Marcus Tandler

RausgeKIKt

Boah, beim Textildiscounter Kik ist die Jauchegrube heute ja mal so richtig übergelaufen! Fast schon unglaublich, was das ARD Fernsehmagazin Panorama da herausgefunden hat! Wer hätte gedacht, dass Verona Feldbuschs Pooths Lieblings-Boutique seine Mitarbeiter so systematisch ausspioniert, und Leute bei finanziellen Schwierigkeiten sogar einfach entsorgt…

In den Jahren 2008 und 2009 hat Kik in 49.000 Fällen (!) die Vermögensverhältnisse seiner Mitarbeiter bei Creditreform abgefragt, um schwarze Schafe entsprechend vorzeitig entsorgen zu können… nicht gerade die feine englische Art!

Problematisch sei es gewesen, Mitarbeitern zu kündigen, die bereits im Kündigungsschutz waren. “Es war immer so, dass man sich dann irgendetwas aus den Fingern saugen musste”, zitiert die ARD den ehemaligen Bezirksleiter.

Wirklich eine Riesensauerei! Ich bin mal gespannt, wie die Staatsanwalt mit diesen Vorwürfen umgeht!

Wer´s verpasst hat, sollte mal in der ARD Mediathek stöbern, wo die Reportage ja bald online verfügbar sein sollte. Ja, es gibt auch andere spannende Sachen im TV außer die Bundesliga live auf Sky *hihi*

Dann sollte man noch auf zwei neue Projekte der Arbeitsagentur hinweisen – zum einen Ich-bin-gut.de, eine neue Community für Heranwachsende rund um Ausbildung & Beruf. Der besondere Clou ist allerdings die eigene Page beim Facebook-Klon SchülerVZ – wirklich gut gemacht! SchülerVZ dürfte bei der Zielgruppe wohl auch die richtige Wahl sein, auch wenn ich denke, dass Facebook sich mittelfristig jeden einzelnen der SchülerVZ & StudiVZ Nutzer krallen, und die beiden Superklone platt machen wird.

Auch für die Arbeitgeber hat die Arbeitsagentur sich was ausgedacht -> Faktor A – Das Arbeitgebermagazin, das als eMagazin bequem online durchgeschmökert werden kann. Damit das Ganze auch für wirklich jeden gut lesbar ist, gibt´s das Ganze als PDF, in reinem HTML oder einer hübschen Flash-Version – ich will garnicht wissen, was diese Spielereien mal wieder den Steuerzahler gekostet haben, denn bei der Agenturauswahl bzw. der angemessenen Bezahlung hatte die Arbeitsagentur ja noch nie ein gutes Händchen…

Und wo wir grad schon von der Arbeitsagentur reden – der Anteil der Print-Stellenanzeigen ist zum ersten Mal unter den Wert der Arbeitsagentur gesunken! Habe ich heute in einem super Artikel auf Crosswater gefunden – demnach wurden im vergangenen Jahr nur noch 19,8% aller Stellenanzeigen in Printmedien geschaltet! Mehr als 3x soviel finden sich auf den diversen Online-Jobbörsen, und wenn man noch die 9 von 10 auf Unternehmenswebseiten publizierten Jobs hinzunimmt, die ja zumeist von Jobsuchmaschinen gecrawled werden, dann ist mittlerweile wohl fast jedes einzelne Stellenangebot online auffindbar!

Oh, ich muss noch kurz auf Tom´s neuen Artikel mit sexy Eyecatcher hinweisen – auch wenn die meisten seiner Posts unlesbar sind, gibt er in diesem Post ein paar gute & wichtige Tipps fürs Selfmarketing! Also etwas, was sich wohl jeder einzelne Arbeitnehmer mal zu Herzen nehmen sollte, denn wie so oft, sind im Berufsleben halt die am erfolgreichsten, die am lautesten schreien & fleissig klappern (das ja bekanntlich zum Handwerk gehört!). Man muss schon ein wenig auf sich aufmerksam machen, gerade wenn man in einem fast schon anonym anmutenden Großkonzern still & leise vorm Rechner sitzt…

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