Marcus Tandler

Stellenanzeigen für Alle!

Die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit -> Arbeitsagentur.de ist ja wohl unbestritten die schlechteste Jobbörse im deutschen Internet! Glücklicherweise wurden die dort veröffentlichten Stellenangebote aber bisher von privaten Stellenbörsen wie Rekruter und MeineStadt.de benutzerfreundlich aufbereitet. Das hat aber seit dem 1.Januar 2007 ein jähes Ende genommen, so hat die BA zum Jahreswechsel alle Kooperationsverträge mit privaten Jobbörsen gekündigt! Laut MeineStadt.de Chef Manfred Stegger werden zwar immer noch Stellenangebote ausgeliefert, aber vielleicht gerade mal ein Zehntel, und bei weitem nicht mehr der Gesamtbestand. Private Jobbörsen, die bislang nur auf die BA Stellenangebote als Backfill Ihres Angebotes gesetzt haben, haben nun natürlich ein Riesenproblem, denn woher Stellenangebote nehmen wenn nicht stehlen…?!

Nun prüfen einige der privaten Stellenbörsen eine Klage gegen die Bundesagentur für Arbeit. Na dann viel Erfolg! Frank-Jürgen Weise auf jeden Fall scheint die ganze Sache recht locker zu nehmen, und rechtfertigt seine Unnachgibigkeit mit dem Hinweis, dass Arbeitgeber häufig keine breite Streuung ihrer Stellenangebote im Internet wünschten… ?! Aber das ist doch totaler Schwachsinn, oder? Der Arbeitgeber will doch gerade so viel wie möglich potentielle Kandidaten erreichen! Und auch Arbeitsuchende sollten die Chance bekommen, auf dem Portal Ihrer Wahl nach Stellenangeboten zu suchen, denn die Suchfunktionalität der BA Stellenbörse ist ja wohl wirklich unter aller Sau! Recht dubios die ganze Sache…
via Wirtschaftswoche

5 Reaktionen zu “Stellenanzeigen für Alle!”

  1. Schwachsinn? Frag ich mich beim Arbeitsamt manchmal auch, aber diesmal haben Sie wohl leider recht. Als Arbeitgeber möchten wir ganz genua wissen, wo die Stellen veröffentlicht werden und haben kein Interesse an 1000 Veröffentlichungen im Web. Wir gehen sogar Gerichtlich vor, was leider wenig erfolg hat. Jeder Bewerbungseingang kostet Geld, insofern spielt das schon eine Rolle. Ich denke mal, dass das auch der Grund ist, warum Monster bei den grossen Firmen nicht so beliebt ist, es kommen einfachzu viele Bewerbungen rein, und darunter dann auch leider zu viel Schrott… Klasse statt Masse!

    Kosmonaut am 8. February 2007 um 10:19 Uhr
  2. Wäre ja auch nicht nötig, wenn die Arbeitsagentur in der Lage wäre eine vernünftige Suche bereitzustellen. Die Leute suchen nicht aus Spaß bei meinestadt.de sondern wegen dem Komfort.
    Ich verstehe nicht, wie man so viel Geld ausgibt und sich mit Schrott zufriedenstellen läst.

    hammertools am 21. February 2007 um 17:44 Uhr
  3. Tja, das ist so eine Sache…
    Ich kann z.B. nicht verstehen, warum die Arbeitsagentur die Arbeitgeber nicht informiert haben, dass die Stellen auch in anderen Portalen dargestellt werden. Ich wär da auch verwundert, wenn Bewerbungen über andere Portale reinflattern.

    Aber Klasse statt Masse ist sicherlich richtig. Bei Stepstone oder Monster erwartet man sich halt qualifizierte Leute mit gewissen Vorkenntnissen. Schade ist es nur für alle die Minijobs oder Studentenjobs suchen, Promotion oder Messe machen wollen, oder wie ich in ner Bar arbeiten. Die Stellen die ich über die Kooperationsbörse http://www.gelegenheitsjobs.de letzes Jahr gefunden hab (war wohlgemerkt ein Job der Arbeitsagentur!!) sind wohl jetz nur noch direkt im Arbeitsamt zu finden – aber wer sucht da denn schon nach Nebenjobs?

    Bille am 21. February 2007 um 18:43 Uhr
  4. Ich verstehe nicht, warum sich Unternehmer beim arbeitsamt beschwert haben sollen. Erst mal ist es doch gut, unter vielen Bewerbern auswählen zu können. WEnn es ihnen zuviel wurde, konnten die doch immer schon anonyme Anzeigen übers Arbeitsamt veröffentlichen. Die Bewerbungen gingen dann – so wie ich das verstanden habe – über das örtliche Arbeitsamt an die Firma. Die konnten ja schon eine Vorauswahl treffen. Aber vielleicht hat das Arbeitsamt ja diese Infos auch nicht weiter gegeben.

    Maria Klaub am 23. February 2007 um 12:31 Uhr
  5. Das ist auch seltsam. Die Promotionagentur wusste auch nichts davon, dass der Job in einer privaten Börse inseriert wurde. Unzufrieden waren die nur, weil die Arbeitsagentur die Agentur nicht darüber informiert hat. Allerdings sind die meisten meiner Kollegen über die o.g. Börse gekommen und nicht über das Arbeitsamt. Wie gesagt… seltsam was die vom Arbeitsamt da machen…

    Bille am 13. March 2007 um 11:29 Uhr

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