Keine Chance für Berufseinsteiger
Auf SPIEGEL Online habe ich grad eben einen hervorragenden Artikel gefunden -> “Vom Ingenieur zum Tellerwäscher” – über junge Berufseinsteiger, die trotz excellenter Ausbildung, derzeit einfach keine Jobs bekommen, bzw. halt als erster dran sind, wenn es betriebsbedingte Kündigungen gibt…
Wirklich ein paar krasse Fakten in dem Artikel, wie bspl.:
“Als die Personalberatung Kienbaum jüngst Unternehmen befragte, wie sie auf die Wirtschaftskrise reagieren, fielen die Antworten eindeutig aus: 72 Prozent der Firmen stellen weniger oder gar nicht mehr ein, 57 Prozent verzichten auf Zeitarbeiter, 46 Prozent haben mit dem Personalabbau bereits begonnen. Für Kienbaum-Experte Sörge Drosten ist die Sache klar: “Viele Unternehmen würden sich gern verstärken, aber sie können es in der aktuellen wirtschaftlichen Lage nicht.”
Wirklich ein lesenswerter Artikel!
So bleiben manchen Berufseinsteigern dann nur drastische Arten der Bewerbung, wie bspl. diese junge Dame hier in Chicago ->

Und wo wir grad vom bewerben reden -> wie wärs mit einer Statistenrolle bei “Sex and the City 2“? Die Produktionsfirma sucht nämlich gerade nen ganzen Schwung sogenannte “extras“, und zwar nicht irgendwelche, sondern:
“Fashion Models, Celebrity types, Upscale Socialites, Fashionistas, Urban Club goers, Gays and Lesbians, International types (Middle Eastern, Arabic, Asian, European, British), Professional Soccer Players.”
Na, wär das was?
Oh, und nochwas Jobbörsen-mässiges -> Das US Monster hat seine neue “PowerSearch” gelauncht, die noch bessere Ergebnisse bei der Jobsuche liefern soll. Nen kleinen Test-Drive hab ich schon mal gemacht – sieht wirklich gut aus. Aber letztendlich ist das Besondere wohl einfach nur ein besseres Matching, was vor allem, durch händisches Tagging einzelner Keys mit anderen relevanten Keys (der “Sales Manager” bspl. kann ja ebenfalls auch ein “Vertriebsmitarbeiter” sein) erfolgt. Aber schön zu sehen, dass auch noch in die gemeine Suche Zeit & Geld investiert wird!









Tja, Marcus das ist leider die traurige Realität in Deutschland aktuell.
Wir kennen jede Menge Geschichten, die sich aktuell in den Unternehmen abspielen.
Kündigungen in der Probezeit wegen “overhiring” ist da nur das kleinste Thema. Wir hatten jüngst ne Kandidatin, die hatte exakt 3 h. in Ihrem neuen Job, da Ihr Boss gefeuert wurde – und Sie dann auch! 3 h nach Dienstantritt !
Schade, dass viele Unternehmen immer noch nicht verstanden haben,
dass gerade junge Leute wieder Ideen und Innovationen in die Unternehmen bringen
Und vor allem in diesen Zeiten sollten die Firmen “Employer Branding” betreiben, denn jetzt fällt man auch auf und taucht nicht unter im Anzeigen Dschungel!
Just my 5 cents!
Deutschland ist ein Land für alte Menschen, die keine alten Menschen in einer Firma haben wollen. Die jungen Menschen werden ungerne genommen weil ihre Berufserfahrung nicht ihrem Alter entspricht.
Für viele sind 30jährige schon zu alt, besonders für Geschäftsführer, die ihrem Personal sagen wollen wo es langgeht aber selbst nicht wissen wie es funktionieren soll.
Das kuriose an der Sache, wenn Du Außendienst-Mitarbeiter brauchst und dafür eine Menge Geld für Personalwerbung investierts, melden sich dennoch kaum jemand. Der Markt für Vertriebs-Mitarbeiter ist wie ausgetrocknet. Wie wenn der Beruf eines Aussendienst-Mitarbeiters die Pest hat. Jeder will nur im Büro sitzen. Es ist unheimlich. Gerade in der Krise schreit der Markt nach qualifizierten Mitarbeitern im Vertrieb und kaum einer will hin.
Wir müssen flexibler werden in good old Germany und Österreich
Ich habe letztens auch von einem amerikanischen BWL-Berufsanfänger gehört, der nach 40 Vorstellungsgesprächen immer noch keinen Job hatte. Er tingelt nun durch die USA und will jeweils 1 Woche in jedem Bundesstaat einen Hilfsjob machen. Ist schon eine harte Zeit für Berufseinsteiger. So hart wie wahrscheinlich noch nie.