Marcus Tandler

Monster – quo vadis?

Gähn… schon wieder News vom Neu-Eschborner Monster
In den U.S.A. werden derzeit scheinbar nicht nur massenhaft Leute entlassen, sondern man dreht auch ein wenig an der Preisschraube! Cheezhead hat eine eMail rausgekramt, in der steht:

we are marginally increasing our rates for job postings.

Klar, denn was lernt man im ersten Semester BWL?
Weniger Kosten (Mitarbeiter) x Mehr Umsatz (Stellenanzeigen) = Mehr Gewinn

Ob sich Monster aber damit im Moment einen Gefallen tut? Und heißt das auch für deutsche Unternehmen, dass die Stellenanzeigen bei Monster teurer werden? Nobody knows…
Hier in Deutschland würde sich Monster ganz sicher keinen Gefallen damit tun! Aber seit wann interessiert sich ein aus den Staaten geführtes Unternehmen für die Belange einzelner lokaler Märkte, wenn man eine Gesamtstrategie im Auge hat? … 🙂

Und wo ich grad beim motzen bin… Ich habe vor kurzem auch eine Mail von Monster bekommen:
Eine wichtige Nachricht zum Thema Datensicherheit für Monster-Nutzer” – die wohl an jeden rausgeschickt wurde, der einen Lebenslauf bei Monster hinterlegt hat. Prinzipiell eine schlecht übersetzte Version der in den U.S.A. verschickten Mail (letztendlich auch vom Obermonster Sal Iannuzzi unterschrieben). Schon lustig, an ein paar hunderttausend Empfänger eine Mail zu verschicken, die wie eine Hausaufgabe im Kurs Deutsch als Fremdsprache klingt…

Perlen wie “es ist für uns von höchster Priorität, die Stellensuchenden unserer Website zu schützen, und wir schätzen das Vertrauen sehr, das Sie in Monster setzen.” regen einfach zum Schmunzeln an…

Ausgeschmunzelt hatte ich aber dann plötzlich, als ich folgenden Satz überflog:
Das Unternehmen hat festgestellt, dass die Datenbank von Monster wahrscheinlich nicht zum ersten Mal Opfer krimineller Aktivitäten wurde.
Dieser Hackerangriff war also nicht der erste seiner Art? Und ich wundere mich, wieso ich unter der bei Monster hinterlegten eMail-Adresse immer soviele dubiöse Nebenjob Angebote bekomme – ein Zusammenhang?

Auf jeden Fall scheint Monster nun aber endlich Gas beim Thema Datensicherheit zu geben:
Monster hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Informationen zu schützen, die Sie uns anvertraut haben. Einige dieser Schritte werden sofort umgesetzt, während andere je nach Bedarf realisiert werden.
Bei Bedarf“?? Beim nächsten Hackerangriff?
Also mein Vertrauen in die Datensicherheit bei Monster ist nach dieser lieblos dahingeklatschten Mail nicht wirklich gestiegen, aber da meine Daten wohl laut Monster sowieso ein paarmal runtergeladen wurden, bringt es wohl auch nichts, wenn ich mein Profil nun deaktiviere… 🙂

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