Marcus Tandler

Nicht ohne mein Internet

Gleich drei Studien sind mir heute ins Auge gefallen – der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., oder auch kurz BITKOM hat in einer repräsentativen Umfrage herausgefunden, dass jeder zweite Arbeitnehmer während der Arbeitszeit das Internet auch privat nutzt. Das verwundert nicht wirklich, auch wenn viele Unternehmen mittlerweile versuchen, die extremsten Zeitkiller, wie bspl. Facebook für ihre Belegschaft zu sperren. Private eMail-Korrespondenz hingegen lässt sich schwer aussperren, vor allem auch, weil Unternehmen nicht einfach mit-sniffen dürfen, inwieweit ein Arbeitnehmer seinen PC für private Zwecke verwendet. Acht ehrliche Prozent der Befragten gaben sogar an, dass sie Online-Spiele während der Arbeitszeit spielen – auch hier hätte ich mit einer weitaus größeren Zahl gerechnet, da es immer wieder erstaunlich ist, wieviele Leute doch zwischen 9-to-5 irgendwelche Farmen, Städte oder Mafia-Mobs managen…

Noch spannender werden diese Ergebnisse in Kombination mit den Ergebnissen des Cisco Connected World Technology Reports 2011, der aufdeckt, dass 7 von 10 Studenten geradezu erwarten, dass ein zukünftiger Arbeitgeber auch die private Nutzung sozialer Netzwerke am Büro-PC erlaubt! Etwa einem Drittel der Befragten ist bei der Jobsuche der Zugang zu sozialen Netzwerken, und die Nutzung privater Geräte (wie bspl. Smartphones) wichtiger als das Gehalt! Kein Wunder das Unternehmen wie Google, Facebook oder auch andere StartUps höher im Kurs bei BlueChip-Absolventen stehen, wie old & crusty Old-Economy Konzerne.

Aber ein wenig scary ist die Studie von Cisco schon, denn immerhin 40% der befragten Studenten sind ihre Internet-Aktivitäten und -Kontakte (ich vermeide hier mal bewußt das Wort “Freunde“) wichtiger als reale Treffen mit Freunden und Bekannten – WHOA! Bereits ein Drittel der Befragten ist sogar so süchtig nach dem Internet, dass es für sie auf der gleichen Stufe wie Wasser, Nahrung, Luft, und dem schützenden Dach über dem Kopf steht – Abraham Maslow würde sich beim Anblick solcher Ergebnisse wohl im Grab umdrehen…

Die Ergebnisse der “Trend in Prozent” Umfrage des BVDW sind da weit unspannender -> E-Recruiting liegt beim Personalmarketing im Trend – ja ach ne… Olivia hat drüben im Blog von Karriere.at ein paar Ergebnisse zusammengefasst.

Zwei kurze Tipps noch -> wenn einer von euch scho mit LinkedIn Ads rumspielt, dann ist vielleicht dieser Artikel hier ganz interessant, und last but not least noch ein RSS & Bookmark-Tipp -> SocialMedia-Recruiting.com von der lieben Eva – tolle Idee für einen Blog-Ableger!

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