Marcus Tandler

Wieviel Millionen hättens denn gern?

Wie Ihr ja bestimmt schon gemerkt habt, bin ich nicht gerade ein großer Fan vom sogenannten Web2.0…
Wenn ich morgens auf Deutsche-Startups.de surfe, und lese, welche neuen Geschäftsmodelllosen-Fantasienamen “Unternehmen” über Nacht aus dem Boden geschossen sind, kommt mir immer öfter das kalte Grausen! Da will man sich doch gleich wieder ins Bett legen, und bis zum Anbeginn der Web3.0 Ära liegenbleiben…

Wie im Drogenrausch zusammengebastelte Social Communities wie Partnr.de, die sich als “Ergänzung der zwischenmenschlichen Kommunikation mit dem Partner” sehen, sollten eigentlich eine Steuer für sinnbefreites Handeln zahlen! Und vor lauter Social Shopping bekomme ich mittlerweile Angst für meine Zahnpasta zu viel bezahlt zu haben, wenn auf einmal an der Supermarktkasse mein Blackberry seine Verbindung ins Internet verliert.
Ist denn der einzige Zweck von Web2.0 nur, Unternehmen wie bspl. ProSieben Sat1, das mühsam verdiente Geld der vergangenen Jahre aus der Tasche zu locken? Jenen Unternehmen, die Ihre Internetambitionen während der Ära Web1.0 an der Gaderobe abgegeben haben, und nun versuchen Ihr unternehmerisches Unvermögen mit prallgefüllten Geldkoffern zu kaschieren. Da gehen 4 Monate alte Communities mit einer niedrig dreistelligen Userbasis für fünfstellige Beträge über den Ladentisch, nur weil das bonbonfarbene Logo so schön web2.0ig aussieht, und simple Kopien (auch gerne Kopien der Kopien) werden für aberwitzige Summen verkauft, und die noch schulpflichtigen Gründer gegen anzugtragende Internetlegastheniker ausgetauscht! Schönes neues Web2.0…

Gerade letzt schrieb mit ein selbstbekennender 20jähriger “Web2.0 Evangelist” via XING an – willkommen auf meiner Ignore-List! Aber eine andere Mail will ich euch nicht vorenthalten, da sie geradezu typisch für den derzeitigen “Gründergeist” in Deutschland ist…

Ich weiß, ich weiß – jemand, der mir im ersten Absatz offenbart, dass er ein großer Fan meines Blogs ist, sollte ich eigentlich nicht hier durch den Kakao ziehen… aber immerhin kann ich mir so die Rückantwort auf seine Mail sparen, da er diesen Beitrag ja sowieso lesen wird :-)

Der besagte Herr ist laut eigenem Bekunden “Mitglied eines Gründerteams, welches eine Web2.0 basierte Jobbörse auf den Markt bringen will.“. Alleine schon dieser Satz hat bei mir einen mittelschweren Brechreiz ausgelöst, denn der Satz “Web2.0 basierte Jobbörse” macht par definitionem schon mal überhaupt keinen Sinn! Aber scheinbar klingt es wenigstens gut für potentielle Investoren!
Die zwei Sätze darüber, was die Web2.0 basierte Jobbörse nun eigentlich so besonderes machen will, erspare ich euch jetzt einfach, da dies noch viel weniger Sinn ergibt bzw. total am Markt vorbei geht (ich sage nur -> Arbeitgeber sollen für Video-Stellenangebote begeistert werden… gäääääääääääääähn…)

Aber dann wirds richtig lustig:
Wir haben diesen Monat eine wichtige Präsentation bei einem Investortreffen und müssen noch so manche Vorbereitungen treffen. Insbesondere haben wir einige Probleme bei der Ausarbeitung unserer Marketingstrategie, sowie der Ermittlung des Marktvolumens.

Ich wollte bei Ihnen mal nachfragen, ob Sie uns hinsichtlich Marketing und Publikation einer solchen Plattform ein paar Tipps geben könnten, oder ob Sie gute Quellen kennen, die Statistiken über Jobbörsen und Bewerbung im Allgemeinen veröffentlichen.

Bitte was??? Kein Konzept haben und nun auch noch Tipps erbetteln? Lernt man nicht im ersten Semester, dass vor jedem Business-Case erstmal ne solide Recherche stehen sollte? Für mich klingt das eher so wie “wir benutzen viel AJAX und haben uns ein tolles Logo designen lassen, und dann werden die User schon kommen, ganz egal was für einen sinnlosen Scheiß dort anbieten“. Gerade der gemeine Personaler ist ja auch Neuerungen extrem aufgeschlossen, und kann es kaum erwarten Business-spielenden Kindern das Geld nachzuwerfen :-)
Jungs, das ist nicht Field of Dreams mit Kevin Costner – also al´a “Wenn Du es baust, werden Sie kommen” – das ist die Recruiting-Branche, und hier geht es knallhart um Zielgruppen und Reichweiten, und nicht um bonbonfarbene Logos!

ok ok… ich hör schon auf, sonst bekomm ich noch graue Haare, wenn ich mich so aufrege… ;-)
Wer dem Jungunternehmer-Wannabe helfen will, kann sich gerne bei mir melden, dann geb seine eMail-Adresse raus – die Hilfe wird er leider auch sehr nötig haben…
Naja, aber wie auch immer – wahrscheinlich wird er auch so ein oder vielleicht zwei Millionen für seinen virtuellen Datenmüll bekommen.
Wann platzt bitte endlich diese Bubble?

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32 Reaktionen zu “Wieviel Millionen hättens denn gern?”

  1. [...] orab schon mal im Joblog umsehen. Marcus bloggt da wirklich interessante Geschichten über Millionäre in Spe. Related Posts: PR Update meiner Blog AGBs”Ich habe vor einigen Tagen sc [...]

    Die Web2.0 Bubble platzt bald am 6. September 2007 um 19:40 Uhr
  2. Dazu fällt mir nur eins ein *blupp*.
    Wie die Pilze sprießen Sie aus dem Boden
    und müßen nur gepflückt werden. Bis sich jemand dran vergiftet und eingesehen werden muß das nicht alle Pilze schmecken.

    Francis am 6. September 2007 um 20:21 Uhr
  3. Jaja, ablästern kann man immer gut. Wie wäre es mal selber was auf die Beine zu stellen bevor man den Arsch aufreisst?

    Ok, viele Web2.0-Dinger sind Rohrkrepierer aber kein Grund den ganzen Ansatz zu verdammen.

    Aber wie immer, rummaulen ist halt Deutschlands Volkssport Nr.1: grosse Fresse, nichts dahinter…damit stellst du dich mit deinen “Hassobjekten” auf eine Stufe=arm

    Gonzo am 6. September 2007 um 21:21 Uhr
  4. lol – Du kennst mich doch garnicht, mein lieber Gonzo… !?
    Ich habe ein mehr als hervorragend laufendes Business, und habe in der Vergangenheit auch schon selber das ein oder andere Projekt erfolgreich verkauft.

    Es ist doch also legitim, aus einem gesunden Business-Verständnis heraus ein derartiges Vorgehen zu monieren, oder?

    Vielleicht bist Du auch einfach nur der im Post genannte Mailschreiberling, der nun hier seine Wut über die öffentliche Anprangerung meinerseits kundtun will? :-)

    Marcus am 6. September 2007 um 21:35 Uhr
  5. [...] noch ein bischen mit der Zeitumstellung zu kämpfen, er kam eine Stunde zu spät. Hat aber was lustiges zum lesen nachgereicht. ALSO JUNGS & MÄDELS, IN 14 TAGEN RADIO4SEO LIVE [...]

    Zum ersten Mal Radio4SEO “live” gehört « WEBKRAM.de am 6. September 2007 um 21:47 Uhr
  6. Nein, bin ich nicht. Ich bin ja auch deiner Meinung aber sie so kund zu tun ist halt “Stammtisch”-like…wie auch immer. Kümmer’ dich um dein Business und lass dich nicht von den Web2.0-Blasenköpfen auf die Palme bringen :)

    Gonzo am 6. September 2007 um 21:50 Uhr
  7. Logo – wie sang schon Roberto Blanco… “Ein bisschen Spaß muss sein” :-)

    Marcus am 6. September 2007 um 21:52 Uhr
  8. Ich kann dieses Wort Web2.0 weder mehr hören, noch sehen, noch riechen! :-( Heute habe ich mal wieder einige meiner Mitbewerber besucht, um nach dem rechten zu schauen ;-) Schwupp, der nächste “XXX goes Web2.0″ war dabei und laut News alles neu und viel toller!!! Lange musste ich in dem öffentlichen Statement suchen, was nun alles so neu und so toll sein soll. Ok, die Schriftgröße -1 und die runden Ecken sind mir auch von alleine aufgefallen. Der Rest vom Schützenfest: a) die Ladezeiten der Seiten sind strukturell optimiert worden und der code ist zukunftsfähig gemacht worden (hat Web2.0 eine Zukunft?!) b) die Fotos (Userfotos etc.) werden von nun an um ca. 1/3 größer gespeichert, so dass diese besser zu erkennen sind (ok, das war in diesem Fall auch wirklich nötig, aber bitte, warum ist das Web2.0?!). Verdammt, und ich dachte immer Web2.0 ist einfach nur ein tolles Logo mit “beta” drin und mindestens eine AJAX-Anwendung auf der Seite. Was ist der Begriff Web2.0 nur für eine Verarschung! :-( Von irgendwelchen angeblichen Marketing-Experten ausgerufen, die nicht einmal in der Lage sind einen Markt zu analysieren und das Marktvolumen sowie das Marktpotential zu ermitteln geschweige denn eine Marketingstrategie auszuarbeiten.

    Florian am 7. September 2007 um 03:55 Uhr
  9. Irgendwann wird die Web2.0-Blase platzen. Es ist schon fast wie bei der letzten Blase. Nachdem einige helle Köpfe mit guten bis gerade noch sinnvollen Projekten viel Geld gemacht haben, tauchen halt auch viele “Planlose” auf, die auf den fahrenden Zug aufspringen wollen, wobei Ihnen ganz egal ist, wohin der Weg geht, wie weit es bis zur nächsten Haltestelle (Blase) noch ist oder ob die Maschine evtl. schon dabei ist heißzulaufen.

    Ich erinnere mich noch an ein Start up (kurz vor dem Platzen der letzten Blase). Da wollte jemand Möbel per Versandhandel (ich glaube per UPS) vertreiben. Interessant dabei war, dass die Gründer nicht mal recherchiert hatten, welche Obergrenzen (Gewicht und Abmessungen) es beim geplanten Versender gab. 95% ihrer Möbel waren zu groß und/oder zu schwer für den Versender.
    Manchmal werden nicht einmal die Basics recherchiert.

    mucmo am 7. September 2007 um 10:15 Uhr
  10. Das ganze erinnert mich an das Märchen mit dem Kaiser und seinen Kleidern; und böse Erinnerungen an die Web 1.0 Zeit die ich von Beginn bis zum Ende mitgemacht habe.

    Aber ich muss auch sagen: Geschichte wiederholt sich nicht; etwas hängen bleibt immer; man wird sehen was es sein wird;

    Was ich allen Anmahne und so gar keiner versteht; Fast allen sog. Web2.0 liegt das gleiche prinzip und monetizing modell zu grunde; Wenn also alle an die gleichen Geldtöpfe wollen um endlich Ihren BusinessCase mit Umsatz zu füllen, dann kann es durchaus sein, dass plötzlich die Preise nicht zu halten sein werden um alle reich zu machen.
    Geld wird noch immer mit Geld verdient; früher oder später und nicht mit 1 Mio Nutzern auf meiner Anwendung.
    Ich bin gespannt, wir müssen unbedingt sehen wies weitergeht.

    Christian Spitzer am 7. September 2007 um 10:16 Uhr
  11. Das ist der gleiche Müll wie damals die dot-COM Blase, alles was *.com hiess war der Hit, nu ist alles geil was web2.0 heisst, rumflackert und 3d Effekte hat, super:
    Ausser Spesen nix gewesen!
    Ich lach mich schlapp ;)
    Es gibt aber wirklich gute web2.0 Projekte, die hätten allerdings auch zur web1.0-Ära Erfolg gehabt…

    robotinho am 7. September 2007 um 11:06 Uhr
  12. …dass die Web2.0-Blase irgendwann platzen wird ist seit dem Tag klar an dem ein Schlauer die Idee zum Begriff hatte, kann die Frage “wann wird die Blase platzen?” schon gar nicht mehr hören! Jetzt wissen wirs!!!! Nur wie Marcus schon gesagt hat “…aber wie auch immer – wahrscheinlich wird er auch so ein oder vielleicht zwei Millionen für seinen virtuellen Datenmüll bekommen”: auch wenn er nur einen Bruchteil davon für seinen Müll krigt: solang der ROI bzw. bei Verkauf der Reingewinn des ganzen passt machen die Jungs das richtige. Es interessiert niemanden der an Web2.0 verdient ob da jemand über den Tisch gezogen wird. Die dummen sind die die den Mist “kaufen”. Der der verdient ist der Schlaue! Und: auch Incremental-Innovationen können durchaus Erfolg haben, da muss man nicht immer alles radikal verbessern und erneuern. Schumpeter lebt!!! :) greez

    endalive am 7. September 2007 um 12:02 Uhr
  13. Ein wirklich sehr, sehr geiler und amüsanter Beitrag über die derzeitige Situation im Internet. Ich schließe mich voll und ganz an und bin jeden Tag aufs neue gespannt, mit welchen wirklcih spannenden Ideen manche Leute nach Investoren sch ;-) Wieter so, sonst wird daas Web 2.0 langweilig, denn eigentlich ist es doch nichts, oder doch?! Wie dem auch sei, mich nerven sehr viele dieser Projekte, allerdings lassen sich einige auch gut für bestimmte Optimierungsmaßnahmen “mißbrauchen”.

    Daniel am 7. September 2007 um 14:11 Uhr
  14. Ja mein persönlicher Favorit ist ja “Social Mood Management” – also Microblogging wo man seine Gefühle ausdrücken kann. Welch eine gigantische Idee.

    Die Werbemöglichkeiten über Google Adsense usw. werden den schmerzlichen Erkenntnisprozess in der Branche nur herauszögern.

    Mal im ernst – entweder ist der Service so gut, dass Benutzer auch bereit sind dafür zu bezahlen und zwar mehr als nur um das Gründerteam satt zu machen, oder die Nutzerbasis ist so gigantisch das man mit Werbung ernsthaft Geld verdienen kann.

    Alle anderen Ideen würde ich umgehend im Klo runterspülen.

    DonDisco am 7. September 2007 um 14:25 Uhr
  15. [...] tue und als ich heute morgen ein bissel in Yigg gestöbert habe, bin ich über den Artikel "Wieviel Millionen hättens denn gern?& [...]

    Web 2.0 Startups und Dienste, oder wann auch diese Blase endlich platzt » ulf-theis.de - WebDesign am 7. September 2007 um 15:30 Uhr
  16. Schöner Beitrag! Hast du sehr gut getroffen. Besonders beim AJAX Vergleich musste ich schmunzeln.

    Auch wenn sich mit den “Web 2.0″ geprägten Veränderungen einige sehr gute Geschäftsmodelle, Denkweisen und Services entwickelt haben, sind doch momentan wieder so Late Follower und damit viele Parallelen zur 1. Blase erkennbar. Ich bin wirklich gespannt, wie lange die Investoren noch Ihre Taschen geöffnet lassen. Da bekommen Websites wie “Dotcomtod” wieder gutes Futter.

    Franky am 7. September 2007 um 15:37 Uhr
  17. @DonDisco: Vollkommen richtig. Momentan schöpfen se noch die großen Märkte ab. Eine Community für Studenten, eine für Mütter, eine für Kinder (ui, sinnlose Videos)… Bloß XING & Co gehen in die Business-Richtung und zwacken Geld dafür ab. Der Otto-Normaluser würde nicht zahlen. Über kurz oder lang wird der bisherige Werbeansatz wohl auch versagen… Dann muss Micropayment her! Dann beginnt vielleicht Web2.5 ;)

    Pascal am 7. September 2007 um 15:49 Uhr
  18. [...] n wundert es mich echt nicht, dass manche Leute davon überzeugt sind, das Platzen der Web 2.0 Blase stehe kurz bevor: “Wir haben diesen Monat eine wichtige Präsentation bei einem Inves [...]

    Blogschrott.net - Web 2.0 - Yannick Eckl » Web 2.0-Projekte, die keine Zukunft haben! am 7. September 2007 um 16:59 Uhr
  19. [...] sein auf die ersten Ergebnisse. Hier tun sich neue Möglichkeiten auf, noch schneller im Web Millionen zu verdienen. Hinterlasse einen Kommentar [...]

    SeoVZ » SeoVZ geschlossen am 7. September 2007 um 17:01 Uhr
  20. Ja das ist eine dreiste und unrealistische Anfrage. Zeigt halt, dass derjenige wenig Ahnung von einigen Dingen hat. Trotzdem finde ich es nicht angebracht, wenn sowas dann im Blog breitgetreten wird. Der Junge ist erst 20 und hat keine Ahnung. Hat wahrscheinlich bei diesem Text von Dir Marcus:

    “Durch meine dreijährige Tätigkeit für JobScout24 kenne ich mich natürlich recht gut im Jobbörsen-Umfeld aus, so dass ich Ihnen in diesem Blog bestimmt ein paar gute Insights aus diesem derzeit sehr hart umkämpften Markt geben kann.”

    den Teil “in diesem Blog” überlesen. Nimms gelassen :-) Jeder macht Fehler.

    Auch deine Abneigung zum Begriff Web 2.0 kann ich nachvollziehen, aber so ist das mit Hypebegriffen. Denk mal an “Last Minute”. Früher bedeutete dies mal eben mit Gepäck zum Flughafen fahren und schauen, wo man mitfliegen kann. Heute ist das oftmals kaum noch möglich und Last Minute steht für Reisebuchung innerhalb von einem halben Jahr vor Reiseantritt. Jeder weiß es und dieser Mißbrauch juckt auch keinen.

    Bib am 7. September 2007 um 17:50 Uhr
  21. Hey Bib,
    da hast Du Dich verlesen – ich habe keine Ahnung wie alt der besagte Mailschreiber ist! Der 20jährige “web2.0 Evangelist” war eine andere Mail!

    Ich gehe auch davon aus, das der Typ ein wenig älter ist. Was aber rein garnichts über die Geisteszustand aussagt, denn es gibt mehr als genug Beispiele für Lobotomierte ex-Unternehmensberater, die auf den web2.0 Zug aufspringen.

    Marcus am 7. September 2007 um 17:55 Uhr
  22. [...] – zumindest in Österreich. Auch Marcus – alias Mediadonis – hat seine Meinung im Job-Blog kund getan. In etwas denunzierender Art und Weise, aber damit ist er ja am Puls der Zeit. Was [...]

    Ich bin ein Web 2.0 Post | am 7. September 2007 um 18:02 Uhr
  23. Ja stimmt. Sorry … Wie schon gesagt: Jeder macht mal Fehler, hehe :-)

    Aufspringen auf den Web 2.0 Zug kann von mir aus jeder. Wenn so etwas wie die Blase platzt, bleiben aber immer noch einige im Zug sitzen und fahren weiter. Dann vielleicht etwas langsamer. Es gibt wirklich einige sehr gute Seiten und spannende Konzepte die Substanz haben. Spinner gibt es überall, aber gute Gründer sind auch wichtig.

    Bib am 7. September 2007 um 22:28 Uhr
  24. Nicht nur das da jemand seine Hausaufgaben augenscheinlich nicht gemacht hat.
    Ich frage mal allen ernstes in die Runde:
    Was soll bitte an eingestellten Unternehmensvideos Web 2.0 sein??? Das Geschäftsmodell scheint lediglich das Posten von Videostreams zu sein. Wie Marcus schon sagt: ein alter Hut. Hat man schon Ende der 90er probiert und immer wieder mal taucht die “innovative Idee” auf. (Stepstone hatte das vor ein paar Monaten doch auch wieder im Portfolio – höre, sorry sehe, ich im Moment aber auch nichts mehr von.

    Thorsten am 8. September 2007 um 10:10 Uhr
  25. seit der Begriff “Web 2.0″ (in Verbindung mit Start Ups) das erste mal aufgekommen ist, höre ich überall, dass die Blase bald platzt. Scheinen eine ganze Menge schon fieberhaft darauf zu warten. Geht aber nun doch schon gut 2 Jahre gut, viele haben ihre Millionen damit gemacht. Also auch wenn die “typischen” Kritiker irgendwann recht behalten sollten, zu den “Gewinnern” (die es ja ganz klar schon gab/gibt) gehören sie auch wieder nicht!

    Die Email von dem Typen ist aber einfach nur albern!

    Grüße
    Michael

    michael am 8. September 2007 um 10:11 Uhr
  26. Mein lieber Marcus,

    ich stimme Dir ja bei den meisten Dingen generell und auch in diesem speziellen Fall zu – aber warst Du es nicht, der seit Monaten nach Web2.0igen Jobbörsen ruft?

    Hier: http://www.secretsites.de/joblog/?p=336
    Und grad eben erst: http://www.secretsites.de/joblog/?p=352
    Und da: http://www.secretsites.de/joblog/?p=299
    und dort: http://www.secretsites.de/joblog/?p=231
    und hier: http://www.secretsites.de/joblog/?p=188

    Und die Dotcom-Blase war doch eher ein Problem der Börsennotierung – gibts außer Xing derzeit ein einziges weiteres “Web2.0-Unternehmen” weltweit an der Börse?

    Ich find den Begriff Web2.0 mittlerweile auch albern (wird ja für alles verwendet) aber das war mal kein objektiver Beitrag (auch wenn er vermutlich wg. des Entertainment-Charakters extrem viele Zugriffe bekommt;-)

    Dein Steffen
    blog.yasni.de

    Realyep am 10. September 2007 um 11:59 Uhr
  27. Denke mal, daß nicht alles mit “Web 2.0-Logo” versehene auch nur annähernd die Erwartungen erfüllen kann. Aber solange sich der Kunde davon beeindrucken lässt… Jetzt muss man nur noch einen Weg finden in solche Angebote “Argumente” wie “umweltfreundlich”, “gegen den Klimawandel” und “HD-ready” einzuflechten… dann kann schon nichts mehr schiefgehen ;-)

    Aber ich mache den “Boom”-Anbietern keinen Vorwurf wenn diese aus dieser Blase mit Millionen hervortreten… denn der leichtgläubige und dumme Kunde hat diese gezahlt.

    Also danebenstellen, lächeln und bei Fragen die richtigen Ratschläge geben… und warten bis sich auch diese Blase verabschiedet hat =)

    Christian

    Christian am 11. September 2007 um 10:16 Uhr
  28. Stemmt sich mal ohne weitere Einschränkungen mit gegen den Web2.0 Hype.

    ff-webdesigner am 12. September 2007 um 04:30 Uhr
  29. Hehe lustiger Beitrag mit hohem Realitätsgehalt. Ich lese gerne solche “Ausraster” – Bitte mehr! ;)

    Viele Grüße

    Michael am 20. September 2007 um 00:43 Uhr
  30. [...] r brummt der Kopf. Deutsch, Englisch, Personality Fit, Brain Teaser, Cases, Action Titles, Marktpotenzial, Economies of Scale, Scope, Cost Cutting, IPO, ROI, IP, PMI, BSC, Buy-Out, Merger, … [...]

    Munich Love Affair » Blog Archive » Juri am 2. November 2007 um 12:51 Uhr
  31. Und es lebt doch weiter…
    Das Web 2.0 ist wohl doch nicht so leicht tot zu kriegen, ganz im Gegenteil im Moment boomt es da gehörig und es jagd dauernd durch die Medien weil sich irgendwelche Menschen darüber organisieren.
    Ich bin nicht der größte Fan vom Web 2.0 und habe alleine aus Datenschutzgründen meine Vorbehalte, aber dennoch muss ich zugeben, dass das Web 2.0 sich als besser als erwartet erwiesen hat. Nicht überall, aber immerhin…

    Largos am 2. February 2011 um 05:02 Uhr
  32. Erfrischend; Web 1, 2, 3 entspricht dem Konzept im westlichen Kulturkreis, wie oft die Geschichte an ein Kreuz genagelt werden muss oder diesem “dreimal musst Du in die Knie gehen…”. Die letzten Großen eines östlichen Kulturkreises sind ja so gut wie vergangen oder haben sich zu uns abgesetzt. Dann aber wird der Auserwählte uns in das verheißene Land führen. Bis dahin heißt es “kreativ” ist noch immer meist “quantitativ”. Dann aber, in einer fernen Zukunft, in Gefilden die noch kein Mensch gesehen hat… endlich “kreative Kreativität” im, bislang noch als “Seitweb” erscheinenden www das kaum ein Mensch lokalisiert, Internet. Dort wird kreativ-kreativ gedacht und teilweise auch schon so gearbeitet. Ein schöner Beitrag hier, dem auch durch weitere Besucher Hinweise folgen mögen wie wir es anstellen sollen nicht oft wirkungsweise, sondern nur noch ursächlich schöpferisch, bzw. nicht “assimiliert” zu sein. Widerstand lohnt sich vielleicht doch noch?

    Frank Steineck am 11. June 2011 um 16:12 Uhr

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