Marcus Tandler

Männer an den Herd!

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat sich ja zum Ziel gemacht die männlichen Erziehungsberechtigten mehr zum häuslichen Einsatz zu bewegen. So bekommen Eltern zusätzliches Elterngeld vom Staat, wenn der Vater für 2 Monate lang die Arbeit sausen lässt, und sich in dieser Zeit um den Nachwuchs kümmert.
Eine im Auftrag der Frankfurter Commerzbank durchgeführte sozialwissenschaftliche Studie enthüllt nun, dass Männer extrem unter einer deratigen Doppelbelastung leiden. Der Mann sieht sich halt eher als Ernährer, und nicht als Erzieher. Obwohl zwar alle befragten Manager sich mehr Zeit mit Ihren Kindern wünschen, ist dies zumeist garnicht möglich. Eine Änderung des Mann=Ernährer Rollenverständnisses kollidiert einfach zumeist mit den Anforderungen in der Jobwelt.
Die Commerzbank will nun hier mit guten Beispiel voran gehen, und offeriert nun nicht mehr nur ihren weiblichen Führungskräften Kinderbetreuung und flexible Arbeitszeitmodelle, sondern bald auch den männlichen Kollegen. Die Männer sollen auch mehr für das Vaterthema sensibilisiert werden – eine richtiggehende Papa-Offensive sozusagen 🙂
Immerhin würden durch den häuslichen Erziehungseinsatz auch zahlreiche Kompetenzen geschult – wie beispielsweise Teamführung, Konfliktmanagement, sowie das Organisationstalent! Und diese Kompetenzen kommen dann ja letztendlich auch wieder dem Unternehmen zu Gute! Außerdem wird sich ein derartig unterstützter Mitarbeiter auch zweimal überlegen das Unternehmen zu wechseln – gerade in Branchen mit einer hohen Mitarbeiterfluktuation (zu dem sicherlich auch die Bankenbranche gehört) eine ideale Form der Mitarbeiterbindung.
Also – Männer an den Herd! 🙂

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