Marcus Tandler

Vom inflationären Gebrauch von Superlativen und Dumpflaberei

Der Post der Woche geht eindeutig an Thorsten, mit seinem excellenten Post “Denn sie wissen nicht was sie tun“, in dem er die Social Media Bemühungen der deutschen Unternehmerschaft ein wenig unter die Lupe nimmt. Da erzählen selbsternannte Social Media Experten, Gurus, Evangelisten etc. etc. die immergleichen Case-Studies (es sind ja lustigerweise tatsächlich immer die gleichen Beispiele und Case-Studies, aber fast nie wirkliche Erfolgsgeschichten dieser Social-Media “Gurus”…), aber letztendlich fischen noch fast alle im Trüben, und freuen sich unterdessen über jeden non-bot Follower, oder “Fan” der lieblos dahingeklatschten Karriereseite auf Facebook. Aber das Thema ist halt auch nicht trivial, und Erfolgsgeschichten großer US-Konzerne sind nun einmal schwer anwendbar – es geht beim erfolgreichen Social Media Marketing nicht um das stupide kopieren vermeintlicher Erfolgsrezepte, sondern vielmehr um Kreativität, etwas komplett Neues zu erschaffen, weil nur das verbreitet sich auch wirklich viral, und muss nicht wie ne Sau mim Holzhammer durchs Dorf getrieben werden! In Deutschland wollen die Leute aber allzu oft nur eine 10-Punkte ToDo-Liste, die Punkt für Punkt abgeackert wird, um so wenigstens formal sein Ziel erreicht zu haben… Aber wie kann man etwas wirklich außergewöhnliches schaffen, wenn man schon mit dem Anspruch startet lediglich etwas mehr oder weniger ausreichendes auf die Beine zu stellen…

Ok ok, genug geschimpft… aber bei diesem Thema bekomm ich halt immer schnell nen mega Hals, weil ich das immer-dumpfe Gelaber so mancher Gurus einfach nicht mehr hören kann -> wie warb Hugo Boss mal so schön? -> Innovate don´t Immitate!

Wenn schon nachmachen, dann doch so eine nette Aktion ->

Good People
(found over here)

Der Inhaber dieser US-amerikanischen Textilreinigung bietet Leuten, die keine Arbeit haben, eine kostenlose Reinigung ihres Outfits fürs Vorstellungsgespräch an -> Bäääämm – fettes Lob! Gute Idee!

Ebenfalls eine gute Idee hatte der Öl- & Gasproduzent Wintershall, die passend zur WM neue Mitarbeiter mit einer recht kreativen Panini-Kampagne suchen – tolle Idee!

Und nochwas lustiges zum Schluß -> Why we work – 12 durchgeknallte Gründe, wieso wir wirklich zur Arbeit gehen *hihi* – Daytime TV sucks. Total ACK! In diesem Sinne noch nen schönen Fernsehabend!

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2 Reaktionen zu “Vom inflationären Gebrauch von Superlativen und Dumpflaberei”

  1. [...] [via, via] [...]

    „Kommt drauf an – Und warum arbeiten Sie so?“ auf karrierebibel.de – Jeden Tag mehr Erfolg! am 23. June 2010 um 07:59 Uhr
  2. Confirmed ! – Da kann man nur beipflichten :-)

    Hier ist mehr Engagement und Eigeninitiative der HR und Marketing Mitarbeiter gefragt.

    Doch manche trauen sich ( leider noch ) nicht so ganz an das Thema ran – weil Sie Angst vor der CI und Marketing Abteilung haben. Da müssen Sie sich einfach schneller abstimmen. Und da hilft oft ein Telefonat und man muss nicht tausende Meetings abhalten. Macher sind auch in Unternehmen gefragt – just my 5 Cents!

    Schönes Spiel heute abend!

    Schulze am 23. June 2010 um 18:29 Uhr

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