Stellenanzeigen für gutaussehende Menschen
Ok, hier mal eine Jobbörse, mit einer recht “kreativen” Idee, die man in Deutschland allerdings nicht kopieren sollte -> BeautifulJobSeekers.com
Auf BeautifulJobSeekers können Unternehmen gutaussehende Jobsuchende recruiten, die sich dort in die Datenbank eintragen (und sogar bzgl. ihres Aussehens bewertet werden können!).
In Deutschland wäre so eine Jobbörse, dank dem AGG, natürlich undenkbar bzw. ein gefundenes Fressen für Arbeitsrechtler, Blogger und was weiß ich noch für wen – da könnte man glatt in Versuchung kommen so eine Jobbörse als viralen Bait zu starten, denn der Aufschrei in den Medien wäre bestimmt nicht gerade klein, und die Links würden nur so auf die Seite einprasseln – vielleicht traut sich ja eine Jobbörse *hihi*
Den Jungs & Mädels von BeautifulJobSeekers ist scheinbar auch bewußt, dass sie hier in ein Wespennest tappen, aber ein wenig recht haben sie ja schon, wenn sie sagen, dass gutaussehnde Menschen mitunter besser fürs Business sein können – wie bspl. eine extrem attraktive Key-Account Managerin, der kein Kunde etwas abschlagen kann. Nicht verwunderlich, dass in hart umkämpften Bereichen des Affiliate Marketings vornehmlich Models als Affiliate Managerinnen recruitet werden – kein Witz (wenn auch nicht in Deutschland…). Und bei Promoterinnen, Messestand-Personal oder auch Boxenludern ist ein gutes Aussehen ja quasi Voraussetzung, auch wenn so etwas nie in einer Stellenanzeige vermerkt sein darf.
Eine ebenfalls recht kreative Idee für ein neuartiges Personalportal hat Eva gefunden – bei Abra Vision, dem “Personalportal für abgelehnte Bewerbungen” können Unternehmen Bewerbungen, die sie nicht mehr benötigen (Stelle schon besetzt etc.), anderen Unternehmen zur Verfügung stellen. Klingt auch nach schlechtem Witz & viralem Bait, aber nachdem das Wirtschaftsministerium Baden Württemberg die Ganze Sache finanziell unterstützt, muss wohl was dran sein. So doof klingt die Idee ja auch garnicht, aber ich schließe mich Eva an, dass sich dort wohl nur ein großer Pool an untauglichen Bewerbern finden wird, denn wer gibt schon gerne Bewerbungen von Top-Prospects aus der Hand, und das für einen relativ geringen Obulus. Geben ist zwar bekanntermaßen seliger als nehmen, aber in Deutschland ist das ja größtenteils eher andersherum…







Na so dumm ist die Idee nicht, und wenn man sich manche promotion jobbörsen anschaut, dann sind wir doch nahe dran
Es wird immer Branchen geben, in denen ‘Beauties’ es einfacher haben.
Dennoch Bildung setzt sich immer durch, und auch Schönheit vergeht!
Weitere Anmerkung:
Tja, wenn man sich bei Kunden so umhört, dann kennen viele leider das AGG immer noch nicht, auch wenn das zum täglichen Handwerkszeug gehören sollte. Da können einem aber auch Online Jobbörsen helfen, damit hier keine Fehler eintreten.
Unabhängig davon, dass sich auf dem Karriereportal für abgelehnte Bewerber tatsächlich nur die wiederfinden werden, die wirklich partout keiner haben will, halte ich das Konzept auch für sonst nicht besonders pfiffig: Das Unternehmen, was einen Bewerber ablehnt, soll auch noch dafür bezahlen – bekommt also auch keine Prämie im Erfolgsfall? Wo bleibt denn da der Anreiz, sich die Mühe zu machen, die Unterlagen auf der Seite hochzuladen? Von Bewerberseite betrachtet finde ich die ganze Sache auch nicht so prickelnd – man kommt sich dann doch schnell wie auf einem Basar für Aussortierte vor, oder nicht?!
mal den rechtlichen Aspekt aussen vor gelassen. mit momentan ganzen 19 theoretisch potenziellen AN, wird mit dieser tollen Idee sicherlich kein großer Wurf gemacht!