Marcus Tandler

Millionengehälter dank dummer Steuerzahler

Unglaublich, aber wahr… in den USA scheint gerade eine neue Blase am Finanzmarkt zu entstehen – als hätte man vom ersten totalen Zusammenbruch nix gelernt, wird weiter fleissig mit fremden Geld spekuliert, und gerade an die Manager in den höheren Gefilden geradezu abstruse Boni ausgeschüttet… sogar Banken, die von der US-Regierung gerettet werden mussten, und Milliarden von Dollar bekommen haben, um überhaupt überleben zu können, stecken dieses Geschenk der Steuerzahler freudig an ihre Manager weiter. Die folgende Grafik zeigt dieses muntere Treiben perfekt – 6 Bank-Bosse, die trotz Bailout Millionensummen kassieren bzw. kassiert haben:

Bank CEOs Gehälter
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Der Steuerzahler ist also wie so oft der Gelackmeierte, da er ja selber keine Entscheidungshoheit hat, wo der Staat sein sauer verdientes Geld reinpumpt… wirklich skandalös…

Da ist Eric Schmidt, CEO von Google, schon ein ganz anderes Kaliber – der arbeitet nämlich umso härter für sein Geld, gerade heutzutage, wo Google immer mehr von einer hippen, netten & freundlichen Company zu einer bösen Datenkrake mutiert, und von allen Seiten versucht wird, deren Weltherrschaftspläne zu vereiteln… Schon lustig, wie der ehemalige Badboy Microsoft mittlerweile wieder in geradezu strahlendem Licht erscheint – auch wenn von dem Licht nicht viel durchscheint, so sehr wie diese im Schatten von Google stehen. Auf jeden Fall hat Mr. Schmidt in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNBC einen ausgezeichneten, und laut Spiegel denkwürdigen Satz gesagt, der das ganze Geschrei um Datenschutz und böse googlende Personaler excellent zum Verschweigen bringt:

Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun.

Also nicht über fehlende Datenschutzrichtlinien jammern, sondern einfach aufpassen, was man wo uploadet oder schreibt – dann muss man auch keine Angst vor dem googlenden Personalern haben!

In aller Kürze noch einen Hinweis auf das Arbeitgeberranking 2009 der Wirtschaftswoche, zu der Michaela vom Personalmarketing Blog ein paar Anmerkungen hat.

Und nochwas lustiges zum Schluß – ging schon etwas im Netz rum, aber evtl. hats der ein oder andere von euch ja noch nicht gesehen ->

The Unemployment Game Show: Are You *Really* Unemployed?

Auch in Deutschland wird ja fleissig getrixt wenn es um die Arbeitslosenstatistik geht. Man will garnicht wissen, wieviele Menschen in Deutschland wirklich arbeitslos sind, wenn man bedenkt, was bei der aktuellen Quote so alles rausgerechnet wird…

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