Marcus Tandler

Viel Geld für schlechte Arbeit

Was passiert wenn ein Top-Manager nicht erfolgreich ist? Er muss das Unternehmen verlassen – klare Sache! Aber nicht ohne in den meisten Fällen eine fette Abfindung zu bekommen! Wie gerade wieder im Fall Robert Nardelli, dem ehemaligen BigBoss der US-Baumarktkette Home Depot, der rekordverdächtige 210 Millionen Dollar für seinen Abgang bekommen hat! Nicht schlecht, dafür, dass er in seinen knapp 6 jährigen Tätigkeit für Home Depot schon 120 Millionen (+ ein paar Aktienoptionen…) an Lohn erhalten hat…
Der Aktienkurs verlor während seiner Amtszeit übrigens ganze 15 Prozent -> kein Wunder, dass Herr Nardelli seine Geldkoffer packen musste…
Am meisten wurde Nardelli während seiner Tätigkeit übrigens wegen eben dieser gigantischen Bezüge kritisiert – sehr lustig, dass man Ihm dann nochmal 210 Millionen hinterherwirft, nur damit die Kritiker verstummen 🙂

Im letzten Focus gab es eine tolle Liste mit den höchsten Abfindungszahlungen bisher – leider hab ich mir die nicht herausgerissen… schade, denn da musste ich echt schlucken! Natürlich wurden die Top-Abfindungen für die nicht so mehr so toppen Manager meist von US-Unternehmen bezahlt.

In Deutschland muss man sich als Top-Manager natürlich mit etwas weniger zufrieden geben, so soll der bisherige VW-Vorstand Wolfgang Bernhard nur lumpige 6 Millionen Euro Abfindung erhalten, wenn er am 31.Januar VW verlässt. Gerade VW wirft ja sowieso mit Geld um sich – der frühere Vorstandschef Bernd Pischetsrieder hat ja erst letzten Mai einen neuen Fünfjahresvertrag erhalten. Laut einem VW-Aufsichtsrat soll er sich lediglich um die Zusammenführung von Scania und MAN kümmern, und
Mehr als ein Tag Arbeit in der Woche dürfte damit aber kaum verbunden sein“…
Nicht schlecht für 2 Millionen Jahresgehalt 🙂