Marcus Tandler

Kreatives Recruiting

Gerade hatten wir es noch mit kreativen Lebensläufen, aber wie steht es eigentlich um die Kreativität rekrutierender Unternehmen? Standard-BlaBla-Stellenanzeigen kann ja jeder – dank der bloggenden Wollmilchsau bin ich gerade auf eine sehr nette Stellenanzeigen-Infografik einer belgischen Unternehmensberatung gestossen ->

Kite Recruiting Infographic
(Hier gibt´s die ganze Infografik in voller Größe)

Sehr coole Idee, und auch richtig gut umgesetzt! Gerade in einer Branche seelenloser Anzugträger Zombies ein guter Weg, um sich von der Personal-verschleifenden Konkurrenz abzuheben. Das Ding ist auch relativ leicht kopierbar – ein paar wichtige und lustige Fakten über die Company zusammentragen, an einen guten Grafiker geben -> fertig ist die kreative Stellenanzeige!

Für ne IT-Bude könnte man bspl. die Film-, Musik- und Videospiel-Vorlieben der programmierenden Belegschaft sammeln, und dann entsprechend in ein paar netten Tortendiagrammen aufbereiten. Der für Progger obligatorische Koffein- und Nikotinverbrauch pro Woche lässt sich sicherlich auch recht nett in ein Diagramm packen etc. etc. Einfach ein paar nette Fakten, die ungefähr widerspiegeln, wie die zukünftigen Kollegen so drauf sind – da lässt sich doch gleich viel mehr rauslesen, als aus so ner Standard Stellenanzeige, die mehr oder weniger nur ein wenig die Company beweihräuchert.

Wer traut sich? Freiwillige vor *hehe*

Ebenfalls lesenswert -> BranchOut launcht einen Recruiter Search Service, und fängt an, sich langsam auf LinkedIn einzuschießen. Mit ca. 30.000 täglich aktiven Usern ist BranchOut halt auch echt ne Nummer, die neue Services, wie bspl. das deutlich später gestartete BeKnown aus dem Hause Monster nur noch sehr schwer erreichen können, nachdem Facebook ja die Messaging Möglichkeiten von Apps (also das automatische Posting von Invites etc.) deutlich eingeschränkt hat (vielen Dank dafür btw!). Genau dank diesem “Dein Freund XY will sich mit Dir auf BranchOut connecten” Pinnwand-Spam ist BranchOut ja groß geworden, so waren zur besten Zeit knapp 250.000 User täglich dort aktiv – whoa! Ich glaube zwar, dass LinkedIn das relativ kalt lässt, getreu dem Sprichwort “was stört es eine deutsche Eiche, wenn sich ein Schwein daran kratzt“, aber dennoch wird es spannend, die weitere Entwicklung zu verfolgen.