Marcus Tandler

Lebenslauf

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Der Lebenslauf – Ihre Visitenkarte

Wochenlange Suche in der Zeitung und im Internet – endlich haben Sie Ihren Traumjob gefunden. Nur noch die Bewerbung schreiben und ab die Post?

Oft beschäftigt man sich intensiv mit der Formulierung des Anschreibens und nur wenig mit der Formulierung des Lebenslaufes. Dabei ist er die Visitenkarte, Ihr erster Schritt in das Unternehmen! Deswegen sollten Sie sich für die Ausarbeitung eines aussagefähigen Lebenslaufes viel Zeit nehmen und die enthaltenen Daten regelmäßig aktualisieren.

Sie müssen den Lebenslauf nicht für jede neue Bewerbung komplett neu schreiben. Aber Sie sollten ihn jedes Mal gründlich durchsehen bevor sie ihn verwenden. Dann können Sie bestimmte Erfahrungen besonders betonen und andere ein wenig zurück stellen – je nach dem, was in der Stellenanzeige gefordert ist, oder was Ihnen für den angestrebten Job besonders wichtig erscheint

Der Lebenslauf enthält neben den persönlichen Daten (Name, Adresse, Nationalität, Geburtsdatum oder Alter) alle Angaben zur Ausbildung und zum beruflichen Werdegang. Alle Zeitangaben müssen mit Monat und Jahr gemacht werden. Wenn Sie angeben, dass Sie von 1997 bis 1998 bei einer Firma gearbeitet haben, weiß der Arbeitgeber nicht, ob Sie von Januar 97 bis Dezember 98 oder nur von Dezember 97 bis Januar 98 dort gewesen sind.

Versuchen Sie nicht, Lücken im Lebenslauf zu kaschieren. Spätestens im Vorstellungsgespräch wird man Sie sowieso fragen, was Sie in den betreffenden Zeiten gemacht haben. Als Faustregel gilt: sollten Sie länger als ein oder zwei Monate nicht gearbeitet haben, müssen Sie anführen, was Sie sonst in diesem Zeitraum getan haben – zum Beispiel eine längere Reise zwischen zwei Jobs, eine Weiterbildung oder eine freie Tätigkeit.

In Deutschland war es lange Zeit üblich, alle Daten chronologisch vorwärts aufzuführen. Das heißt, man fing mit der Grundschule an und hörte irgendwann auf der zweiten Seite mit dem aktuellen Job auf. Diese Gliederung ist noch immer sehr häufig. Sie gilt aber inzwischen allgemein als veraltet. Schließlich möchte der Arbeitgeber in erster Linie wissen, was Sie in den letzten Jahren gemacht haben, und nicht, wo Sie zur Schule gegangen sind (siehe auch Lebenslauf Checkliste).

Besonders, wenn man schon einige Jahre Berufserfahrung hat, ist es sinnvoller, die Daten chronologisch rückwärts zu gliedern. Ausbildung und beruflicher Werdegang sollten getrennt werden. Der Empfänger sieht dann auf den ersten Blick, was jemand gelernt hat, und wie er sich weiter entwickeln konnte. Eine solche Gliederung bietet sich auch und gerade für diejenigen an, die keine gradlinige berufliche Entwicklung genommen haben. Werfen Sie am besten einmal einen Blick auf diese Lebenslauf Vorlage.

Neue Richtlinien

Die Europäische Kommission bereitet einheitliche Regeln vor, nach denen Bewerber ihren Lebenslauf gestalten sollen. Das soll die Arbeitssuche im In- und Ausland leichter machen. Vorgesehen ist, eine inhaltliche Gliederung nach persönlichen Daten, Ausbildung, Berufserfahrung und besonderen Fähigkeiten zu empfehlen. Auch wenn die zu erwartenden Richtlinien noch nicht verabschiedet sind, können Sie Ihren Lebenslauf schon heute dem zu erwartenden internationalen Standard anpassen.

Der Lebenslauf ist nicht das wichtigste wenn Sie eine Bewerbung schreiben! Denn gerade ein knackiges Anschreiben, und eine gute Argumentation, wieso gerade Sie der richtige für den Job sind können auch einen lückenhaften Lebenslauf obsolet machen, und die ersehnte Einladung zum Bewerbungsgespräch bringen!