Marcus Tandler

Montags´ Finest

Heute morgen habe ich mal wieder gleich ein paar interessante Sachen gefunden, die ich euch nicht vorenthalten will…

Jobster startet mit CPA Job Advertising
(Quelle: TechCrunch)
Das sich die US-amerikanische Jobsuchmaschine Jobster nun auch pro Bewerber, anstelle einer pauschalen Gebühr, bezahlen lässt, hatte ich ja bereits schon letzten Monat geschrieben, aber nun sind endlich die ersten Stellenangebote mit dieser neuen Abrechnungsform online! Außerdem ist auch endlich das Pricing bekannt geworden, über das ich ja bisher nur spekulieren konnte, so kostet das CPA Advertising in der Beta-Phase 5 Dollar pro Bewerber. Jobster hat sich aber noch ein paar mehr Gedanken gemacht, und wird dieses Modell in den kommenden Wochen und Monaten noch ein wenig aufbohren – Der Clou ist nämlich, dass Jobster Bewerber je nach vorhandener (und vorher eingestellter) Qualifikationen unterschiedlich vergütet haben will. Ein “idealer Bewerber” kostet also mehr, als jemand, der nicht alle in der Stellenanzeige aufgeführten Qualifikationen mitbringt. Außerdem wil Jobster, oh Wunder, ein Auktionsmodell hinter die Top-Suchanfragen packen – das wird sicherlich auch mal so richtig rocken! Ich bin wirklich gespannt, wie sich dieses Modell weiterentwickelt, denn ich glaube, dass es gerade in den USA mehr als gut funktionieren kann, und sich ein Personaler in Zukunft zweimal überlegt ob er dem Monster pauschale 475 Dollar in den Rachen wirft, oder nicht lieber für tatsächliche Bewerber zahlt (vor allem, da Jobster ja auch eine sehr gute Reichweite innerhalb der USA hat). Sehr spannend!

Vitamin B für die Jobsuche
(Quelle: IAB)
Interessante Studie vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) – demnach kommen satte 40% (!) aller Neueinstellungen über eigene Mitarbeiter und persönliche Kontakte zustande! Das persönliche Netzwerk, das Vitamin B, bleibt also die beste Möglichkeit einen neuen Job angeboten zu bekommen. Dies ist natürlich gerade bei Langzeitarbeitslosen, die oft keine Netzwerke oder nur eingeschränkte Sozialkontakte haben, ein großes Problem!
Fast jede vierte Neueinstellung kam über ein Zeitungsinserat zustande, und gerade mal 9% über Internet-Stellenbörsen – nicht gerade ein Fakt, denn die ganze Online Jobbörsen Branche groß in ihre Hochglanz-Vertriebsbroschüren drucken würde…

Das Monster braucht ne Brille
(Quelle: Monster.de)
Das Monster tut sich dieser Tage scheinbar ein wenig schwer seine Stellenangebote zu durchsuchen… Lustiges Beispiel ist die Suche nach:
Berufskategorie: Handwerk
Unterkategorie: Dachdecken
Da ist wohl die Kategorisierung ein wenig durcheinander geraten, denn wieso bekommt man hier Stellenanzeigen für “Dipl. Wirtschaftsingenieur/in“, “Junior Inhouse-Berater SAP” oder “Strategische Einkäufer” präsentiert? 🙂
Ich hatte eigentlich darauf getippt, dass diese Suchanfrage eine Leersuche auswirft, und daher einfach alle Stellenangebote angezeigt werden, aber eine Leersuche bietet ein ganz anderes Ergebnis – irgendwie müssen diese Stellenanzeigen also wirklich so kategorisiert worden sein…
Findet noch jemand lustige Suchergebnislisten?

Und zum Abschluss will ich euch noch einen Surftipp ans Herz legen -> die neu gestartete Jobsuchmaschine Recruit.net! Der Fokus liegt zwar auf Jobs in China, Japan, Indien, Hongkong, Singapur und Australien, aber dennoch ist die Suchtechnologie und Aufmachung wirklich hervorragend gelungen! Vor allem der Recruit.net Job Index ist eine nette Spielerei! Great Job! Leider werden die Jungs mein Lob wohl nicht lesen können, aber wie heißt es so schön: Ehre, wem Ehre gebürt!

Falls Sie dieses Thema interessiert, sollten Sie auch lesen: