Marcus Tandler

Who´s the King?

Bei Jochen habe ich gerade eben ein paar nette Statistiken von Aktor Interactive bzgl. der Reichweite der deutschen Online Jobbörsen gefunden.

Laut Aktor Interactive basieren die Zahlen auf Selbstauskünften, die aber seitens AI nochmal kritisch gegengescheckt wurden. Den Zahlen zufolge ist das Monster weit vor allen anderen, mit sage und schreibe 5,5 Millionen Visits pro Monat! Wenn man sich dagegen einmal die Nielsen Netratings Zahlen, oder gar Alexa anschaut, dann sieht die Sache schon ganz anders aus… aber genau das ist halt das größte Problem dieser Branche – die fehlende Transparenz bzw. Vergleichbarkeit! Stellen wir bspl. mal AI und Nielsen gegenüber:

Jobbörsen Vergleich

Bei Nielsen ist StepStone sogar größer als das Monster, was aber auch einfach an den vielen Axel-Springer StepStone Subdomains liegen könnte, die allesamt StepStone zugerechnet werden… ?! Auch Jobware ist bei AI auf Platz 3 mit fast doppelt sovielen Visits wie JobScout24 oder auch Stellenanzeigen.de, aber bei Nielsen ist man gerade mal 3.000 Leute vor Stellenanzeigen.de! Noch komplizierter wird es, wenn wir zusätzlich noch Alexa zu Rate ziehen …

Alexa Jobbörsen Vergleich

Hier ist wieder ganz klar Monster.de vorne, dicht gefolgt von StepStone. JobScout24 ist knapp vor Stellenanzeigen.de und Jobware – aber im Vergleich mit Monster und StepStone schon weit abgeschlagen (wie bei den AI Zahlen).

Aber wie auch immer – es gibt einfach kein einheitliches Bild! Und jede Quelle hat seine Lücken & Tücken, die die teilweise extremen Ausschläge erklärt. Z.B. auch Alexa – laut Alexa ist nämlich sogar mein JOBlog fast so groß wie Jobware! ->

Jobware vs. JOBlog

Lustig, oder? Und der JOBlog hat gerade mal 50.000 – 80.000 Besucher pro Monat – das weiß ich genau! Kann also alles nicht wirklich sein…

Das macht die ganze Sache aber dennoch nicht besser, denn ein ordentlicher Vergleich der großen Online Jobbörsen fehlt einfach – und da die eine oder andere Jobbörse sowieso lieber mit ihren eigenen Zahlen und Vergleichen wirbt, wird sich dies wohl nicht allzu schnell ändern :-)

(P.S.: Ich freue mich über Kommentare und eigene Einschätzungen, vor allem von Eva :-) )

9 Reaktionen zu “Who´s the King?”

  1. ;-) Ja – das mit dem Alexa ist ne lustige Sache. Danach schlägt yasni gerade neben seinem eigenen amerikanischen Wettbewerb alle Jobbörsen bis auf Monster. Da ich aber zufällig da auch ein paar Zahlen kenne kann das nicht so ganz stimmen …

    Steffen am 4. November 2007 um 19:03 Uhr
  2. ich halte die klickzahlen sowieso für nicht besonders aussagekräftig. wirklich interessant wäre ein vergleich der anzahl offener stellenangebote, die nicht älter als 3 wochen sind.

    Karrierebibel am 4. November 2007 um 21:35 Uhr
  3. auch ich habe einige Zahlen für euch:

    http://wiki.mobbing-gegner.de/AlexaGrafik

    Demnach wa ich fast schon mal besser :) Ich halte die Zahhlen für realistisch!

    macdet
    – hartz iv muss man sich leisten können –

    macdet am 5. November 2007 um 10:45 Uhr
  4. [...] ;nger auf die Folter spannen und wie gewünscht meinen Kommentar zu seinem Post “Who’s the King” abgeben Ich denke schon seit längerem, dass es an der Zeit ist, ein ei [...]

    Evas Kommentar zu Marcus JoBlog Artikel zu Jobboersen Nutzerzahlen am 5. November 2007 um 11:03 Uhr
  5. Also ich denke auch, dass dringend ein Standard her muss. Allerdings sollte man sich auf eine “Währung” verständigen. Die Visits alleine könnten es wahrscheinlich nicht sein, da es darum geht, qualifizierte Bewerber zu vermitteln. Wie wäre es mit “lead outs”? = Anzahl der geklickten Stellenanzeigen. Auch interessant wäre die Anzahl der veröffentlichten aktuellen Stellenanzeigen. Auf jeden Fall helfen traditionelle Mediadaten nur bedingt weiter, Reichweite allein garantiert nicht den Erfolg…

    Jörg Malang, geschäftsführender Gesellschafter kimeta GmbH am 6. November 2007 um 16:09 Uhr
  6. Was heisst das denn jetzt für mich als Bewerber? Wo sollte ich mein Stellengesuch aufgeben, um gute Erfolgsaussichten zu haben? Fleissig nach dem Motto “je mehr, desto besser” oder lieber auf eine Börse konzentrieren und da dann zwei oder drei verschiedene Gesuche aufgeben?

    Flo

    (Anm: Wie auch schon beim letzten Comment, hab ich Deinen Namen in “Florian” geändert – kommentiere doch bitte als Florian, und net als “Arbeitsvermittler Berlin” oder “Webdesign Krefeld”… :-) )

    Florian am 12. November 2007 um 11:59 Uhr
  7. Florians Punkt treibt mich ebenfalls
    ganz besonders um: Viele Bewerbungen bei vielen Börsen oder Konzentration auf wenige, da aber mehrere unter verschiedenen Tätigkeitskategorien? M.a.W. Wie erspart man Stellensuchenden am ehesten “zwecklose” Bewerbungen?
    (Anm.: Werbung entfernt)

    Friedrich Langreuter am 16. November 2007 um 13:38 Uhr
  8. Grundsätzlich stellt sich doch die Frage, wo sich der Stellensuchende ( und auch der Anbieter) am besten seiner Zielgruppe entgegenstellt. Ein Stellengesuch/Angebot als Facharbeiter ist bei bei Monster.de oder einem anderen Generalisten sicherlich immer eine gute Idee. Sofern man/frau jedoch sehr spezifisch auf Stellen- oder Bewerbersuche ist muss man schon auf die Spezialisten ausweichen (Markus hat ja schon öfters die recht kreativen Suchergebnisse einiger Jobbörsen gepostet…

    Für einen Standard muss man sich sicherlich aussprechen. Standard für den Standard ist doch immer noch die IVW-oder? Eine Spezifizierung nach den Post-Outs ist hier auch möglich… sofer der jeweilige Anbieter das auch will…

    Klaus Petermeise am 21. November 2007 um 00:29 Uhr
  9. @ Klaus Petermeise

    vollkommen korrekt und je höher der potentielle Bewerber qualifiziert bzw. in Hierarchiestufen positioniert ist, desto sorgfältiger muss er sich überlegen wie/wo/wann/wem er sich präsentiert ohne seinen Marktwert zu mindern.
    Beispiel: Ein Vorstand einer mittleren AG, dersein Profil bei monsterstepstoneund noch 1-2 weiteren Jobbörsen dieser Art einstellt hat ein Strategisch falsche Vorgehensweise gewählt.

    Besser wäre für ihn rechtzeitig gezielt ein KOntaktnetzwerk zu den richtigen Headhunter aufzubauen und zu pflegen.

    Th. Gronbach am 22. November 2007 um 21:42 Uhr

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