Marcus Tandler

Online-Bewerbungen qualitativ schlechter?

Berufsstart.de hat unlängst eine interessante Studie zum Thema Online Bewerbung veröffentlicht. Laut dieser Studie sind 41% von über 1.700 Studierenden davon überzeugt, dass eine Online-Bewerbung gegenüber eine Printbewerbung von niederer Qualität ist. Auf Unternehmensseite sind ganze 55% (von 352 befragten Unternehmen) der selben Meinung. Die Frage ist nur, wieso dann die Unternehmen zunehmends nur noch auf Online-Bewerbungen setzen? Klar, eine standadisierte Online-Bewerbung hat gegenüber eine klassischen Printbewerbung enorme Vorteile, so kann Sie viel einfacher im Bewerbermanagement-System erfasst werden etc., aber dennoch sollte doch ein Unternehmen ein fundamentelles Interesse daran haben hochwertige Bewerbungen zu bekommen?!
Noch krasser ist die Seite der Studierenden, so werden Sie dazu genötigt Bewerbungen nur noch Online abzugeben (hier nachzulesen), obwohl Sie befürchten, dass Ihre Bewerbung nicht der Qualität entspricht, in der Sie die Bewerbung gerne abschicken würden.
Ich muss sagen, dass ich auch eher der klassische Typ bin, und mir seinerzeit mal eine Mega-Bewerbungsmappe, professionell mit Adobe Illustrator gelayoutet, eingefasst in feinstem Leder irgendeiner vom Aussterben bedrohten nepalesischen Büffelart zusammengestellt habe- echt sweet… Aber diese Zeiten sind nun scheinbar vorbei. Gut, einerseits ist das von Vorteil für diese besagte nepalesische Büffelart, die nun nicht wegen Horden an karrieresüchtigen Hochschulabsolventen dahingemeuchelt wird, aber … mmmhhh… die Individualität bleibt bei einer Online-Bewerbung doch eindeutig auf der Strecke, oder?