Marcus Tandler

Zahmes Monster in gute Hände abzugeben

Nette Post-Headline gestern bei Eva -> “LinkedIn kauft Monster WorldWide” – bin auch prompt drauf reingefallen heute morgen, und hätte um Haaresbreite meinen morgentlichen Hallo-Wach-Kaffee über der Tastatur verschüttet…

Natürlich greift Eva den Ereignissen ein wenig voraus, so wird in der Tat mal wieder heftig gemunkelt, dass Monster auf der Suche nach einem solventen Käufer ist. Obermonster Sal Iannuzzi höchstpersönlich hat letzten Donnerstag die Lawine ins Rollen gebracht – mit einer Aussage auf einer Investoren Konferenz in Boston ->

Our shareholders deserve a better return. The board and the management is also focused on pursuing all strategic alternatives to increase shareholder value.

Es werde also derzeit über “alternative Strategien” nachgedacht, um die Investoren endlich wieder happy zu machen, nachdem der Aktienkurs der Monster WorldWide Aktie im letzten Jahr gut 60% eingebüsst hat.

Die Gerüchte über einen etwaigen Verkauf von Monster kursieren ja bereits seit 2004, und auch ich habe bereits ein paarmal einen bevorstehenden Verkauf prognostiziert (soviel zu meinen miesen hellseherischen Fähigkeiten…). 2006 bspl. habe ich laut gedacht, ob Google Monster kaufen sollte – aber Google braucht das Monster mittlerweile eigentlich nicht mehr, und kann den ganzen Markt auch so einfach platt machen. Anfang 2008 macht dann das Gerücht die Runde, dass Rupert Murdoch´s News Corp dem Monster ein Angebot über 4,8 Milliarden (!) Dollar gemacht hat, aber auch hier passierte nichts… Sollte an dem damaligen Angebot etwas dran sein, werden sich die Verantwortlichen auf jeden Fall gut in den Arsch beißen, damals nicht auf das Angebot eingegangen zu sein…

Gut, LinkedIn wäre sicherlich ein valider Kandidat für eine etwaige Übernahme, aber ich glaube nicht, dass die Zielgruppe wirklich passt, so würde zu LinkedIn ja eher eine reinrassige Fach- & Führungskräfte Plattform passen, und kein Generalist wie Monster, der ja in Deutschland eher eine mittelmässige web2.0 Variante der Arbeitsagentur ist, als ein ernstzunehmender Gegner für StepStone, JobScout24 CareerBuilder, oder F&F Primus Jobware.
Und LinkedIn kämpft derzeit an ganz anderen Fronten, um sich so einen Klotz ans Bein binden zu wollen.

Das Problem ist einfach, dass die Liste der potentieller Käufer sehr klein ist. Klar, CareerBuilder könnte das Monster in einem Haps schlucken, aber hier würden wohl die beteiligten Verlage abwinken

Ein Gutes haben die Gerüchte auf jeden Fall – der Kurs der Aktie ist durch die Spekulationen beflügelt endlich wieder über die 8 Dollar Marke gerutscht.

Ist spannend. Bleibt spannend…

Eine Reaktion zu “Zahmes Monster in gute Hände abzugeben”

  1. [...] für Standard Anzeige bei den beiden großen Börsen), aber wirklich Geld setzten aktuell nur die großen Börsen um. Diese haben natürlich auch nur ein eher geringes Interesse an zwischengeschalteten Agenturen. In [...]

    Recruitment heute = austauschbare Stellenanzeigen per Gießkanne verteilen | Kassenzone am 30. July 2012 um 22:47 Uhr

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