Marcus Tandler

Who´s the King?

In der aktuellen Ausgabe des personalmagazins findet sich als Aufmacher ein Artikel “Die wichtigsten HR-Blogs“, der im Sommerloch für einigen Wirbel in der Job-Blogosphäre gesorgt hat. Die bloggende Wollmilchsau hat einen Screenshot der Studie auf Facebook geshared (hier die Bewertungstabelle in Originalgröße beim Marcus) – gut so, sonst hätten es die meisten Blogger vielleicht nicht mal mitbekommen…

Ein #Aufschrei ging durch die Job-Blogosphäre, u.a. bringt es Marcus exzellent auf den Punkt. Gero hat daraufhin ein lesenswertes Interview zum Aufschrei mit Prof. Dr. Thorsten Petry zum HR-Blog Ranking geführt.

Szene Grandmaster Gerhard Kenk stört vor allem die fehlende Leser-Reichweite, die er kurzerhand via Alexa aggregiert hat. Alexa-Relevanz in DE hin & her, man sieht auf jeden Fall recht deutlich, welche Blogs überhaupt Traffic haben und welche nur als Blogleichen im Internet rumdümpeln. Mir persönlich fehlt auf jeden Fall die Karrierebibel, die komischerweise nicht im Ranking dabei ist… ?!

Bisserl dünn für ne akademische Studie – hier wurde wirklich viel Potential verschenkt, so hätte man noch so viele Metriken andocken können, die ein vollständigeres Bild der HR-Blog-Szene zeichnen könnten. Neben dem Traffic, wäre auch ein Vergleich der Facebook-Fanpages bzw. Twitter-Accounts hilfreich – aber weniger simple Metriken wie die Anzahl von Fans, Likes und Followern sondern vielmehr, ob und wie oft gesharte Links geclickt, geliked, favortisiert oder auch weiter geshared werden. Also ob ein wirkliches User Engagement vorhanden ist. Ein Blog definiert sich ja nicht nur über Posting-Frequenz, sondern vielmehr darüber, ob und wie viele Leute mit dem Blog bzw. den Inhalten interagieren. Nur so kann man wirklich zuverlässig herausfinden, welche Blogs am “wichtigsten” sind – dies schien laut PersonalMagazin Titel ja die zentrale Aussage zu sein.

Die Wollmilchsau gehört für mich auf jeden Fall an die Spitze eines solchen Rankings und nicht ans Ende (und schon gar nicht vor meinem Blog, den ich im letzten Jahr ja geradezu sträflich vernachlässigt habe…).

Aber so what – am Ende des Tages hat die Studie genau das erreicht, was wohl das Ziel der Studie war -> Aufmerksamkeit
Well done PersonalMagazin!

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