Marcus Tandler

Knetmännchen auf Speed

Sorry again für die lange post-freie Zeit, aber ich war ja in London… die CJU war wirklich hervorragend – tolle Konferenz!
Und ich kann voller Stolz berichten, dass ich habe bei der großen Preisverleihung überraschenderweise den Outstanding Personal Contribution to Affiliate Marketing in Europe Award gewonnen! Vielen lieben Dank Commission Junction für diese Ehre!

Aber was sehe ich nach meiner Rückkehr in meinem überfüllten Mail-Account – eine Mail von Monster, die ich euch nicht vorenthalten will…

Evalu8meDas Monster bemüht sich ja seit der Übernahme des mehr als beliebten Jobpiloten vor drei Jahren um ein seriöseres Image, denn gerüchtehalber wollten ja einige der Jobpiloten-Kunden (bspl. Siemens – hier zu lesen) nicht zusätzlich beim Monster gelistet werden (sogar kostenlos!)… Mit der Fernsehwerbung kam aber nicht der erhoffte Erfolg, und damit eine Herrschar der doch so begehrten Fach- und Führungskräfte, sondern eher die breite Masse auf die Plattform – was zwar einen enormen Besucherzuwachs zur Folge hatte, aber eben nicht den ersehnte Imagewechsel. Kein Wunder, wenn man als Testimonial auf ein so ein Trompetenviech vertraut 🙂

Nun haben die Bad Homburger Monster eine neue, geradezu geniale, virale Aktion gestartet -> Evalu8me – wer kann da noch behaupten, dass man unter Drogeneinfluß keine genialen Ideen haben kann? 🙂
Das Knetmännchen, das nur einem wilden LSD-Trip entsprungen sein kann, erklärt sehr anschaulich, und mit einer unsäglichen Musik unterlagert, den eigentlichen “Sinn” von Evalu8me – die Möglichkeit Kollegen, um eine sinnhafte Einschätzung der eigenen Eigenschaften zu bitten. Damit soll man dann herausfinden können, wo die eigenen Schwächen, sowie Stärken liegen, sofern man dies nicht selber einschätzen kann. Rein psychologisch würde man den Link aber wohl aber sowieso nur denjenigen weiterleiten, mit denen man sowieso ein gutes Verhältnis pflegt, und die einen wohl kaum als Kackstelze abstempeln werden… Wer schickt schon seinem Chef nen Link auf diese Seite? Der würde einen doch direkt zur Drogentherapie schicken, noch bevor er erhascht hat, dass diese Seite dem Monster zuzuschreiben ist. Somit dürfte dann wohl die Relevanz der Ergebnisse gen Null gehen, auch wenn es natürlich verlockend ist, jemand mit Hilfe dieses Ensembles bekiffter Möchtegern-Teletubbies mal so richtig die Meinung zu geigen…

Naja, wie auch immer – getreu meinem Credo: “Das Gegenteil von gut gemacht, ist gut gemeint” bekommt das Monster für diese Aktion mal den prestigeträchtigen “JOBlogs unnützer Scheiß des Monats” Award für diesen Monat verliehen – Glückwunsch und weiter so! 🙂
Mit dem erhofften seriösen Image wirds wohl aber erstmal nix…

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