Marcus Tandler

LinkedIn blässt zum Angriff auf XING

LOL – gestern beim FAILBlog gefunden – 18jährige Bedienung mit 20 Jahren Berufserfahrung gesucht… aha…

Waitress Wanted FAIL
Nochwas ernsthaftes gefällig? Gerne! LinkedIn nimmt derzeit so richtig an Fahrt auf in Deutschland. Auf der Zukunft Personal wurden ja erst kürzlich deren (wirklich vielversprechend aussehenden) Personaler Tools vorgestellt, und heute flattert eine Pressemitteilung in meinen virtuellen Postkasten, die postuliert, dass LinkedIn bei den deutschen DAX 30 Unternehmen mittlerweile das beliebteste online Businessnetzwerk ist! Whoa! 26 der DAX 30 Unternehmen (sowie 14 von 15 ausgesuchten deutschen “Top Arbeitgebern”, die leider nirgendwo namentlich genannt werden…) sind laut der Studie dort mit einer Gruppe aktiv. Thorsten hat übrigens auch schon darüber gebloggt (wie sollte es auch anders sein…). Gut, die kostenlose Version von LinkedIn ist meiner Meinung nach ein wenig umfangreicher als bei XING, wo man doch sehr schnell als non-Premiumuser an die Grenzen des Networkings stößt – ein möglicher Grund, wieso mehr Leute auf den LinkedIn Zug aufspringen?

Ich hätte echt nie gedacht, dass LinkedIn in Deutschland mittlerweile einen derartigen Stellenwert hat… Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich weit aktiver auf XING bin, vor allem, weil halt wirklich JEDER aus der Online-Branche dort aktiv ist. Auf LinkedIn Pflege ich zwar meine doch sehr zahlreichen internationalen Kontakte, aber dennoch finde ich XING alleine schon vom ganzen Look & Feel viel attraktiver. Mich würde hier wirklich mal die Meinung eines Personalers / einer Personalerin interessieren – gerne auch als Gastbeitrag hier im Blog!

Übrigens -> der LinkedIn Mitgründer Konstantin Guericke hat heute in der FTD dem Gerücht widersprochen, dass LinkedIn an einem Kauf von XING interessiert sei! Auch ich habe dieses Gerücht ja weiterverbreitet, und bin auch heute noch der Meinung, dass dieser Move durchaus Sinn machen könnte. Aber wie´s aussieht versucht LinkedIn doch eher mit deren Gratisangebot zu punkten, um neue deutsche User ins virtuelle Boot zu holen – Zitat aus der FTD:

Guericke wird nicht müde zu betonen, dass Linkedin anders als Xing die Gratis-Kultur vertritt.

und Guericke meint:

“Die Basismitgliedschaft deckt bei uns alles ab, was der Nutzer braucht”

Typisches US-amerikanisches Prinzip also -> gratis die Leute an Bord holen, und sich später Gedanken über die Monetarisierung machen (Facebook lässt grüßen…).

Wer muss da noch XING kaufen, um den deutschen Markt zu erobern… ?!

Oh, und nachdem wir mit etwaas lustigem angefangen haben, hören wir auch mit etwas lustigem auf -> ein wirklich sehr geiles Video über das sogenannte “Peter Prinzip“. Umbedingt anschauen!!

3 Reaktionen zu “LinkedIn blässt zum Angriff auf XING”

  1. Das ist nicht nur das Peter-Prinzip, das hier gezeigt wurde, sondern es zeigt auch das Dilbert-Prinzip, welches bekanntlich das Peter-Prinzip schon lange abgelöst hat. :-)

    Strangerli am 29. October 2009 um 10:31 Uhr
  2. Definitiv sind 50 Mio User eine Macht gegen die 8 Mio. von Xing, aber die Dax Zahlen kann ich auch nicht ganz glauben.

    Auf #facebook haben auch viele der Dax Konzerne Ihre Gruppen, die dann nur eine geringe Anzahl an “fans” haben.

    Man wird sehen, wo der Zug hingeht, an #facebook glaubte aufgrund der Übermacht von StudiVZ hierzulande auch niemand und jetzt sind Sie schwer im Rennen :-)

    Thomas am 29. October 2009 um 11:18 Uhr
  3. Ich muss dir recht geben, ich finde Xing im Design und der Navigation viel besser. Bei LinkedIn finde ich alles sehr überladen und diese Farbkombi inklusive der schlechten Übersicht bescherrt mir Augenschmerzen.

    Ich bin ja eher ein schlechter Netzwerker und kümmere mich nicht so sehr um neue Kontakte, aber Profile hab ich dann doch bei beiden Portalen. Man ist wenigstens vertreten und mich können die Leutz ja auch ruhig anschreiben wenn Sie wollen. :)

    Sven am 12. November 2009 um 21:43 Uhr

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