Marcus Tandler

XING will auch ein Stück vom Kuchen

Das Business Netzwerk XING macht Ernst, und präsentiert nun nach “erfolgreichem Abschluss der Beta-Phase” den neuen XING-Marketplace – also der neue XING Stellenmarkt – und der klingt garnicht mal so doof…

Man kann unbegrenzt viele Stellenanzeigen einstellen, die bis zu 90 Tage online bleiben – aber der Clou ist die Abrechnung -> wie auch Meinestadt.de wird bei XING per Click bezahlt. Also keine Einstellungsgebühr oder dergleichen, es werden lediglich 49 cent pro Click auf die Stellenanzeige fällig. Natürlich kann man auch ein Klicklimit einstellen, so dass ein bestimmter Betrag nicht überschritten wird, und die Stellenanzeige beim Erreichen eben dieses offline genommen wird.

49 cent pro Click klingt natürlich schon etwas happig, aber ich war eigentlich schon immer ein Fan von performance-orientierten Abrechnungsmodellen. Gerade bei Jobs im Fach- und Führungskräfte Segment, gibt es ja sehr oft auch Stellenangebote, für die garnicht soooo viele Bewerber überhaupt in Frage kommen… wieso also bspl. dem Monster pauschale 690 Euro in den Monsterrachen schmeißen? Den zweiten Pluspunkt bekommt XING von mir für die dort vertretene Zielgruppe – XING ist wohl von allen deutschen Internet-Plattformen diejenige, auf der anteilig am meisten Fach- und Führungskräfte vertreten sein dürften.

Es stellt sich halt die Frage, inwiefern die User dieses “Feature” überhaupt annehmen, bzw. wirklich bewußt dort nach Stellenangeboten stöbern. XING feedet ja schon ganz smart ein paar Stellenanzeigen ins Dashboard ein, so dass ich direkt nach dem Login geradezu drüberstolpere, aber hier stimmt wohl das Matching noch nicht so ganz. Aber gerade das könnte wohl niemand besser als XING in den Griff bekommen, denn im Gegensatz zu jeder normalen Jobbörse, haben die Hamburger ja bereits alle erdenklichen Daten von mir -> praktisch ein Stellenanzeigen-Matching anhand meines dort eingestellten Quasi-Lebenslaufs. Was da für ein Potential schlummert will ich mir wirklich garnicht ausmalen, und ein paar Jobbörsen steht da bestimmt auch schon der Angstschweiß auf der Stirn… 🙂

Naja, schauen wir mal, wie sich das Thema bei XING entwickelt, und wieviele Stellenanzeigen sich nun bald nach dem Ende der Beta-Phase dort finden – das wird spannend!