Marcus Tandler

Keine Chance für Berufseinsteiger

Auf SPIEGEL Online habe ich grad eben einen hervorragenden Artikel gefunden -> “Vom Ingenieur zum Tellerwäscher” – über junge Berufseinsteiger, die trotz excellenter Ausbildung, derzeit einfach keine Jobs bekommen, bzw. halt als erster dran sind, wenn es betriebsbedingte Kündigungen gibt…
Wirklich ein paar krasse Fakten in dem Artikel, wie bspl.:

Als die Personalberatung Kienbaum jüngst Unternehmen befragte, wie sie auf die Wirtschaftskrise reagieren, fielen die Antworten eindeutig aus: 72 Prozent der Firmen stellen weniger oder gar nicht mehr ein, 57 Prozent verzichten auf Zeitarbeiter, 46 Prozent haben mit dem Personalabbau bereits begonnen. Für Kienbaum-Experte Sörge Drosten ist die Sache klar: “Viele Unternehmen würden sich gern verstärken, aber sie können es in der aktuellen wirtschaftlichen Lage nicht.

Wirklich ein lesenswerter Artikel!

So bleiben manchen Berufseinsteigern dann nur drastische Arten der Bewerbung, wie bspl. diese junge Dame hier in Chicago ->

Need a Job

Und wo wir grad vom bewerben reden -> wie wärs mit einer Statistenrolle bei “Sex and the City 2“? Die Produktionsfirma sucht nämlich gerade nen ganzen Schwung sogenannte “extras“, und zwar nicht irgendwelche, sondern:

“Fashion Models, Celebrity types, Upscale Socialites, Fashionistas, Urban Club goers, Gays and Lesbians, International types (Middle Eastern, Arabic, Asian, European, British), Professional Soccer Players.”

Na, wär das was?

Oh, und nochwas Jobbörsen-mässiges -> Das US Monster hat seine neue “PowerSearch” gelauncht, die noch bessere Ergebnisse bei der Jobsuche liefern soll. Nen kleinen Test-Drive hab ich schon mal gemacht – sieht wirklich gut aus. Aber letztendlich ist das Besondere wohl einfach nur ein besseres Matching, was vor allem, durch händisches Tagging einzelner Keys mit anderen relevanten Keys (der “Sales Manager” bspl. kann ja ebenfalls auch ein “Vertriebsmitarbeiter” sein) erfolgt. Aber schön zu sehen, dass auch noch in die gemeine Suche Zeit & Geld investiert wird!

Falls Sie dieses Thema interessiert, sollten Sie auch lesen:

4 Reaktionen zu “Keine Chance für Berufseinsteiger”

  1. Tja, Marcus das ist leider die traurige Realität in Deutschland aktuell.

    Wir kennen jede Menge Geschichten, die sich aktuell in den Unternehmen abspielen.

    Kündigungen in der Probezeit wegen “overhiring” ist da nur das kleinste Thema. Wir hatten jüngst ne Kandidatin, die hatte exakt 3 h. in Ihrem neuen Job, da Ihr Boss gefeuert wurde – und Sie dann auch! 3 h nach Dienstantritt !

    Schade, dass viele Unternehmen immer noch nicht verstanden haben,
    dass gerade junge Leute wieder Ideen und Innovationen in die Unternehmen bringen :-)

    Und vor allem in diesen Zeiten sollten die Firmen “Employer Branding” betreiben, denn jetzt fällt man auch auf und taucht nicht unter im Anzeigen Dschungel!

    Just my 5 cents!

    Thomas Schulze am 28. July 2009 um 17:20 Uhr
  2. Deutschland ist ein Land für alte Menschen, die keine alten Menschen in einer Firma haben wollen. Die jungen Menschen werden ungerne genommen weil ihre Berufserfahrung nicht ihrem Alter entspricht.

    Für viele sind 30jährige schon zu alt, besonders für Geschäftsführer, die ihrem Personal sagen wollen wo es langgeht aber selbst nicht wissen wie es funktionieren soll.

    Strangerli am 29. July 2009 um 09:49 Uhr
  3. Das kuriose an der Sache, wenn Du Außendienst-Mitarbeiter brauchst und dafür eine Menge Geld für Personalwerbung investierts, melden sich dennoch kaum jemand. Der Markt für Vertriebs-Mitarbeiter ist wie ausgetrocknet. Wie wenn der Beruf eines Aussendienst-Mitarbeiters die Pest hat. Jeder will nur im Büro sitzen. Es ist unheimlich. Gerade in der Krise schreit der Markt nach qualifizierten Mitarbeitern im Vertrieb und kaum einer will hin.
    Wir müssen flexibler werden in good old Germany und Österreich

    Volkmar Iro am 31. July 2009 um 10:42 Uhr
  4. Ich habe letztens auch von einem amerikanischen BWL-Berufsanfänger gehört, der nach 40 Vorstellungsgesprächen immer noch keinen Job hatte. Er tingelt nun durch die USA und will jeweils 1 Woche in jedem Bundesstaat einen Hilfsjob machen. Ist schon eine harte Zeit für Berufseinsteiger. So hart wie wahrscheinlich noch nie.

    Jens am 1. August 2009 um 01:27 Uhr

Ihre Meinung dazu:

Bitte lesen Sie vorm kommentieren meine Nutzungsbedingungen!





Hinweis: Ihre E-Mail-Adresse wird später nicht angezeigt. Kommentare können mit den üblichen HTML-Befehlen formatiert werden. Der Blogbetreiber behält sich allerdings vor, diese ungefragt zu löschen. Kommentare, die eine werbliche Absicht verfolgen – vor allem wenn diese als Werbung nicht kenntlich gemacht oder in der Absicht erstellt wurden, Betreiber und Leser über die wahre Absicht zu täuschen, werden ggf. in Rechnung gestellt.