Marcus Tandler

Wie man Blogger nicht nach Gastartikeln fragen sollte!

Jeder Blogger, der nen halbswegs anständigen Blog führt, kennt sie -> die unzähligen sinnentleerten Anfragen, die vornehmlich aus dem SEO-Umfeld via Mail ins virtuelle Postfach prasseln…

Eine besonders lustige, die ich gerade heute morgen aus meinem Spamfolder gefischt habe, will euch nicht vorenthalten! Selbstverständlich kann ich aus Datenschutz Gründen nicht die Firma bzgl. die entsprechende URL nennen, aber in diesem Fall handelt es sich um ein “Übersetzungs- & Lokalisierungs-Unternehmen”, die eigenen Angaben zufolge über 4.000 freiberufliche Übersetzer in den eigenen Reihen hat. Von diesem Unternehmen erreichte mich folgende Mail:

Mein Name ist XXX und arbeite für Übersetzungs-und Lokalisierungs-Unternehmen XXX24.com, die mehr als 4000 freiberufliche Ubersetzer hat, und wurde Ihren Lesern einige Tips&Tricks von der Freiberufler Karriere mitteilen, nämlich die Vor-und Nachteile einer
freiberuflichen Übersetzer.

Uber Kosten- Gebühren – Gewinn Vergleich erzahlen und erklaren warum Freiberufler als beste oder nicht gute Karriere ist. Andererseits, konnen wir uber wieviel Prozent von Deutsche freiberufliche Übersetzer in unserer Datenbank sind schreiben und die Häufigkeit ihrer Verwendung in den Projekten. Weiteres konnen wir uber das Mittlere Einkommen einer Deutschen freiberuflicher Übersetzer (mittlere Rate-Wert) und die Arbeitsbelastung für Deutsche freiberufliche Übersetzer in den vergangenen Monaten – ob die Menge an Arbeit zugenommen oder sich verkleinert hat, besonders während der Rezession – mitteilen.

Ich erwarte mit grossem Interesse auf Ihre Antwort und ich hoffe unsere Artikel Idee finden Sie genug hinreissend um auf Ihren Blog als Gastbeitrag zu sein und stehe Ihnen mit allen Details zur Verfugung.

Vielen Dank fur Ihre Zeit!
Mit freundlichen Grussen

BITTE WAS?? Wollen die mich verarschen? Nochmal zur Erinnerung -> dieses Unternehmen bietet Übersetzungen an! Klingt diese Mail nur für mich wie eine schlecht ins deutsch übersetzte Standardmail? Sätze wie:

Ich erwarte mit grossem Interesse auf Ihre Antwort und ich hoffe unsere
Artikel Idee finden Sie genug hinreissend um auf Ihren Blog als
Gastbeitrag zu sein und stehe Ihnen mit allen Details zur Verfugung.

schreibt doch kein Mensch, oder? Bzw. wenn das wirklich ein Mensch gewesen ist, und zum Staff der über 4.000 Texter gehört, dann würd ich dieses Unternehmen ganz sicher nicht für mich arbeiten lassen wollen!

Lustig ist auch, wieso teilweise die Umlaute korrekt sind, aber dann beim nächsten Wort wieder vernachlässigt werden -> “Übersetzungs- und Lokalisierungs-Unternehmen” – “mehr als 4000 freiberuflche Ubersetzer” bzw. “Mit freundlichen Grussen“… sieht so aus, als wären einige der Worte aus Textbausteinen ge-copy&pasted worden, und der Rest, wahrscheinlich in Ermangelung einer deutschen Tastatur, halt recht lieblos ohne Umlaute runtergetippt wurde…

Naja, so ein Gastartikel “Uber Kosten- Gebühren – Gewinn Vergleich erzahlen und erklaren warum Freiberufler als beste oder nicht gute Karriere ist” wär ja bestimmt ganz lustig für meine Leser, aber ich glaube, dass ich das Angebot doch dankend ablehnen muss *grins*

Wirklich eine sehr lustige Mail, und ein perfektes Beispiel, wie man einen Blogger nicht angehen sollte!

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9 Reaktionen zu “Wie man Blogger nicht nach Gastartikeln fragen sollte!”

  1. Ja solche Mails tragen oft zur allgemeinen Belustigung bei, ich verstehe auch nicht wie man darauf kommen kann das jemand einen Gastartikel veröffentlicht der dann wahrscheinlich nicht lesbar ist…

    Enrico am 17. October 2009 um 13:06 Uhr
  2. Das war in Wirklichkeit bestimmt nur ein Kunst-Projekt eines taiwanesischen Studenten. :)

    Profo am 17. October 2009 um 16:32 Uhr
  3. Mit dem Google-Übersetzungs-Tool bekommt man wahrscheinlich bessere Ergebnisse, als mit diesem Service :-) Jedenfalls ist in der ganzen Email kein vernünftiger deutscher Satz dabei. Der Absender soll froh sein, dass du dich so gnädig an die Datenschutzrichtilinen gehalten hast.

    kai am 17. October 2009 um 17:51 Uhr
  4. Warte bist Du Gastartikel in polnischer Sprache angeboten bekommst!
    Glaubst Du nicht? Warte ab …

    Tjark am 17. October 2009 um 20:48 Uhr
  5. Also ich hätte mir nen Artikel zukommen lassen um noch ein bisschen mehr zu lachen :)

    Luis am 17. October 2009 um 21:00 Uhr
  6. Seid ihr sicher, dass es sich hierbei nicht um die zweite Stufe der “Neuen deutschen Rechtschreibung” handelt?

    Nur so ein Gedanke. :mrgreen:

    Erik am 18. October 2009 um 05:05 Uhr
  7. Es gibt Datenschutzrichtlinien für dumme E-Mails? Das ist mir neu.

    DerFichtl am 18. October 2009 um 14:11 Uhr
  8. Hi Marcus, warum bekomm ich solche lustigen Mails nie ;-) Aber mal ehrlich, man sollte zumindest derartige Bewerbungen oder Akquisemails vor dem Senden durchlesen. Man sollte auch genau prüfen, wem man im Netz diesbezüglich was schickt? Und wenn man eine Dienstleistung anbietet, muss man diese auch beherrschen. Klingt eher nach einer Übersetzung mit Google Sprachtools.

    Torsten am 19. October 2009 um 13:30 Uhr
  9. Wer kann, der kann, nette mail.

    Wir hatten die Tage eine Schülerin, die bei uns Ihren Schueler.cc Account löschen wollte :-) auch ganz nett.

    Konnten wir leider auch nicht weiterhelfen.. außer mit der Richtigen URL!

    Thomas am 19. October 2009 um 18:04 Uhr

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