade bei “schwierigen” Fällen durchaus mal nutzen werden.
Im Übrigen finde ich die ganze Diskussion hier ziemlich klasse. Letztes Jahr haben zum 1. April noch einen Scherz über Twittern und Recruiting (http://www.bewerberblog.de/?p=497) gemacht und dieses Jahr wird überall drüber diskutiert… sehr schön.
Viele Grüße aus Jena
Daniela
[...] den Kommentaren zu meinem Post -> Kandidatensuche via Twitter entwickelt sich eine sehr spannende [...]
Hi Marcus,
in der Tat, hier entwickelt sich etwas! Übrigens sind wir jetzt mit unseren Stellenangeboten von alma mater auch bei http://www.jobtweet.de gelistet. Eine feine Sache.
Eines, um die Diskussion ein wenig zu befeuern: Wir sollten uns bewußt sein, daß auf der Basis derer, die Twitter wirklch nutzen, dieses Tool noch viel Potenzial hat.
Denn: Wer nutzt es schon? Wenige. Und die sind dann auch noch für die Bewegung auf Twitter zuständig. Habe mir dazu mal die aktuelle und wirklich sehr spannenden Studienergebnisse von Sysomos “An In-Depth Look Insider the Twitter World” unter http://www.sysomos.com/insidetwitter/ angesehen.
Fakt ist: Von den ca. 11.5 Mio. Accounts und ihren Usern befinden sich gerade einmal 1,51% in GER! Der überwiegende Teil ist in den USA, UK, CAN, AUS und BRA angesiedelt. Damit steht D auf dem sechsten Platz. Was die Nutzung von IPhones betrifft, rangieren die dt. Nutzer bereits auf Platz drei…:)
Was will ich damit sagen? Ich möchte hinterfragen, ob ich von Bewerbern und Personalern tatsächlich erwarten kann, sich auf Twitter zu bewegen. Twitter ist in aller Munde aber kaum jemand nutzt es. Wir haben unsere Alma Meise Mitte September letzten Jahres losgeschickt, um Twitter zu erkunden, was ihr bis heute recht gut gelingt.
Wir und damit meine ich die Branche rund um Recruiting und Karriere und darin alle Twitterer sollten uns bewußt sein, daß Twitter mit seiner lebendigen Vielfalt eine weitere Alternative zu hergebrachten Werkzeugen sein kann.
Aber wir sollten dabei nicht vergessen, daß es noch eine Menge Menschen gibt, die damit nichts anfangen können und die von uns durchaus erwarten können, daß wir es ihnen erklären bzw. vermitteln…
@Claudia: Natürlich kann man über Twitter Infos zu Kandidaten einholen, sofern diese ein gepflegtes Profil haben. Dazu kann man die Tweets monitoren und auswerten. Und Sinn macht es auch, weil gerade Twitter manchen dazu verleitet, halboffiziell zu zwitschern… “Dooced” meitnt im Englischen, den Job zu verlieren, weil man sich über Chef und Unternehmen via Internet ausgelassen hat… Diese Problematik erreich inzwischen Twitter und damit auch Deutschland. Schließlich: Klar wollen Personaler Kandidaten persönlich kennenlernen. Nur: Wie kommt der Kontakt heutzutage zwischen Bewerber und Personaler überwiegend zustande? via Online-Bewerbung bzw. Formular! Und wann kommen da eigentliche Personaler ins Spiel? Ich denke, Claudia, persönlich ist gut, aber Informationen über einen Kandidaten aus dem Netz obendrein zu haben, wird immer wichtiger werden.
Mit besten Grüßen aus Stuttgart
Johannes
Jeder sechste Personaler gibt an, dass er Twitter aktiv für die Rekrutierung nutzen möchte? Diese Innovationskraft deckt sich leider nicht mit den Erfahrungen, die ich bei meinen Kunden tagtäglich vorfinde. Sorry! Wir bei alma mater experimentieren schon seit einigen Monaten mit Twitter und ich weiss, dass es ein paar Firmen wie Bertelsmann und Otto gibt, die hier aktiver sind. Das Gros der Personaler ist leider immer noch sehr in der “klassischen” Print-Welt verhaftet und nutzt nicht mal aktiv die Lebenslaufdatenbanken von Monster und Co.
Viele Grüße aus Stuttgart
Jürgen
[...] stellt bei JOBlog die Frage, ob es sinnvoll ist, Kandidaten via Twitter zu suchen. Darüber ist eine rege Diskussion [...]
Sicher hängt das mit dem aktuellen Hype zusammen. Das ist normal. Aber Twitter hat durchaus das Potenzial zum Personal Branding und ist damit ein wichtiger Bestandteil einer Eigenmarketingstratgie, die freilich darauf abzielt, gefunden zu werden. Es ist doch daher nur konsequent, wenn auch Arbeitgeber nachsehen, wer und was dort gefunden werden kann.
Hinzu kommt: Stellenbörsen werden im Bereich Recruiting immer unattraktiver. Die Unternehmen setzen zunehmend auf eigene aktive Strategien. In der Krise erst recht: Wenig Jobs – mehr sieben. Entsprechend stark suchen sie auf solchen Kanälen nach Talenten.
Punkt 3: Kommunikationsstärken werden immer wichtiger im Job. Gute Twitterer beweisen, das sie diese besitzen – und müssen das nicht erst im Lebenslauf erzählen.
[...] bereits Twitter zur Kandidatensuche, so eine US-Umfrage, die bereits drüben im JoBlog eifrig diskutiert wird. Was ich dort kommentiert habe, sage ich aber gerne auch hier noch [...]
Nun, ein von meinen Bekannten (Personaler) versucht auch mit twittern, denn “Warum denn auch nicht?” – meint, dass man mit CV-Durchsichten niemals schlau genug wird und teilweise die Anhübschung von den Bewerbungsunterlagen sehr fortgeschritten ist.
Ganz klar eine Fehlbesetzung der Personaler. Für Personaler die Zeit haben bei Twitter sich ein Bild über mögliche Arbeitnehmer zu machen, würde ich kein Geld zahlen. Wo ist da noch eine Qualifikation? 8te Klasse Abschluss?
[...] stammt genau wie Stellenanzeigen.net und der JOBlog aus der Wiege von Marcus Tandler. Auf der Seite werden viele Tipps zum Anschreiben, Lebenslauf, [...]